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Zertrümmerte Nase und Polizei-Einsatz: Das größte Skandalspiel der CL

 
Cesc Fabregas wird am 4. Mai 35 Jahre. Hört man seinen Namen, denkt man besonders an seine große Zeit bei Arsenal und Barca zurück - und an seine außergewöhnlichen Fähigkeiten am Ball. Doch wir blicken auf ein eher unrühmliches Kapitel des Monegassen.
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Cesc Fabregas wird am 4. Mai 35 Jahre. Hört man seinen Namen, denkt man besonders an seine große Zeit bei Arsenal und Barca zurück - und an seine außergewöhnlichen Fähigkeiten am Ball. Doch wir blicken auf ein eher unrühmliches Kapitel des Monegassen.
MANCHESTER UNITED - FC ARSENAL: An diesem 24. Oktober 2004 verloren die Gunners erstmals nach zuvor 49 unbesiegten Partien. Nach dem Spiel kam es im Kabinengang zu einem Gerangel und der sogenannten "Schlacht am Buffet". Mittendrin: Fabregas!
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MANCHESTER UNITED - FC ARSENAL: An diesem 24. Oktober 2004 verloren die Gunners erstmals nach zuvor 49 unbesiegten Partien. Nach dem Spiel kam es im Kabinengang zu einem Gerangel und der sogenannten "Schlacht am Buffet". Mittendrin: Fabregas!
Der Spanier verriet 13 Jahre später, dass er ein Stück Pizza geworfen und dabei United-Coach Ferguson an der Wange getroffen hat. Auslöser war ein umstrittenes Elfmeter-Tor von Ruud van Nistelrooy, der danach Arsenal-Trainer Arsene Wenger provozierte.
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Der Spanier verriet 13 Jahre später, dass er ein Stück Pizza geworfen und dabei United-Coach Ferguson an der Wange getroffen hat. Auslöser war ein umstrittenes Elfmeter-Tor von Ruud van Nistelrooy, der danach Arsenal-Trainer Arsene Wenger provozierte.
Wenger stürmte daraufhin auf Ferguson zu, das Unheil nahm seinen Lauf. So erinnert sich Fabregas: "Ich ging mit meinem Pizzastück aus der Kabine raus, um zu sehen, was los ist. Auf einmal sah ich, dass sich Sol Campbell, Rio Ferdinand, Martin Keown, ...
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Wenger stürmte daraufhin auf Ferguson zu, das Unheil nahm seinen Lauf. So erinnert sich Fabregas: "Ich ging mit meinem Pizzastück aus der Kabine raus, um zu sehen, was los ist. Auf einmal sah ich, dass sich Sol Campbell, Rio Ferdinand, Martin Keown, ...
...eigentlich jeder mit jedem schlug. Ich wusste nicht, wie ich eingreifen sollte und warf einfach mit der Pizza. Auf einmal sah ich, wen ich getroffen hatte, dabei hatte ich das nicht gewollt. Ich entschuldige mich, Sir Alex."
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...eigentlich jeder mit jedem schlug. Ich wusste nicht, wie ich eingreifen sollte und warf einfach mit der Pizza. Auf einmal sah ich, wen ich getroffen hatte, dabei hatte ich das nicht gewollt. Ich entschuldige mich, Sir Alex."
Fabregas' Pizza-Wurf und die Schlägerei zwischen United und Arsenal war jedoch nicht die einzige Keilerei zweier Mannschaften im Anschluss oder sogar noch während eines Spiels. Wir blicken auf weitere Ausschreitungen zurück.
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Fabregas' Pizza-Wurf und die Schlägerei zwischen United und Arsenal war jedoch nicht die einzige Keilerei zweier Mannschaften im Anschluss oder sogar noch während eines Spiels. Wir blicken auf weitere Ausschreitungen zurück.
FC VALENCIA - WERDER BREMEN: Am 7. Dezember 2004 gewann der SVW in der CL-Gruppenphase durch zwei späte Tore von Nelson Valdez mit 2:0 im Mestalla. Valencias Miguel Angel Angulo sah in der Schlussminute Rot.
