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Fussball

FC Barcelona: Als Hoffnungsträger Ansu Fati den Klub beinahe verlassen hätte

Von Chris Lugert

Ansu Fati ist der große Hoffnungsträger beim FC Barcelona. Doch es fehlte nicht viel, und Fati hätte den Klub einst verlassen.

In der wohl dunkelsten Zeit des FC Barcelona in den vergangenen Jahrzehnten ist Ansu Fati so etwas wie das strahlende Licht der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Das Eigengewächs soll für den Klub einmal das werden, was Lionel Messi in den vergangenen 15 Jahren war: Leistungsträger auf dem Platz, Aushängeschild daneben. Die symbolische Übergabe der Rückennummer "10" für diese Saison war dafür nur das deutlichste Zeichen.

Zehn Monate war Fati zuletzt ausgefallen, eine hartnäckige Knieverletzung ließ teilweise sogar Zweifel daran aufkommen, ob er wieder komplett fit wird. Doch seine emotionale Rückkehr in der vergangenen Woche samt Tor war nicht nur die Rückkehr eines Spielers, sondern galt sinnbildlich als Aufbruch für einen Klub, wenn nicht sogar eine ganze Stadt.

Doch es fehlte nicht viel, und Fati hätte seinen Jugendklub früh verlassen. All die Hoffnungen, die mit ihm verbunden sind, wären nie entstanden. Im Dezember 2018 nämlich war laut Calciomercato alles schon geregelt. Fati sollte zu OGC Nizza nach Frankreich wechseln, erst wenige Wochen zuvor war er 16 Jahre alt geworden. Im Januar 2019 reiste einer der Direktoren von Nizza nach Katalonien und wollte das Geschäft über die Bühne bringen.

Vorverträge waren bereits unterschrieben und Ansus Vater Bori Fati posierte sogar bereits mit einem Nizza-Trikot im Stadion der Franzosen.

Ansu Fatis Vater posierte bereits mit Nizza-Trikot

Doch die Mühlen der Bürokratie verhinderten schließlich einen Wechsel. Denn Fatis EU-Pass traf nicht rechtzeitig ein.

Gebürtig stammt er aus Guinea-Bissau und inzwischen ist Fati auch spanischer Staatsbürger. Damals jedoch war der Pass noch nicht vorhanden, und Fati musste in Spanien bleiben, um diesen zu bekommen.

Schließlich verlängerte Fati seinen Vertrag beim FC Barcelona, womit die damalige sportliche Führung der Katalanen eine der wenigen richtigen Entscheidungen der letzten Jahre traf - wenngleich sie ebenso bereit waren, ihn zuvor abzugeben. Doch seither stellte Fati gleich mehrere Rekorde auf. Jüngster Torschütze des Klubs, jüngster Torschütze in der Champions League, jüngster Torschütze in der spanischen Nationalmannschaft - Fati wurde binnen weniger Monate zum neun Stern am Fußballhimmel.

Der fehlende Pass ließ übrigens nicht nur den Wechsel nach Nizza platzen. Auch der FC Chelsea, West Ham United und Juventus Turin waren laut Calciomercato an Fati dran. Bori Fati führte Gespräche mit all diesen Klubs, zu einem Wechsel kam es nicht. Und so haben die Katalanen zumindest einen Spieler heute in ihren Reihen, der für so etwas wie Aufbruchstimmung sorgt - und der das große Erbe von Lionel Messi antreten soll.

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