Cookie-Einstellungen
Fussball

Spanien: Immer noch einzigartig

Die Spanier wollen mit minimalen Änderungen erneut nach dem Titel greifen
© getty

Vom 12. Juni bis 13. Juli 2014 findet im Land des fünfmaligen Weltmeisters Brasilien die 20. Fußball-WM statt. SPOX stellt die 32 Endrunden-Teilnehmer vor. Heute: Spanien.

Land: Spanien

Einwohner: 46,6 Millionen

FIFA-Weltrangliste: 1.

WM-Teilnahmen: 13

Größter WM-Erfolg: Sieger 2010

Hier geht's zur WM-Gruppe B

Der Star: Andres Iniesta spielt seit Jahren auf höchstem Niveau in der spanischen Nationalmannschaft, Starallüren überlässt er anderen. Das Mittelfeldgenie spielt sein Spiel, schafft Räume, besticht mit seinen Dribblings auf engstem Raum und strahlt jederzeit die Gefahr aus, durch einen tödlichen Pass eine Chance zu kreieren. Nur selten tritt er selbst wirklich in den Vordergrund, so wie im Finale der WM 2010, als er das Siegtor in der Verlängerung erzielte. Beim FC Barcelona hat er, angesichts der Schwächeperiode seiner Mitspieler, eine starke Saison gespielt.

Der Trainer: Vicente del Bosque regiert mit ruhiger Hand und lässt auch vor dem Projekt Titelverteidigung keine Unruhe aufkommen. Souverän handelte er die Torwartfrage ab, nachdem Iker Casillas bei Real Madrid degradiert wurde, souverän behandelte er die Nichtnominierung von Carles Puyol. Del Bosque verzichtete im vorläufigen WM-Kader auf CL-Sieger Isco und strich CL-Sieger Carvajal aus seinem endgültigen Aufgebot. Der Coach setzt auf alt Bewährtes: 16 Weltmeister von Südafrika sind in Brasilien dabei.

Der Kapitän: An Iker Casillas gibt es kein Vorbeikommen, wenn es um die Kapitänsfrage geht. Der Torhüter der Königlichen ist in der Liga nur noch zweite Wahl hinter Diego Lopez, wird aber dennoch den Kasten der Spanier in Brasilien sauber halten. Auch das Kapitänsamt wird er weiter ausüben, nach der Nichtnominierung von Puyol noch selbstverständlicher als zuvor. Casillas ist Spaniens ruhender Pol und Titelgarant. Bei den drei großen Titeln verpasste Casillas keine Minute und blieb 2010 in Südafrika in der K.o.-Runde ohne Gegentor.

Der Spieler im Fokus: Diego Costa war sich lange Zeit nicht sicher, ob er für Brasilien oder Spanien auflaufen wolle. Nun steht er im Aufgebot der Nationalmannschaft seiner Wahlheimat und wird sich wohl einigen Pfiffen ausgesetzt sehen. Dass dies jedoch keine ungewohnte Situation für den Stürmer ist, bewies er schon in seiner Saison für Atletico Madrid. Das Finale der Champions League verpasste er noch verletzt, bei der WM soll es nun klappen. Er bringt das mit, was den Spanier zuletzt ein wenig abging: Der direkte Zug zum Tor und der Wille, jedes Spiel für sich entscheiden zu wollen.

Die Wunschelf (4-6-0): Casillas - Azpilicueta, Ramos, Pique, Alba - Xavi, Sergio, Alonso, Iniesta, Pedro, Fabregas

Die Prognose: Spanien ist angesichts der letzten Erfolge immer Mitfavorit auf den Titel. Auch diesmal wird im Vorfeld nach Gründen gesucht, warum sie es nicht erneut werden sollten. Das Klima, die Routine, der Alterungsprozess - letztlich geht der Titel jedoch erneut nur über den amtierenden Weltmeister. Mit Diego Costa wurde das größte Fragezeichen der letzten Jahre prominent gelöst, del Bosque treibt den langsamen Generationenwechsel voran. Dazu kommt ein erfahrenes Grundgerüst, die qualitative Breite des Kaders ist einzigartig. Spanien kann sich nur selbst schlagen.

Spanien: Kader, News, Spiele

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung