Fussball

Brescia-Präsident Massimo Cellino kündigt Boykott seiner Mannschaft bei Fortsetzung der Serie A an

Von SPOX
Massimo Cellino beim Geisterspiel Anfang März in Sassuolo.

Massimo Cellino, Präsident von Serie-A-Klub Brescia Calcio, hat betont, dass der Aufsteiger bei einer Fortsetzung des Ligabetriebs trotz Coronavirus unter keinen Umständen weitere Partien absolvieren wird. "Ich betone, dass, wenn wieder gespielt werden sollte, ich mein Team nicht spielen lassen werde", erklärte der 63-Jährige im Gespräch mit der Tageszeitung Giornale di Brescia.

Dies sei keine "leere Provokation. Sie können uns Punkte abziehen, wenn sie wollen. Ich trage die komplette Verantwortung dafür", ergänzte Cellino.

Die Stadt Brescia ist in Italien mit am stärksten von Covid-19 betroffen. Mit Blick auf die aktuelle Lage zeigte Cellino kein Verständnis für eine mögliche Fortsetzung der Meisterschaft und kritisierte gleichzeitig Lazio-Präsident Claudio Lotito: "Ich sehe zu viel Egoismus und zu viele Leute, die das meiste aus der Situation rausholen wollen. Lotito will wieder auf den Rasen? Ich höre nur denen zu, die es verdient haben."

Lotito hatte angeblich jüngst behauptet, dass ein möglicher Saisonabbruch mit Blick auf die TV-Einnahmen hauptsächlich Juventus und Inter zugutekommen würde.

Cellino: "Sie sollen sich anschauen, was hier los ist"

"Ernsthaft: Sie sollten nach Brescia kommen und sich anschauen, was hier los ist", fügte Cellino an: "Ich will keine Vorteile haben und habe auch keine Angst vor einem Abstieg, weil ich weiß, dass der Klub nicht bankrott geht und wir uns wieder einen Platz in der Serie A verdienen werden."

Aktuell rangiert das Team um Superstar Mario Balotelli auf dem letzten Tabellenplatz in Italiens höchster Spielklasse.

Während die italienische Regierung am Freitag eine Verlängerung des coronabedingten Lockdowns bis zum 3. Mai beschlossen hatte, erklärte Italiens Sportminister Vincenzo Spadafora in einer Videobotschaft, dass er an eine Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs ab dem 4. Mai glaube.

 

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