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Fussball

Tor-Premiere für Kroos in "epischem" Clasico: "Die Liga brennt!"

SID
Toni Kroos (l.) kam zu seinem ersten Tor überhaupt im Clasico gegen Barcelona.

Matchwinner Toni Kroos stellte nach seiner Tor-Premiere in einem mitreißenden Clasico kommentarlos ein Jubelfoto ins Netz, das mehr sagte als 1000 Worte. Es zeigt den Nationalspieler nach seinem spielentscheidenden Freistoßtreffer beim 2:1 (2:0) für Real Madrid im 279. Duell mit Erzrivale FC Barcelona, als ihm Kumpel Luka Modric lächelnd auf den Rücken hüpft. Und mit Modric war ganz Madrid obenauf: Das ohnehin enge Titelrennen in Spaniens La Liga wird zu einem echten Thriller - auch dank Kroos, dem Meister des ruhenden Balles.

Mit dem ersten Freistoßtreffer für Real im Klassiker seit jenem von Brasiliens Zauberfuß Roberto Carlos im Februar 2000 brachte Kroos die Königlichen mit dem zwischenzeitlichen 2:0 (28.) auf die Siegerstraße. Dass Sergino Dest den Ball unhaltbar für Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen abfälschte - was soll's! Zumal Kroos in seinem 17. Clasico mit Ulli Stielike gleichzog; nur Bernd Schuster erlebte aus deutscher Sicht mehr Duelle zwischen Real und Barca (18 - 12 für Barcelona, 6 für Madrid).

Kroos lässt den Rekordmeister noch stärker an den 35. Titel glauben. "Die Liga brennt!", schrieb die Zeitung El Pais, Real-Hausblatt Marca berichtete atemlos von einem "epischen Clasico". Und die katalanische Postille Sport betrauerte unter der Überschrift "Barca fällt!" erschüttert "die schlimmste Niederlage zum schlechtesten Zeitpunkt gegen den ungünstigsten Rivalen".

Real zog an der Tabellenspitze zumindest vorübergehend mit Stadtrivale Atletico gleich, das am Sonntagabend bei Betis Sevilla spielte (beide 66 Punkte). Das zuvor 19 Spiele ungeschlagene Barca liegt nur einen Zähler zurück.

"Wir haben noch nichts gewonnen", sagte Real-Coach Zinedine Zidane nach der 13. Partie ohne Niederlage zwar und betonte: "Es ist nur ein Spiel, drei Punkte, es ändert nichts: Wir sind immer noch im Kampf, wie die anderen Teams."

El Clasico: Für Barca mehr als nur eine Niederlage

Doch die wütenden Reaktionen des bezwungenen Rivalen zeigten: Für Barca war es mehr als nur eine Niederlage. Trainer Ronald Koeman echauffierte sich darüber, dass Schiedsrichter Gil Manzano seiner Elf nach einem Zupfer von Ferland Mendy gegen Martin Braithwaite einen Elfmeter verweigerte (83.).

"Unglaublich, ein glasklarer Elfer. Das hat die ganze Welt gesehen", polterte er und brach das TV-Interview bei Movistar+ ab. Seine erfahreneren Spieler säßen "traurig" in der Kabine, weil sie derartige Entscheidungen gegen Real "gewohnt" seien, schimpfte Koeman.

Karim Benzema (13.) brachte Real mit seinem "Meisterwerk fürs Museum" (Marca) per Hacke in Führung. Nach dem 2:0 von Kroos traf Madrids Federico Valverde den Pfosten (34.). Der unglückliche Weltstar Lionel Messi setzte einen Eckball an den Pfosten (45.+1), Oscar Mingueza verkürzte (60.). In einer dramatischen Schlussphase sah Reals Casemiro Gelb-Rot (90.+1) und Barcas Ilaix Moriba traf die Latte (90.+4).

"Wir haben gelitten", sagte Zidane, seine Spieler seien "physisch am Limit". Auch Kroos ging leicht angeschlagen vom Platz (72.), soll beim FC Liverpool im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwoch aber bereit stehen.

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