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Fussball

Liverpool vs. Manchester City - Jürgen Klopp gegen Pep Guardiola: Titelshowdown elektrisiert England

SID
Pep Guardiola und Jürgen Klopp treffen am Sonntag zur Vorentscheidung im Titelrennen in England aufeinander.

Pep Guardiola - schon wieder. Schon wieder geht es für Jürgen Klopp gegen den Spanier um alles, um den Titel. "Vielleicht hätten wir in Dortmund mehr Titel gewinnen können, wenn Pep nicht bei Bayern gewesen wäre. Jetzt ist es ähnlich", sagte Klopp vor dem Showdown um die Meisterschaft in England zwischen seinem FC Liverpool und Manchester City (Sonntag, 17.30 Uhr): "Stell Dir vor, wenn er nicht hier wäre, hätten wir wahrscheinlich mindestens einen Titel mehr gewinnen können."

Wenn er ein "anderer Mensch wäre", sagte Klopp, "wäre ich wahrscheinlich ein bisschen deprimiert darüber, dass Pep Guardiola ständig solche Mannschaften trainiert." Aber so denke er nicht: "Gott sei Dank."

Klopp gegen Guardiola, Liverpool gegen City - neben Klopp fiebert noch ganz England diesem Titelshowdown in der Premier League entgegen. Und der Deutsche geht von einem Spektakel aus. "Ich erwarte ein gutes Spiel. Ich weiß, dass das oft nicht der Fall ist, wenn sich zwei Spitzenmannschaften gegenüberstehen", sagte Klopp, aber "unsere Geschichte mit City zeigt, dass die Duelle oft sehr interessant waren, weil beide Teams wirklich alles gegeben haben."

Dass es womöglich um die Entscheidung über die Meisterschaft geht, war vor einigen Wochen noch undenkbar. Doch nach zehn Liga-Siegen in Serie liegen die Reds nur noch ein Punkt hinter Tabellenführer und Titelverteidiger Manchester - im Dezember waren es noch 14 Zähler.

Doch Klopp geht nicht davon aus, dass der Meister am Sonntag bereits feststeht. "Wenn wir gewinnen, haben wir zwei Punkte Vorsprung, glaubt irgendjemand, dass es damit getan ist?", sagte der 54-Jährige und rechnete weiter vor: "Verlieren wir, haben wir vier Punkte Rückstand. Wenn wir unentschieden spielen, haben wir einen Punkt Rückstand - das war's." Nach dem Duell stehen noch sieben Liga-Partien auf dem Programm.

Hamann sieht Liverpool im Vorteil

Aber der Trend spricht diesmal für Klopp. "Ich sehe keinen in der klaren Favoritenrolle, aber es spricht viel für Liverpool", sagte der ehemalige Nationalspieler und Sky-Experte Dietmar Hamann dem SID: "Sie sind inzwischen unheimlich stabil und kassieren kaum Gegentore."

Und deshalb träumen die Fans in Liverpool auch vom Quadruple in dieser Saison. Den League Cup haben sie schon gewonnen - aber der Endgegner um die drei verbliebenen Pokale heißt vermutlich schon wieder ManCity. Auch im FA-Cup-Halbfinale am 16. April geht es gegen die Himmelblauen, die zudem möglicher Kontrahent im Champions-League-Finale (28. Mai) in Paris sind.

Doch jetzt zählt erst einmal nur der Sonntag. Und Klopp fühlt sich wohl dabei, der Jäger zu sein. "Es gibt keinen Druck, es ist einfach eine Chance", sagte er und schwärmte von Guardiola ("Bester Trainer der Welt") und City ("Irre Mannschaft"). Er könne nicht behaupten, dass er viele Gegner "liebe, aber ich sehe City wirklich gerne zu. Sie haben keine Schwächen". Aber das "Gute" sei, dass "wir auch nicht allzu schlecht sind." Und so geht es zwischen Klopp und Guardiola um den Titel. Schon wieder.

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