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FC VALENCIA - WERDER BREMEN: Am 7. Dezember 2004 gewann der SVW in der CL-Gruppenphase durch zwei späte Tore von Nelson Valdez mit 2:0 im Mestalla. Valencias Miguel Angel Angulo sah in der Schlussminute Rot.
Die Gemüter erhitzt hatte nach Angaben der Ches der Bremer Jubel nach dem 1:0, als Valdez einen Golfspieler imitierte und Ivan Klasnic für ihn die Eckfahne anhob. Angulo spuckte Richtung Valdez, von den Tribünen flogen Wurfgeschosse auf den Platz.
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Die Gemüter erhitzt hatte nach Angaben der Ches der Bremer Jubel nach dem 1:0, als Valdez einen Golfspieler imitierte und Ivan Klasnic für ihn die Eckfahne anhob. Angulo spuckte Richtung Valdez, von den Tribünen flogen Wurfgeschosse auf den Platz.
Die spanische Presse klagte an, Tim Borowski habe dem Publikum den Stinkefinger gezeigt. Er wurde von Valencia-Spielern über den Platz gejagt. Carlos Marchena: "Die Bremer ließen jeden Respekt vor dem Publikum fehlen. Das darf man nicht tolerieren."
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Die spanische Presse klagte an, Tim Borowski habe dem Publikum den Stinkefinger gezeigt. Er wurde von Valencia-Spielern über den Platz gejagt. Carlos Marchena: "Die Bremer ließen jeden Respekt vor dem Publikum fehlen. Das darf man nicht tolerieren."
FC ARSENAL - MANCHESTER UNITED: Schon vor dem Anpfiff am 1. Februar 2005 gerieten Roy Keane und Gunners-Kapitän Patrick Vieira nach einem Streit zwischen dem Franzosen und Gary Neville aneinander. Keane stellte Vieira zur Rede.
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FC ARSENAL - MANCHESTER UNITED: Schon vor dem Anpfiff am 1. Februar 2005 gerieten Roy Keane und Gunners-Kapitän Patrick Vieira nach einem Streit zwischen dem Franzosen und Gary Neville aneinander. Keane stellte Vieira zur Rede.
2019 hat Darren Fletcher erzählt, was geschehen war: "Ich hörte, wie Gary in die Kabine gekommen ist und gesagt hat, dass ein paar Jungs von Arsenal ihn im Tunnel beleidigt hätten." Keane habe sich dann auf eigene Faust für eine Reaktion entschieden.
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2019 hat Darren Fletcher erzählt, was geschehen war: "Ich hörte, wie Gary in die Kabine gekommen ist und gesagt hat, dass ein paar Jungs von Arsenal ihn im Tunnel beleidigt hätten." Keane habe sich dann auf eigene Faust für eine Reaktion entschieden.
Fletcher: "Plötzlich legt sich Roy im Spielertunnel heftig mit Vieira an. Wenn man sich die Bilder anschaut, sieht es nicht so aus, als ob Roy die Kontrolle habe. Man sieht, dass die Arsenal-Spieler fast zu Vieira sagen, dass er es sein lassen soll."
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Fletcher: "Plötzlich legt sich Roy im Spielertunnel heftig mit Vieira an. Wenn man sich die Bilder anschaut, sieht es nicht so aus, als ob Roy die Kontrolle habe. Man sieht, dass die Arsenal-Spieler fast zu Vieira sagen, dass er es sein lassen soll."
Die Streithähne konnten am Ende getrennt und beruhigt werden. "Wir hätten ihn unterstützt, ganz egal, wobei. Und keiner von uns hätte ihn zurückgehalten. Niemals. Wir wussten aber, dass er cool und ruhig bleiben wird", sagte Fletcher. United siegte 4:2.
