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Fussball

Nürnberg träumt vom Wiederaufstieg

SID
Mike Frantz und der 1. FC Nürnberg glauben fest an den direkten Wiederaufstieg
© Getty

Er war schon so gut wie abgeschrieben, jetzt liegt er plötzlich wieder auf Aufstiegskurs: Der 1. FC Nürnberg ist nach einer Serie mit nur einer Niederlage in den letzten 16 Spielen und zuletzt vier Siegen ohne Gegentor die Mannschaft der Stunde in der 2. Liga.

Zum ersten Mal seit dem ersten Spieltag steht der Club auf einem möglichen Aufstiegsrang, nach dem Sprung auf Tabellenplatz drei träumen Verein und Anhänger wieder von der sofortigen Rückkehr in die erste Bundesliga.

In Franken gibt es den Spruch: "Der Club ist ein Depp". Doch die günstige Gelegenheit zum Wiederaufstieg soll auf gar keinen Fall verspielt werden.

Frantz: "So blöd ist keiner, das nochmal aufs Spiel zu setzen"

"Wir waren in dieser Saison schon ganz unten und haben uns diese gute Aufstiegschance noch einmal erarbeitet. So blöd ist keiner, das nochmal aufs Spiel zu setzen", sagte der erst 22 Jahre alte Leistungsträger Mike Frantz.

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Trainer Michael Oenning versicherte: "Wir wollen noch weiter nach oben." Der Rückstand auf Tabellenführer Freiburg ist durch die vier Siege um acht auf sechs Punkte geschrumpft. Mainz liegt als Zweiter nur noch einen Zähler vor den Franken. "Wir können uns aus eigener Kraft dort oben behaupten und mit etwas Glück noch etwas nach vorn kommen", sagt Oenning.

Der Spielplan scheint günstig: Das Derby bei der SpVgg Greuther Fürth ist das einzige der verbleibenden sieben Spiele bei einem direkten Konkurrenten. Der wiedererstarkte Marek Mintal steht stellvertretend für den unerwarteten Aufschwung beim Club. Das Tor-Phantom erzielte sechs seiner zwölf Saisontreffer in den vergangenen vier Spielen.

Stabilste Abwehr im deutschen Profi-Fußball

Zugleich ist die Abwehr trotz des neuerlichen Ausfalls von Kapitän Andreas Wolf (Meniskus-Operation) stabil und mit 25 Gegentreffern die beste in der ersten und zweiten Liga. Auch zwölf Spiele ohne Gegentor sind Spitze im deutschen Profifußball.

Da sind auch die Jungspunde: Frantz (22) trug ebenso wie die in der Winterpause geholten Dennis Diekmeier (19) und Stefan Reinartz (20) oder der erstaunlich abgeklärte Innenverteidiger Dominic Maroh (22) dazu bei, dass die Club-Elf wieder frisch und erfolgshungrig wirkt.

Dagegen wurden unzufriedene Spieler wie Marco Engelhardt oder Angelos Charisteas im Winter aussortiert, das Team ist dadurch enger zusammengerückt. "Die Mannschaft ist so gefestigt, mittlerweile ist es fast egal, wer spielt", meinte Oenning.

Bader: "Dürfen uns nicht von Euphorie im Umfeld blenden lassen"

Auch die Nürnberger Anhänger glauben wieder an den Aufstieg: Für das Heimspiel gegen den FC St. Pauli am Sonntag (ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere) erwartet der Club über 45.000 Zuschauer.

Sportdirektor Martin Bader warnte die Mannschaft aber davor, sich vom "unheimlich euphorischen Umfeld" blenden zu lassen: "Für viele, die uns vor zwei, drei Monaten die Zweitliga-Tauglichkeit abgesprochen haben, sind wir doch jetzt schon aufgestiegen."

Dass der wachsende Druck im Saisonfinale die junge Mannschaft lähmen könnte, hält Frantz aber für unwahrscheinlich: "Wir müssen ja seit vier Monaten jedes Spiel gewinnen, die Konkurrenz dagegen fängt jetzt zu denken an."

Der Kader des 1. FC Nürnberg im Überblick

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