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Handball

Showdown in Flensburg

SID
Am Mittwoch kommt es zum Showdown zwischen Flensburg-Handewitt und den Rhein-Neckar Löwen
© getty

Showdown in der Bundesliga: Der Tabellenzweite SG Flensburg-Handewitt will am Mittwochabend zum Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen aufschließen (20.15 Uhr im LIVETICKER). Selbst ein Sieg der Löwen würde im Titelkampf laut Bundestrainer Dagur Sigurdsson keine Vorentscheidung bringen.

Dagur Sigurdsson ist vorsichtig. Der Bundestrainer geht sämtliche Szenarien durch, analysiert Stärken und Schwächen beider Teams - einen Tipp für den Showdown lässt sich der Isländer aber dann doch nicht entlocken. "Das ist mir viel zu eng", sagt Sigurdsson dem SID und stellt im gleichen Atemzug klar: "Sicher ist nur, dass es keine Vorentscheidung geben wird!"

Wenn am Mittwochabend der Tabellenzweite SG Flensburg-Handewitt den bislang überragenden Ligaprimus Rhein-Neckar Löwen zum heißen Tanz in der "Hölle Nord" bittet, könnte der Titelkampf bei einem Sieg der Gäste aber zumindest in eine eindeutige Richtung gehen.

Denn sollten die Löwen um Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer im hohen Norden tatsächlich zum dritten Mal in Folge triumphieren, wären sie satte fünf Punkte enteilt.

Als "klares Statement" in einer Begegnung mit "absolutem Champions-League-Charakter" bezeichnet Sigurdsson daher viel lieber einen Erfolg - für welche Mannschaft auch immer.

Pause für die Löwen

"Es werden Kleinigkeiten entscheiden, auf die Tagesform kommt es an", meint Sigurdsson. Und genau da könnte das unfassbare Pensum der Spitzenteams, das aktuell Kiels Trainer Alfred Gislason einmal mehr anprangert, zum Zünglein an der Waage werden.

Während sich die SG am Sonntag noch in der Liga bei Frisch Auf Göppingen ein 28:23 erkämpfen musste, nehmen die Löwen die Reise in das knapp 600 Kilometer entfernte Flensburg verhältnismäßig ausgeruht in Angriff.

Trainer Nikolaj Jacobsen gönnte seinen Schützlingen nämlich ein freies Wochenende. "Ich hatte wirklich keine andere Wahl, die Jungs waren komplett platt", sagte der Däne der Rhein-Neckar-Zeitung.

Das allein wird freilich nicht reichen. Es müsse "wirklich alles passen, wenn du dort gewinnen willst", sagt Jacobsen, der sich vor allem von Leistungsträgern wie Gensheimer oder Patrick Groetzki entscheidende Impulse und "eine große Portion Spielfreude" erhofft.

"Werden alles geben"

Auf der Gegenseite ist es die Aufgabe von Flensburgs Abwehrchef Tobias Karlsson, die Stars der Löwen gar nicht erst heiß laufen zu lassen. "Mit einer guten Leistung schaffen wir die Grundlage für Gegenstöße und einfache Tore, womit wir den Angriff entlasten können", sagte der Schwede auf ndr.de und kündigte voller Selbstvertrauen an: "Wir werden alles dafür geben, dass wir nicht nur weiter mithalten, sondern noch dichter an die Spitze heranrücken."

Genau diese will Flensburgs Coach Ljubomir Vranjes im Keim ersticken. "Die Rhein-Neckar Löwen machen durch ihre Spielweise viel Druck auf den Gegner. Wir müssen diesem Druck standhalten und über den Kampf gewinnen", sagte der Schwede dem SID. Eine richtungweisende Entscheidung sieht auch er in dem Top-Duell noch nicht: "Ich denke, dass sich die Meisterschaftsfrage erst nach der EM entscheiden wird, wenn man sieht, in welcher Verfassung die Nationalspieler zu ihren Mannschaften zurückkehren."

Sigurdsson wird die Partie übrigens in den eigenen vier Wänden vor dem Fernseher verfolgen und erst wieder in der ganz heißen Phase der Saison in die Halle gehen. "Es ist eine lange Spielzeit", sagt er. Und eine Vorentscheidung wird ja ohnehin nicht fallen.

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