Fussball

Regionalliga: Rot-Weiß Erfurt muss Spielbetrieb einstellen

SID
Verhandlungen mit einem neuen möglichen Investor blieben für RWE erfolglos.
© imago images

Traditionsklub Rot-Weiß Erfurt kann den Spielbetrieb in der Regionalliga Nordost nicht aufrechterhalten. Dies teilte der Klub am Mittwoch mit. Zuvor waren die seit dem Wochenende laufenden Verhandlungen mit einem neuen möglichen Investor erfolglos geblieben.

Mit dieser Entscheidung steht der Abstieg in die Oberliga fest. Das Heimspiel am Samstag gegen Tabellenführer Energie Cottbus kann nicht mehr stattfinden. "Die Spieler der Mannschaft haben große Geduld bewiesen. Die meisten von ihnen wollten bleiben und haben bis Mittwoch abgewartet. Sie müssen jetzt noch vor Ende der Transferperiode die Möglichkeit zu einem Vereinswechsel bekommen", betonte Insolvenzverwalter Volker Reinhardt.

Er danke allen Spielern, "dass sie diese auch für sie belastende Situation solidarisch mitgetragen haben und wünsche ihnen allen eine erfolgreiche sportliche Zukunft." Er und die Spieler hatten einvernehmlich beschlossen, dass bis Mittwochnachmittag die Entscheidung fallen müsse.

Rot-Weiß Erfurt: Gründungsmitglied der 3. Liga

Viele Jahrzehnte spielte ihr Klub oben mit, wurde unter dem Namen SC Turbine Erfurt 1954 und 1955 sogar DDR-Meister. 1966 folgte die Neugründung als FC RW Erfurt, auch in den folgenden Jahren blieben die Thüringer Stammgast in der Oberliga.

Nach der Wende spielte der Klub, der Nationalspieler wie Thomas Linke und Clemens Fritz hervorbrachte, ein Jahr in der 2. Liga und im UEFA-Cup. 2008 war man Gründungsmitglied der 3. Liga und hielt sich dort als Dauerbrenner bis 2018. Doch eine handfeste Führungskrise leitete den Absturz ein. Als der Abstieg im März 2018 feststand, meldete der Klub Insolvenz an.

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