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Handball

Blacky: "Dänen zählen zum Favoritenkreis"

Von Sebastian Conrad / Christian "Blacky" Schwarzer
Rund um die "Färs & Frosta Sparbank Arena" wird noch eifrig gearbeitet
© Getty

Gemeinsam mit Sportmoderator Sebastian Conrad wird Ex-Nationalspieler Christian "Blacky" Schwarzer für SPOX die WM in Schweden beobachten und kommentieren. Täglich lesen Sie an dieser Stelle aktuelle Informationen rund um die deutsche Mannschaft. "Blacky und Conrad" beobachten für SPOX die heiße WM-Vorbereitungsphase und werden täglich live aus Schweden berichten.

Dutzende VW-Busse und LKW vor der Arena. Dutzende Techniker und Monteure in der Arena. Einen Tag vor dem ersten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft herrscht in und um die "Färs & Frosta Sparbank Arena" geschäftiges Treiben.

Letzte Kabel werden verlegt und Abläufe einstudiert bevor die DHB-Auswahl am Freitag (18:15 Uhr) vor rund 3000 Zuschauern (ausverkauft) auf Ägypten trifft. Der Weltmeister von 2007 spielt in der Vorrunden-Gruppe A außerdem gegen Bahrain (16. Januar), Spanien (17.), Frankreich (19.) und Tunesien (20.).

Damit hat es schon die erste Turnierphase gewaltig in sich. "Wir haben vier Endspiele in der Vorrunde", sagte Bundestrainer Heiner Brand. Am Donnerstag werden die Brand-Schützlinge im Mannschaftshotel von Kristianstad erwartet. Am Nachmittag findet dort eine abschließende Trainingseinheit statt.

Conrad: Blacky, Du hast zuletzt immer wieder betont, wie wichtig das erste Spiel bei einer WM ist. Wie stehen die Chancen der DHB-Auswahl am Freitag gegen Ägypten?

Blacky: Gemeinsam mit Tunesien ist Ägypten die dominierende Handball-Nation in Afrika. Auch international ist das Team des deutschen Trainers Jörn-Uwe Lommel erfahren und spielt in Schweden bereits die zehnte WM in Serie. Ein wichtiger Höhepunkt für die Nordafrikaner war die Halbfinal-Teilnahme 2001. Seit diesem Erfolg haben die Ägypter allerdings international keine Bäume mehr ausgerissen. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Jungs diese erste Hürde packen werden.

Conrad: Wer sind Deine Favoriten auf den WM-Titel?

Blacky: Für mich ist Frankreich der Topfavorit. Die Franzosen haben Geschichte geschrieben und sind als erste Mannschaft der Handball-Geschichte sowohl amtierender Welt- und Europameister als auch Olympiasieger. Mehr geht nicht! Seit 2001 wird die Mannschaft von Trainer Claude Onesta betreut, und der kann aus einer mit Ausnahmekönnern gespickten Truppe wählen: Schlussmann Thierry Omeyer, Rückraum-Ass Nikola Karabatic, Rechtsaußen Luc Abalo oder Abwehrchef Didier Dinart - die Reihe an Weltklasse-Leuten beim Titelverteidiger ließe sich beliebig fortsetzen, auch wenn Onesta auf den verletzten HSV-Profi Guillaume Gille verzichten muss.

Conrad: Welchen Nationen traust Du zu, die Equipe Tricolore stoppen zu können?

Blacky: Für mich gehören insbesondere Spanien und Polen zum Kreis der Medaillen-Anwärter. Auch die Dänen zähle ich zum Favoritenkreis. Sie haben gute Chancen, das Halbfinale zu erreichen.

Conrad: Nach der heutigen Pressekonferenz in Kristianstad werden wir natürlich auch noch einmal die aktuelle Situation im deutschen Lager beleuchten. Vorab: Hat Deutschland eine realistische Chance, bei dieser WM ganz vorne dabei zu sein?

Blacky: Unsere Jungs fahren mit Sicherheit nicht als Favorit auf den WM-Titel nach Schweden. In der Vorrunde haben wir eine Art Todesgruppe erwischt. Aber Deutschland kann Spanien und selbst Frankreich immer schlagen - wenn alles passt. Gelingt das, haben wir eine realistische Chance auf das Halbfinale.

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