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Fussball

Pep Guardiola kritisiert FA und macht sich für Revolution im Nachwuchsbereich stark

Von Tim Ursinus
Pep Guardiola hat die FA für die Begrenzung von drei Auswechslungen pro Spiel stark kritisiert.

Pep Guardiola hat die FA für die Begrenzung von drei Auswechslungen pro Spiel stark kritisiert. Außerdem machte sich der Trainer von Manchester City für eine Revolution im englischen Nachwuchsfußball stark.

"Selbst wenn auf der ganzen Welt fünf Wechsel erlaubt werden, gäbe es hier in England nur drei", sagte Guardiola auf der Pressekonferenz nach dem 6:1-Sieg der Skyblues im Carabao Cup gegen die Wycombe Wanderers mit ernster Stimme und schob nach: "Und das bei diesem Spielplan - das ist lächerlich. Darum verletzen sich auch viele Spieler, weil wir nicht fünfmal wechseln können."

Demnach würde "überall auf der Welt" auf die Gesundheit der Spieler geachtet werden, nur in England nicht, betonte der 50-Jährige: "Vielleicht können mir die großen Bosse, die cleveren Jungs, eines Tages erklären, warum das so ist."

Außerdem schlug er vor, dass die U23-Teams künftig in hochklassigen Ligen spielen sollen. Im League Cup hatten gegen den Drittligisten gleich fünf Nachwuchsspieler in der Startelf des ehemaligen Bayern-Trainers gestanden.

Guardiola: "So können wir sie nicht ausbilden"

"Sie haben den Rhythmus, weil sie mit uns trainieren. Ansonsten könnten sie nicht spielen", sagte Guardiola und führte aus: "Es wäre besser, wenn sie jede Woche gegen Wycombe und ihren legendären Stürmer (Adebayo Akinfenwa; Anm. d. Red.) spielen könnten. So können sich die Spieler am besten entwickeln. Sie sollten jeden Tag gegen Mannschaften aus der Championship oder League One spielen, nicht nur im Training mit uns gegen Spieler wie Jack (Grealish; Anm. d. Red.), Phil (Foden), Gabriel (Jesus) und Riyad (Mahrez). Das wäre das Beste für den englischen Fußball."

In England spielen die U23-Teams in einer separaten Liga. Es ist deshalb üblich, dass Top-Teams in den Pokalwettbewerben auf ihre Jugendspieler setzen, um diesen erste Erfahrungen im Profi-Fußball zu ermöglichen.

Die Spiele gegen 17- und 18-Jährige würden die Talente nicht weiterbringen. Beinahe jede Partie würde 4:0 oder 5:0 ausgehen, so Guardiola: "So können wir sie nicht ausbilden, das ist nicht gut für sie."

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