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Fussball

Uruguay chancenlos gegen Spanien

Von Stefan Rommel
Damit hab ich's gemacht: Torschütze Pedro (r.) feiert seinen Treffer zum 1:0
© getty

Spanien hat den ersten Schritt zum Premierensieg beim Confederations Cup gemacht. Der Welt- und Europameister besiegte im Auftaktmatch der Gruppe B Südamerikameister Uruguay mit 2:1 (2:0).

Vor 53.000 Zuschauern in Recife erzielten Pedro (21.) und Roberto Soldado (32.) vor der Pause die Tore für die Furja Roja. Luis Suarez gelang zwei Minuten vor dem Ende nur noch der Anschlusstreffer für Uruguay.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Spanien wie erwartet, auch mit Casillas im Tor - bis auf eine kleine Überraschung: Soldado beginnt als einzige Spitze. Uruguay ohne Forlan, dafür mit Ramirez im offensiven Mittelfeld.

10.: Flaches Zuspiel von außen ins Zentrum. Iniesta läuft über den Ball und bringt Fabregas so in beste Schussposition. Trockener Abschluss aus 17 Metern. Muslera schon geschlagen, der Ball springt aber vom linken Innenpfosten wieder raus.

21., 1:0, Pedro: Pedro aus der zweiten Reihe. Der Ball ist ins rechte Eck unterwegs, Muslera ebenso. Lugano hält den Fuß rein, lenkt den Ball aber ins linke verwaiste Eck ab.

32., 2:0, Soldado: Ballverlust Uruguay, dann geht's schnell. Iniesta auf Fabregas. Der verzögert erst noch, spielt dann in die Tiefe auf Soldado. Die Innenverteidigung attackiert ebenso im Doppel wie blind, Pereira hebt als letzter Mann drei Meter dahinter das Abseits auf. Soldado aus 15 Metern, eiskalt halbhoch ins Netz.

38.: Ecke Xavi von links. In der Mitte Pique frei beim Abschluss. Schießt aus sechs Metern aber Muslera an.

50.: Iniesta perfekt auf Xavi. Der bringt den Ball nicht unter Kontrolle. Arbeloa setzt nach und flankt scharf zur Mitte. Soldado verpasst um Zentimeter.

88., 2:1, Suarez: Freistoß aus 25 Metern, halblinke Position. Suarez zirkelt den Ball um die Mauer und ins kurze Eck. Casillas fliegt vergeblich, der Ball schlägt neben dem Pfosten ein.

Fazit: Uruguay war chancenlos und mit dem Ergebnis noch gut bedient. Spanien im ersten Turnierspiel gleich beängstigend dominant.

Der Star des Spiels: Andres Iniesta war immer beteiligt, wenn es gefährlich wurde. Der Barca-Star hatte immer eine Idee, fand immer einen Ausweg, selbst wenn er von drei, vier Gegenspielern umzingelt war.

Der Flop des Spiels: Gaston Ramirez bekam den Vorzug vor Diego Forlan, konnte im Mittelfeld aber keinerlei Akzente setzen. Musste zur Pause in der Kabine bleiben.

Der Schiedsrichter: Yuichi Nishimura aus Japan hatte einiges zu tun, weil die Partie in den Zweikämpfen nicht immer sauber geführt wurde. Lag zumeist richtig, hätte aber bei strengerer Regelauslegung mehr persönliche Strafen verteilen können (Pereira, Busquets, Ramos). Hätte Gonzalez' Notbremse auch ahnden und mit Rot bestrafen müssen.

Das fiel auf:

  • Uruguay von der ersten Minute an im spanischen Würgegriff. Der Weltmeister spielte erdrückend, schob mit der gesamten Mannschaft bis zur Mittellinie hoch und startete bei Ballverlust ein derart aggressives Pressing, dass sich Uruguay meist nur mit unkontrollierten Befreiungsschlägen wenigstens ein paar Sekunden Zeit erkaufen konnte.
  • Pedro war der freie Spieler im spanischen System, durfte nach Belieben die Seite wechseln. Ursprünglich sollte er offenbar die linke Seite vakant lassen, um Platz zu schaffen für Albas Tempoläufe.
  • Uruguay ohne schlüssiges Defensivkonzept. Mal tief hinten drin, mal zögerlich mit vier, fünf Spielern attackierend - aber als Konstante immer mindestens einen Schritt zu spät. Im Offensivspiel hatte das Mittelfeld keinerlei Lösungsmöglichkeiten parat, Cavani und Suarez hatten kaum Ballkontakte.
  • Uruguay löste Mitte der zweiten Halbzeit das defensive Mittelfeld mehr und mehr auf, wechselte offensiv ein und riskierte so nochmal alles. Gegen derart starke Spanier kam Uruguay trotzdem zu keiner Torchance aus dem Spiel heraus. Dass am Ende doch noch so etwas wie Spannung aufkam, war eher ein Betriebsunfall der Spanier, als dem Druck der Uruguayer geschuldet.

Spanien - Uruguay: Daten und Fakten

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