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Neue Hinweise auf Stimmenkauf in WM-Affäre

SID
Ex-DFB-Präsident Wolfgang Niersbach
© getty

In der Affäre um die WM-Endrunde 2006 in Deutschland könnte ein weiterer Beweis für einen illegalen Stimmenkauf aufgetaucht sein. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel stützt ein bislang unbekannter Beratervertrag aus dem Jahr 2000 diese Theorie.

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Wie das Magazin in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe berichtet, hatte der Münchner Konzern KirchMedia 13 Tage vor der WM-Entscheidung des FIFA-Exekutivkomitees zugunsten Deutschlands einen Vertrag mit Elias Zaccour über Beratungsleistungen im Geschäftsbereich Filmrechte aufgesetzt. Der Libanese galt als enger Vetrauter der FIFA-Wahlmänner Jack Warner und Mohamed Bin Hammam.

Den Deal zwischen Kirch und Zaccour soll Fedor Radmann eingefädelt haben, die rechte Hand von WM-Chef Franz Beckenbauer. Radmann wollte sich auf Spiegel-Anfrage nicht äußern.

Der ehemalige Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn sagte, ihm sei "ein 17 Jahre zurückliegender Vorgang nicht mehr erinnerlich". Der Spiegel behauptet weiter, dass Zaccour mit Filmen und Filmrechten bis dahin - so weit ersichtlich - jedoch nie etwas zu tun gehabt hätte.

Eine Million Dollar sei, wie es im Entwurf der Vereinbarung heißt, vorab auf ein Zaccour-Konto in Luxemburg gezahlt worden. Die zweite Million sollte auf Anforderung von Zaccour fließen. Frühestens aber am 7. Juli 2000, dem Tag nach der WM-Entscheidung.

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