© getty
Die Streithähne konnten am Ende getrennt und beruhigt werden. "Wir hätten ihn unterstützt, ganz egal, wobei. Und keiner von uns hätte ihn zurückgehalten. Niemals. Wir wussten aber, dass er cool und ruhig bleiben wird", sagte Fletcher. United siegte 4:2.
FC VALENCIA - INTER MAILAND: Am 6. März 2007 zogen die Ches mit einem 0:0 ins CL-Viertelfinale ein, dennoch kam es nach Abpfiff zu einer Massenschlägerei. Carlos Marchena bekam sich mit Inter-Verteidiger Nicolas Burdisso in die Haare.
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FC VALENCIA - INTER MAILAND: Am 6. März 2007 zogen die Ches mit einem 0:0 ins CL-Viertelfinale ein, dennoch kam es nach Abpfiff zu einer Massenschlägerei. Carlos Marchena bekam sich mit Inter-Verteidiger Nicolas Burdisso in die Haare.
Spieler beider Mannschaften stürmten herbei und gingen mit Fausthieben und Fußtritten aufeinander los. Dabei zertrümmerte Valencias David Navarro Inter-Verteidiger Nicolas Burdisso mit einem Faustschlag die Nase.
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Spieler beider Mannschaften stürmten herbei und gingen mit Fausthieben und Fußtritten aufeinander los. Dabei zertrümmerte Valencias David Navarro Inter-Verteidiger Nicolas Burdisso mit einem Faustschlag die Nase.
Der Schläger ergriff die Flucht, wurde von mehreren Inter-Spielern verfolgt, schlug Haken wie ein Hase und konnte sich in die Umkleidekabine retten. Ein Masseur, der sich den Italienern entgegengestellt hatte, wurde zu Boden geschlagen.
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Der Schläger ergriff die Flucht, wurde von mehreren Inter-Spielern verfolgt, schlug Haken wie ein Hase und konnte sich in die Umkleidekabine retten. Ein Masseur, der sich den Italienern entgegengestellt hatte, wurde zu Boden geschlagen.
In den Katakomben fand die Prügelei eine Fortsetzung. Mehrere Inter-Fußballer versuchten, auf der Jagd nach Navarro in die Kabine der Valencianer zu gelangen. Spanische Polizisten bildeten eine Trennwand und konnten die Streithähne auseinander bringen.
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In den Katakomben fand die Prügelei eine Fortsetzung. Mehrere Inter-Fußballer versuchten, auf der Jagd nach Navarro in die Kabine der Valencianer zu gelangen. Spanische Polizisten bildeten eine Trennwand und konnten die Streithähne auseinander bringen.
Unter anderem hatte Luis Figo versucht, den Polizei-Riegel vor der Valencia-Kabine zu durchbrechen. Das wohl skandalträchtigste Spiel der CL-Geschichte ging unter dem Namen "die Schlacht vom Mestalla" in die Historie des Wettbewerbs ein.
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Unter anderem hatte Luis Figo versucht, den Polizei-Riegel vor der Valencia-Kabine zu durchbrechen. Das wohl skandalträchtigste Spiel der CL-Geschichte ging unter dem Namen "die Schlacht vom Mestalla" in die Historie des Wettbewerbs ein.
Die "Schlacht" hatte harte Konsequenzen: Navarro wurde für sieben Monate, Burdisso und Maicon für sechs Partien, Valencias Marchena für vier, Inters Cordoba für drei und Julio Cruz für zwei Spiele gesperrt.
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Die "Schlacht" hatte harte Konsequenzen: Navarro wurde für sieben Monate, Burdisso und Maicon für sechs Partien, Valencias Marchena für vier, Inters Cordoba für drei und Julio Cruz für zwei Spiele gesperrt.
OLYMPIQUE MARSEILLE - OLYMPIQUE LYON: Dieser Olympico am 18. März 2018 war besonders heiß, weil beide Teams um den letzten verbliebenen CL-Quali-Platz kämpften. OL gewann durch ein Tor von Memphis Depay in der letzten Minute mit 3:2.
