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Handball

Schützenfest gegen Kiel! HSV stürmt ins Finale

Von Felix Götz
Pascal Hens erzielte gegen Kiel acht Treffer und war maßgeblich am Sieg beteiligt
© getty

Hamburg hat das Finale in der Champions League erreicht. Der HSV setzte sich beim Final-Four-Turnier in der ausverkauften Kölner Lanxess Arena vor 20.000 Zuschauern im Halbfinale gegen Titelverteidiger THW Kiel mit 39:33 (19:16) durch. Im Endspiel bekommt es das Team von Trainer Martin Schwalb mit dem FC Barcelona zu tun. Die Katalanen schlugen Kielce mit 28:23 (13:10).

Hamburg - THW Kiel 39:33 (19:16)

Hamburg: Duvnjak (11), Hens (8), Lindberg (7), Vori (5), Lijewski (5), Jansen (2), Lackovic (1)

Kiel: Vujin (10), Jicha (6), Ahlm (4), Narcisse (4), Sigurdsson (3), Ekberg (2), Sprenger (2), Ilic (1), Palmarsson (1)

Hamburg begann schwungvoll und führte schnell mit 2:0. In der siebten Minute brachte Marko Vujin mit einem Knaller aus der Hüfte durch die Beine von Torhüter Johannes Bitter die Kieler allerdings erstmals in Führung - 4:3. Kurz darauf verloren die Hamburger Marcus Ahlm am Kreis aus den Augen, erstmals führte der THW, der ohne den verletzten Christian Zeitz (Mittelhandbruch) auskommen musste, mit zwei Toren Vorsprung.

HSV-Coach Martin Schwalb reagierte sofort und nahm eine Auszeit. Nun wurden die Hamburger offensiv immer stärker. Vor allem Hans Lindberg überzeugte in dieser Phase der Partie. Der Däne traf in der zehnten Minute von außen mit seinem dritten Tor zum 6:6. Kurz darauf kam Hamburg über die andere Seite. Der wegen seines Kopfstoßes gegen Berlins Ivan Nincevic zuletzt heftig kritisierte Torsten Jansen behielt die Nerven und erzielte das 7:6 für den HSV.

Kielce - Barcelona: Der Spielbericht

Wenig später hatte Pascal Hens seinen großen Auftritt. Innerhalb einer Minute packte Pommes aus dem Rückraum zwei Mal den Hammer aus - 9:7. Kiel kam aber schnell zurück. Marko Vujin verwandelte zwei Siebenmeter sicher gegen Bitter.

Die Partie hatte ein unglaubliches Tempo. Und der HSV wurde immer besser. In der 22. Minute besorgte Marcin Lijewski die erste Drei-Tore-Führung für die in roten Trikots spielenden Hamburger. THW-Trainer Alfred Gislason war stinksauer und nahm eine Auszeit.

Doch die deutlichen Worte des Isländers nutzten nichts. Lijewski spielte zwei Mal sensationell an den Kreis, wo der überragende Domagoj Duvnjak mit zwei Buden auf 17:12 erhöhte. Kiel wurde nun fast überrollt. In der 27. Minute traf Jansen nach einem Tempogegenstoß zum 19:13.

Die Hamburger waren offensiv so explosiv wie lange nicht mehr. Allerdings bot Kiel auch eine sehr mäßige Abwehrleistung. Dazu erwischte Torhüter Thierry Omeyer einen schwachen Tag. Kiel kämpfte aber und wenige Sekunden vor Ende der ersten Hälfte verkürzte Filip Jicha zum 16:19.

Kiel kam aber auch im zweiten Durchgang nicht in die Gänge. Omeyer hielt weiterhin kaum einen Ball, weshalb Gislason den Franzosen in der 37. Minute schließlich für ein paar Minuten vom Feld nahm und Andreas Palicka brachte.

Doch es wurde nicht besser. Hamburg spielte im Angriff weiterhin stark und ließ den THW nicht rankommen. Lindberg erhöhte die HSV-Führung in der 41. Minute sogar mit zwei schnellen Toren auf sechs Treffer.

Zwar kam Kiel zwischenzeitlich noch einmal auf drei Tore heran, der verdiente Sieg für Hamburg geriet aber nicht mehr in Gefahr. Das Endspiel gegen Barcelona steigt am Sonntag um 18 Uhr. Bereits um 15.15 Uhr bekommt es Kiel im Spiel um Platz drei mit Kielce zu tun.

Der HSV Hamburg in der Übersicht

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