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Fussball

Manchester United: Vereinslegende Paul Scholes kritisiert Ralf Rangnick

Von Tim Ursinus

Paul Scholes, Vereinslegende von Manchester United, hat Ralf Rangnick scharf kritisiert. Er hält den derzeitigen Interimstrainer für die falsche Wahl und schlug stattdessen einen anderen Ex-Bundesliga-Coach vor.

"Ich glaube, er hat in zwei der letzten zehn Jahre eine Mannschaft trainiert. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mag den Mann, ich denke, er kommt wirklich gut rüber. Aber es sieht so aus, als ob es ihm in den letzten fünf oder sechs Jahren an Erfahrung als Trainer gefehlt hat", sagte Scholes bei BT Sports.

Rangnick sei vielmehr ein Sportdirektor als ein Trainer. Der ehemalige Mittelfeldspieler stellte klar: "Sie müssen einen Top-Trainer in den Verein holen, um die Situation wieder zu verbessern. Es ist Manchester United, die sollten überall die Besten haben."

Scholes hat bereits jemanden im Visier, der die Nachfolge antreten und meistern könnte: Ralph Hasenhüttl. "Ich mochte ihn schon immer. Ich war immer der Meinung, dass der Fußball, den er bei Southampton spielt, nicht der beste ist, aber die Art des Fußballs, die er gespielt hat, für sie funktioniert. Seine Teams waren gut anzusehen, er kommt wirklich gut rüber", sagte er über den aktuellen Trainer des FC Southampton. Die Saints hatten zuvor ein 1:1 gegen ManUnited geholt.

Rangnick kehrt nach der Saison ohnehin in den Hintergrund zurück, um als externer Berater zu fungieren. Zu Hasenhüttl hat der 63-Jährige ein besonders Verhältnis. In seiner damaligen Rolle als Sportdirektor von RB Leipzig holte ihn Rangnick 2016 zu den Sachsen, ehe er nach dem Abschied des Österreichers selbst an der Seitenlinie übernahm.

Hasenhüttl kündigte Karriereende an

Trotz der lobenden Worte äußerte Scholes aber leichte Bedenken bei Hasenhüttl. "Er hat noch nicht wirklich mit großen Spielern gearbeitet, in einem Verein, in dem von ihm erwartet wird, dass er etwas gewinnt. Das wäre eine andere Art von Druck", sagte er und schob nach: "Die Fans dieses Vereins denken eher an einen Pochettino oder einen Antonio Conte, also an Leute, die bei größeren Vereinen gearbeitet haben, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass es keine schlechte Sache wäre. Die Art und Weise, wie er seine Arbeit macht - das sieht gut aus."

Besonders bei einem für Scholes notwendigen Neuanfang mit einem Umdenken in der Transferpolitik sei Hasenhüttl der richtige Mann: "Es könnte eine gute Chance sein, etwas aufzubauen und den Dingen seinen Stempel aufzudrücken. Ich denke, er würde gut zu einer frischen, jungen, neuen Mannschaft passen."

Hasenhüttl kündigte jedoch in der vergangenen Woche an, dass er nach Ablauf seines Vertrags beim FC Southampton (2024) keinen anderen Verein mehr trainieren wolle. "Ich wollte mir immer beweisen, dass ich sehr wohl auch länger bei einem Verein arbeiten kann. Hier werden es hoffentlich fünfeinhalb Jahre werden, das ist im modernen Fußball eine verdammt lange Zeit, und dann war es das wahrscheinlich auch", sagte er dem kicker.

Nach Informationen von SPOX und GOAL ist Mauricio Pochettino der klare Favorit bei den Verantwortlichen von United. Der Argentinier steht bei seinem aktuellen Klub Paris Saint-Germain aktuell unter Druck und würde selbst gerne beim englischen Rekordmeister arbeiten.

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