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Fussball

Aufsteiger überraschen in Hinrunde

SID
Frühbeis, Unterhaching
© Getty

Leipzig ­- Halbserie der Überraschungen: Während in der als uninteressant verschrienen Regionalliga Süd die Aufsteiger für Furore sorgten, blieb Zweitliga-Absteiger SpVgg Unterhaching hinter den Erwartungen zurück.

Nach einer enttäuschenden Bilanz von nur fünf Siegen aus den 17 Hinrunden-Spielen kämpft Haching um die Qualifikation für die dritte Profi-Liga, die sofortige Rückkehr in Liga zwei scheint dagegen in weite Ferne gerückt zu sein.

Den Aufstieg haben dagegen die Neulinge SV Sandhausen und SSV Jahn Regensburg im Visier. Sandhausen ging als Zweiter in die zweite Saisonhälfte, Regensburg als Vierter. Den Herbstmeister-Titel sicherte sich der nicht aufstiegsberechtigte VfB Stuttgart II.

Regensburgs sportlicher Leiter Klaus Sturm und Sandhausens Manager Tobias Gebert sind sich einig: Aalen ist der große Aufstiegsfavorit. "Die stehen zu Recht da oben", sagte Gebert.

Gebert hält den Ball flach

Die eigenen Mannschaften sehen beide jedoch trotz des überraschenden Erfolgs in der Hinrunde noch nicht auf einem "Platz an der Sonne". "Wir werden nicht so vermessen und respektlos sein, dass wir sagen, wir wollen aufsteigen", meinte Gebert bescheiden.

Das Ziel bleibe nach wie vor die Qualifikation für die 3. Liga. Allerdings räumte Gebert ein: "Wenn wir 50 Punkte haben und dann noch zehn Spiele zu spielen sind, können wir unser Ziel höher stecken."

Regensburg mauserte sich mit acht ungeschlagenen Partien überraschend zum Favoritenschreck, blieb dann aber die folgenden sieben Spiele sieglos. "Wir stehen als Aufsteiger hervorragend da, das Ziel bleibt aber weiterhin die 3. Liga", kommentierte Sturm zurückhaltend.

"Die ersten Spiele haben wir es verstanden, die Euphorie aus dem Sieg der vergangenen Saison mitzunehmen. Dann brach die Normalität herein", erklärte der sportliche Leiter.

Haching muss die Ziele "relativieren"

Top-Favorit ist neben Aalen und dem FC Ingolstadt 04 trotz der schlechten Hinrundenbilanz auch Unterhaching. "Wir sind massiv hinter den Erwartungen zurück geblieben. Auf Grund des schlechten Starts von Lorant müssen wir unsere Ziele relativieren und sehen, dass wir uns sicher für die 3. Liga qualifizieren", sagte Geschäftsführer Norbert Hartmann verbittert.

Lorant hatte im Oktober aus dem Geschäftsführer unbekannten Gründen das Handtuch geworfen. "Uns hat er gesagt, er möchte Pause machen und in seinem Haus in Spanien zur Ruhe kommen. Dann hat er aber in der Türkei einen Vertrag unterschrieben", reagierte Hartmann sauer auf das Gebaren des Fußballlehrers. Der plötzliche Trainerwechsel habe Unruhe in den Verein gebracht.

Dennoch ist in der Regionalliga Süd alles offen. Herbstmeister Stuttgart hatte nach der Hinrunde 34 Punkte, der Vorletzte, Karlsruher SC II, nur 18 Zähler weniger. "Das Feld ist sehr eng. Es haben noch viele Vereine die Chance, sich für die 3. Liga zu qualifizieren. Viele haben sogar noch die Chance auf den Aufstieg", meinte Hartmann.

Sandhausens Manager Gebert bestätigte das: "Jede Mannschaft will unter die ersten zehn kommen. Also ist klar, dass es keine Zwei-Klassen-Gesellschaft gibt."

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