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Fussball

Fällt Robben aus, ist Oranje Mittelmaß

Dreh- und Angelpunkt der holländischen Offensive: Arjen Robben und Robin van Persie
© getty

Lähmt Brasilien der Druck? Braucht Spanien die falsche Neun? Sind die Niederlande von den Offensivkünstlern abhängig? Zu diesen und anderen Fragen geben die SPOX-Redakteure Thomas Gaber, Andreas Lehner, Benjamin Wahlen und mySPOX-User riquelminho im Panel ihre Meinung ab.

Brasilien ist Top-Favorit. Wie wird das Team mit der Erwartungshaltung umgehen?

Thomas Gaber (SPOX): Viel wird vom ersten Spiel abhängen. Kroatien ist ein unangenehmer Gegner, der das körperbetonte Spiel mag. Gelingt Brasilien ein Sieg, egal ob überzeugend oder glücklich, kann das befreiend wirken. Das Team ist gefestigt und hat mit David Luiz, Dani Alves oder Marcelo Typen, die mit Druck vor allem auch in großen Spielen gut umgehen können. Ich glaube aber, dass die Erwartungshaltung negative Auswirkungen auf die Leistung von Neymar haben wird.

Andreas Lehner (SPOX): Druck ist da, keine Frage. Aber der wird nur in der Anfangsphase des ersten Spiels zu spüren sein. Wenn die Brasilianer gut reinkommen ins Turnier, wird die Euphorie den Druck überlagern. Viel mehr Sorgen würde ich mir aus Sicht der Brasilianer wegen der schweren Auslosung machen. Da gibt's bis zum Finale eigentlich kein leichtes Spiel.

Benjamin Wahlen (GO!Brasil-Team): Proteste hin oder her - der Großteil des Landes freut sich wie irre auf die WM und erwartet nichts anderes als den Titel. Mit einem klaren Sieg im Eröffnungsspiel wird die Selecao diese Euphorie-Welle noch verstärken. Da Scolari seine Jungs aber gut im Griff und zudem eine geballte Ladung Erfahrung im Kader hat, wird die Mannschaft auf dem Boden bleiben und sich nicht zu Hallodri-Fußball hinreißen lassen.

riquelminho (mySPOX-User): Mein Top-Favorit sind sie nicht, aber ähnlich wie im Falle Deutschlands 2006 wird es darauf ankommen, wie die Mannschaft in das Turnier kommt. Beim Confed-Cup ist man nach atemberaubenden Druckphasen häufig schnell in Führung gegangen. Der Spielverlauf kam den eigenen Stärken somit entgegen, die eher im dynamischen Überwinden als im methodischen Zurechtlegen des Gegners liegen. Über besonders viel Turnier-Erfahrung verfügen die Spieler nicht, dafür über einen cleveren Trainer, über enormes Talent auf einigen Positionen und vielleicht auch über die nötige Portion brasilianische Gelassenheit. Mit Kroatien wartet gleich zu Beginn ein raffinierter und stark besetzter Gegner als idealer Indikator für spielerische Reife und Druckresistenz der Selecao auf.

Seite 1: Druck? Negative Auswirkungen auf Neymars Leistung

Seite 2: Spanien braucht weder falsche Neun noch einen echten Stürmer

Seite 3: Fallen Robben und/oder van Persie aus, ist Oranje Mittelmaß

Seite 4: Argentinien: Die Namen klingen traumhaft, aber...

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