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Handball

Bitter und Kraus feiern Comeback

SID
Johannes Bitter spielt für den HSV Hamburg
© getty

Johannes Bitter und Michael Kraus feiern in den Härtetests gegen den Olympia-Vierten Ungarn ihr Comeback in der Nationalmannschaft. Die Planungen für das Perspektivteam 2020 liegen angesichts der bevorstehenden WM-Qualifikation erst einmal auf Eis.

Als der Anruf des Bundestrainers kam, zögerte Johannes Bitter keine Sekunde. "Das Feuer brennt, logisch", sagt Bitter, ohne mit der Wimper zu zucken. Sein Auftrag ist klar: Der reaktivierte Weltmeister, Torwart-Titan von 2007 und Deutschlands Vorzeige-Handballer soll die Nationalmannschaft vor dem nächsten Tiefschlag bewahren und die Mannschaft zur WM in Katar führen.

Doch bevor es Anfang Juni in den beiden Play-off-Spielen gegen Polen ernst wird, feiert Bitter am Freitag gegen den Olympiavierten Ungarn sein Comeback im DHB-Trikot - in seiner Geburtsstadt Oldenburg. "Das erste Spiel in meiner Heimat zu bestreiten, ist natürlich etwas ganz Besonderes für mich", sagte Bitter, der sein bis dato letztes Länderspiel am 27. Januar 2011 bei der WM in Schweden bestritten und danach aus familiären Gründen pausiert hatte.

Kraus feiert ebenfalls Rückkehr

Bitter ist vor den beiden Härtetests gegen Ungarn am Freitag (19.00 Uhr) und am Samstag (20.15 Uhr) in Lingen nicht der einzige reaktivierte WM-Held von 2007. Auch Spielmacher Michael Kraus wurde von Bundestrainer Martin Heuberger ("besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen") zurückgeholt. Die Planungen für das Perspektivteam 2020 liegen damit erst einmal auf Eis.

"Beide sind von der Mannschaft sehr herzlich aufgenommen worden. Es geht um den Mannschaftserfolg, nicht um persönliche Interessen. Dafür steht zu viel auf dem Spiel", sagte Heuberger, für den es in den kommenden Wochen auch um seine eigene Zukunft beim DHB geht. Selbst eine Rückkehr des Rückraumschützen Pascal Hens ist angesichts der drohenden Katastrophe nicht mehr undenkbar (Heuberger: "Alles hypothetisch").

Vor allem Bitter (31) soll dem deutschen Team, das nach den Olympischen Spielen zuletzt auch die Europameisterschaft verpasst hatte, mit seiner Erfahrung aus 142 Länderspielen die Stabilität zurückgeben. Der Torhüter vom HSV Hamburg kündigte jedoch bereits an, dass nach den Quali-Spielen wieder Schluss sei und er für eine mögliche WM-Teilnahme nicht zur Verfügung stehe.

Für den kapriziösen Mittelmann Kraus sind die anstehenden Länderspiele dagegen wohl die letzte Chance, im Nationalteam Fuß zu fassen. Nachdem er bereits beim ehemaligen Bundestrainer Heiner Brand in Ungnade gefallen war, nahm Kraus eine erste Einladung Heubergers im Juni vergangenen Jahres nicht an - wegen anstehender Abiturprüfungen.

Sechs Weltmeister im Aufgebot des DHB

"Ich habe den Eindruck, als wenn er nie weg gewesen wäre", sagte Heuberger: "Ich erwarte von ihm, dass er uns mit seiner Erfahrung helfen kann." Nun, wo es drauf ankommt, sollen es die "alten Eisen" also wieder richten. Nicht weniger als sechs Weltmeister von 2007 stehen im deutschen Aufgebot für die Ungarn-Spiele (Bitter, Kraus, Roggisch, Glandorf, Lichtlein, Klein).

Neu im DHB-Tross ist Henning Fritz, ein weiterer Spieler der goldenen Generation. Der frühere Keeper, der beim WM-Coup mit Bitter ein Gespann bildete, unterstützt Heuberger als Torwarttrainer. "Mir macht es sehr viel Spaß, den Jungs meine Erfahrung weiterzugeben und sie fit für die Qualifikation zu machen", sagte Fritz nach seinen ersten Eindrücken: "Ich bin optimistisch für die WM-Play-offs."

Das DHB-Team im Überblick

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