Kritik an Mohamed Salahs Abreise vom Afrika Cup: "Hätte auch mit einem Bein bei der Mannschaft bleiben sollen"

Von Falko Blöding
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© getty

Ägyptens Rekordnationalspieler Ahmed Hassan hat die Abreise von Liverpools Mohamed Salah vom Afrika Cup in der Elfenbeinküste kritisiert. Der Ex-Profi, der 184 Länderspiele bestritt, forderte, dass der Starstürmer "auch mit nur einem Bein" bei seiner Mannschaft hätte bleiben sollen.

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Salah hatte sich während der ersten Halbzeit des Auftaktspiels seiner Ägypter gegen Ghana (2:2) am Oberschenkel verletzt und musste ausgewechselt werden. Die Muskelblessur ist so schwer, dass der Rechtsaußen am Wochenende nach Liverpool zurückkehrte, um sich dort behandeln zu lassen.

Zunächst hieß es, dass Salah für ein mögliches Halbfinale zurückkehren könnte. Allerdings entpuppte sich die Blessur als schwerwiegender und angesichts einer Ausfallzeit von rund vier Wochen wird es kein Comeback bei dieser Afrikameisterschaft geben.

Hassan betonte im Mirror zunächst, dass er Salah in der Nationalmannschaft "immer unterstützt" habe. Dann aber kritisierte er: "Erlauben es die Regularien des AFCON eigentlich, dass ein Spieler das Turnier verlässt und später nochmal zurückkehrt? Er hätte die Möglichkeit gehabt, jemanden aus Liverpools Stab herzubringen und während des Turniers mit ihm zu arbeiten. Er ist der Kapitän. Er sollte bei der Mannschaft bleiben, auch wenn er nur noch ein Bein hätte, auf dem er stehen könnte."

"Er hat ja selbst immer wieder betont, dass es die ägyptische Nationalmannschaft ist und nicht Salahs Nationalmannschaft", so Hassan weiter.

Salah absolvierte bislang 96 Länderspiele für Ägypten und markierte darin 54 Treffer. Der 31-Jährige Liverpool-Star führt aktuell die Torjägerliste der Premier League mit 14 Treffern gemeinsam mit Erling Haaland (Manchester City) an.

Während Salah also in England an seiner Genesung arbeitet, hat sich Ägypten beim Afrika Cup mit drei Remis in drei Spielen in die K.o.-Runde gezittert. Der Gegner im Achtelfinale am Sonntag für den Finalisten der letzten Endrunde steht noch nicht fest.

"Wir haben Vertrauen in alle Spieler, die da sind. Sie müssen um den Titel kämpfen", so Hassan.