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Fussball

Wie ein falscher Flughafen einst den Transfer von Jadon Sancho zu RB Leipzig torpedierte

Von Stanislav Schupp
Wegen eines Missverständnisses verpasste Ralf Rangnick ein regelrechter Transfer-Coup.

Bevor Jadon Sancho 2017 zum BVB wechselte war Leipzig ebenfalls heiß auf den Youngster. Doch ein kurioser Navigationsfehler war im Werben um Sancho, der mittlerweile bei Manchester United spielt, wenig hilfreich.

"Wir freuen uns sehr, dass Jadon Sancho, der zur Zeit eines der größten Talente im europäischen Fußball ist, unbedingt beim BVB spielen will und wird", ließ Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc im Sommer 2017 im Rahmen der Transferverkündung in einer offiziellen Pressemitteilung verlauten: "Wir sind überzeugt, dass wir diesem noch sehr jungen Spieler dabei helfen können, sein Spiel weiterzuentwickeln und mittelfristig eine echte Bereicherung für unser Team zu werden."

Knapp acht Millionen Euro war der damals 17-Jährige den Bossen wert - und die sollten sich lohnen. In 137 Spielen beim BVB erzielte Sancho 50 Tore und bereitete 64 weitere Treffer vor, im Sommer wurde er dann nach vier erfolgreichen Jahren bei Dortmund für 85 Millionen Euro an Manchester United verkauft

Womöglich wusste Zorc zum Zeitpunkt seiner Aussage noch genau, dass die Borussia im Rennen um das begehrte Talent zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Das in jenem Jahr ebenfalls interessierte RB Leipzig konnte dies zumindest nicht von sich behaupten - kuriose Umstände ließen den Deal platzen.

Lost in London: Ralf Rangnick kam zu spät zum Sancho-Treffen

Dabei hatten sich die Sachsen in Person des damaligen Sportdirektors Ralf Rangnick mächtig ins Zeug gelegt, organisierten nach Informationen der Bild einen Privatjet, um Sancho in London persönlich anzutreffen. Doch all das half bekanntlich nichts, denn der 62-Jährige landete am falschen Flughafen.

Folglich musste sich Rangnick im Taxi knapp eine Stunde durch das Verkehrschaos der englischen Metropole kämpfen und kam letztlich zu spät zum vereinbarten Treffen mit dem Rechtsfuß. Das Gespräch fand zwar statt, doch Sancho erteilte den Avancen der Leipziger eine Absage.
Bild: Imago Images

Wiederkehrendes Muster: BVB schnappte Leipzig die Spieler weg

Sancho sollte allerdings nicht der einzige Akteur bleiben, bei dem RB im Duell mit den Westfalen den Kürzeren zog. Die Bild nennt darüber hinaus den heutigen Barcelona-Profi Ousmane Dembele, Maximilian Philipp oder Christian Pulisic als Leipziger Transferziele, die allesamt zum BVB gingen.

Geschäftsführer Oliver Mintzlaff bestätigte zudem die Bemühungen um Julian Brandt und Erling Haaland im Oktober offiziell. Letzterer schlug bekanntlich ebenfalls auf Anhieb bei den Schwarz-Gelben ein.

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