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Handball

THW Kiel gewinnt Supercup

SID
Filip Jicha und der THW Kiel sind Supercup-Sieger
© getty

Das Starensemble des THW Kiel hat sich den ersten Titel der neuen Handball-Saison gesichert und seine Ausnahmestellung vier Tage vor dem Bundesliga-Start eindrucksvoll untermauert. Der deutsche Meister gewann den Supercup durch ein 24:18 (13:8) gegen Pokalsieger Füchse Berlin bereits zum achten Mal.

Vor 6211 Zuschauern in Stuttgart waren Filip Jicha (5/1) und Dominik Klein (4 Tore) die besten Werfer der Kieler, die nach nur einem Titelgewinn in der vergangenen Saison einen perfekten Start in die Spielzeit 2014/15 feierten. Auch Paul Drux (4) als erfolgreichster Schütze der Berliner sowie der überragende Keeper Silvio Heinevetter (fünf gehaltene Siebenmeter) konnten den Erfolg des Supercup-Rekordsiegers aus dem Norden nicht verhindern.

"Wir haben hier gewonnen, aber überragend war das nicht", sagte Jicha allerdings und trat auf die Euphoriebremse: "Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben, aber wir müssen auch hart arbeiten."

Damit begann für Dagur Sigurdsson sein einjähriges Doppelamt als Füchse-Coach und deutscher Bundestrainer mit einer Niederlage. Der Isländer war vor einer Woche als neuer Hoffnungsträger des Deutschen Handballbundes (DHB) vorgestellt worden.

Guter Start der Kieler

Die Kieler begannen hochmotiviert und zogen auch dank ihres aufmerksamen Torhüters Johan Sjöstrand schnell auf 3:0 (4.) davon. Den zunächst fahrig wirkenden Füchsen war anzumerken, dass sie auf Spielmacher Bartlomiej Jaszka (Schulter-OP) und Abwehrchef Denis Spoljaric (Hand-OP) verzichten mussten. "Das ist für uns der Supergau", klagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning.

Erst nach knapp sechs Minuten gelang dem Pokalsieger durch Igropulo der erste Treffer. Vor allen Dingen Nationaltorhüter Heinevetter war es zu verdanken, dass Kiel trotz des Zwischenstandes von 9:3 (15.) nicht schon vorentscheidend davonziehen konnte. Der 29-Jährige hatte bis zum Wechsel bereits vier Siebenmeter pariert, vermochte den Fünf-Tore-Rückstand zur Halbzeit aber nicht zu verhindern.

Sichtlich unzufrieden war auch Sigurdsson, der in der 29. Minute wegen Meckerns die gelbe Karte sah.

Torhüter in bestechender Form

Bei den "Zebras" indes zeigten die Neuzugänge wenig Anpassungsschwierigkeiten. In der Mitte zog der kroatische Welthandballer Domagoj Duvnjak die Fäden, leistete sich aber auch einige technische Fehhler. Der ebenfalls vom HSV Hamburg gekommene spanische EM-Torschützenkönig Joan Canellas verdiente sich wie auch Steffen Weinhold (SG Flensburg-Handewitt) außerdem gute Noten.

Verlass war aus Kieler Sicht auch auf Linksaußen Klein, der sich beim Abschluss selbst von seinem formstarken Nationalmannschafts-Kollegen Heinevetter nicht beirren ließ. THW-Schlussmann Sjöstrand (16 Paraden) stand seinem überragenden Berliner Gegenüber allerdings in nichts nach.

"In der Breite besser aufgestellt"

Berlin kam nach dem Wechsel mehrmals auf vier Tore heran. Doch ernsthaft in Gefahr gerieten die routinierten Kieler nicht mehr. Beim 21:15 (53.) war die Vorentscheidung bereits gefallen.

Damit wurde der Rekordmeister seiner Favoritenrolle gerecht. THW-Trainer Alfred Gislason hat bereits vor dem Bundesliga-Start am Wochenende ganz unverhohlen neue Höhenflüge angekündigt. "Wir haben eine bessere Mannschaft als in den vergangenen Jahren, sind vor allem in der Breite besser aufgestellt", erklärte der Isländer mit Blick auf die hochkarätigen Neuzugänge: "Dadurch kann ich mehr rotieren lassen und probieren, den Gegner 60 Minuten lang unter Druck zu setzen."

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