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OLYMPIQUE MARSEILLE - OLYMPIQUE LYON: Dieser Olympico am 18. März 2018 war besonders heiß, weil beide Teams um den letzten verbliebenen CL-Quali-Platz kämpften. OL gewann durch ein Tor von Memphis Depay in der letzten Minute mit 3:2.
Dann ging es los: Bei einem letzten Freistoß griff Marseilles Adil Rami Marcelo hinter dem Rücken des Schiedsrichters an. Da artete es noch nicht aus, doch kurz darauf zeigte der Lyon-Verteidiger auf dem Weg in die Kabine die Rückseite seines Trikots.
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Dann ging es los: Bei einem letzten Freistoß griff Marseilles Adil Rami Marcelo hinter dem Rücken des Schiedsrichters an. Da artete es noch nicht aus, doch kurz darauf zeigte der Lyon-Verteidiger auf dem Weg in die Kabine die Rückseite seines Trikots.
Das brachte das Fass zum Überlaufen. Besonders Rami war wütend und musste von Teamkollegen zurückgehalten werden. Weitere Spieler beteiligten sich an der Auseinandersetzung, die sich zu einer Massenschlägerei entwickelte. Die Szene war unübersichtlich.
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Das brachte das Fass zum Überlaufen. Besonders Rami war wütend und musste von Teamkollegen zurückgehalten werden. Weitere Spieler beteiligten sich an der Auseinandersetzung, die sich zu einer Massenschlägerei entwickelte. Die Szene war unübersichtlich.
Die Disziplinarkommission der Ligue 1 entschied: 2 Spiele Sperre auf Bewährung für Marcelo, 3 Spiele Sperre für Rami und Lyons Anthony Lopes. Die untere Südtribüne im OM-Stadion wurde für ein Spiel gesperrt und beide Vereine mussten 10.000 Euro zahlen.
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Die Disziplinarkommission der Ligue 1 entschied: 2 Spiele Sperre auf Bewährung für Marcelo, 3 Spiele Sperre für Rami und Lyons Anthony Lopes. Die untere Südtribüne im OM-Stadion wurde für ein Spiel gesperrt und beide Vereine mussten 10.000 Euro zahlen.
GREMIO - INTERNACIONAL: Am 13. März 2020 trafen zum ersten Mal überhaupt die beiden Teams aus Porto Alegre in der Copa Libertadores aufeinander. Das Spiel endete 0:0 - aber nach insgesamt 8 Roten Karten erst nach 106 Minuten. Was war passiert?
© getty
GREMIO - INTERNACIONAL: Am 13. März 2020 trafen zum ersten Mal überhaupt die beiden Teams aus Porto Alegre in der Copa Libertadores aufeinander. Das Spiel endete 0:0 - aber nach insgesamt 8 Roten Karten erst nach 106 Minuten. Was war passiert?
Ein Gerangel zwischen den Spielern Moises und Pepe löste eine Schlägerei aus, die der Schiri unter Kontrolle zu bringen versuchte. Das schien zu klappen, doch dann flogen erneut die Fetzen und Auswechselspieler und Betreuer mischten sich ein.
© getty
Ein Gerangel zwischen den Spielern Moises und Pepe löste eine Schlägerei aus, die der Schiri unter Kontrolle zu bringen versuchte. Das schien zu klappen, doch dann flogen erneut die Fetzen und Auswechselspieler und Betreuer mischten sich ein.
Die Folge: gleich mehrere Rudelbildungen auf dem gesamten Platz. Als sich die Gemüter beruhigten, zückte Schiedsrichter Rapallini die Karten - sechs für Spieler auf dem Feld und je eine für Auswechselspieler beider Mannschaften.
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Die Folge: gleich mehrere Rudelbildungen auf dem gesamten Platz. Als sich die Gemüter beruhigten, zückte Schiedsrichter Rapallini die Karten - sechs für Spieler auf dem Feld und je eine für Auswechselspieler beider Mannschaften.
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