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Fussball

Disco im eigenen Haus, Suff vor Training: Das wilde Leben von Ronaldo und Ronaldinho

Von Chris Lugert
Ronaldo (l.) und Ronaldinho gehörten zu den besten Spielern ihrer Zeit.

Anfang des Jahrtausends prägten gleich mehrere brasilianische Ausnahmespieler das Geschehen im Weltfußball. Ob Ronaldinho, Roberto Carlos, Cafu oder natürlich Ronaldo - sie alle galten auf ihren Positionen als Maßstab für alle anderen Spieler auf diesem Planeten.

In einer Zeit ohne soziale Medien konnten die Stars jedoch auch noch Menschen sein - zumindest mehr, als es heute teilweise der Fall ist. Taucht heute ein prominenter Spieler bei einer Party auf, landen Bilder davon im Handumdrehen im Internet. Damals gab es solche Bilder kaum - was aber nicht daran lag, dass es keine solchen Partys gab.

Ganz im Gegenteil: Die brasilianischen Superstars wussten ganz genau, wie man feiert. Das verriet der frühere Bundesligaprofi Ze Roberto einst in einem Interview. "Ronaldo war ein Partymensch", sagte Ze Roberto zu TyC Sports. Doch so sehr, wie "O fenomeno" abseits des Platzes auf den Putz haute, so professionell war er als Fußballer.

"Er ging abends raus und kam am nächsten Morgen fast ohne Schlaf zum Training. Das war unglaublich - vor allem, weil er ja auch ein paar Gläser trank und dennoch wie ein Tier trainierte", schilderte Ze Roberto. Zwar spielten der frühere Leverkusen- sowie Bayern-Profi und Ronaldo nie zusammen im Verein, doch beide kannten sich gut aus der Nationalmannschaft.

Ze Roberto: "Beste Nationalmannschaft aller Zeiten"

Der Stürmer sei jedoch nicht der einzige Partygänger gewesen. "Ronaldinho hatte eine eigene Diskothek in seinem Haus. Ich wurde so oft zu Partys eingeladen, habe mich aber immer dagegen entschieden", erklärte Ze Roberto, der noch bis zu seinem Karriereende im Alter von 43 Jahren topfit war.

Dennoch kann er sich eine gewisse Wehmut nicht verkneifen, wenn er auf die WM 2006 blickt. Denn der Fokus auf den Fußball sei damals "ein wenig" verloren gegangen. Die brasilianische Mannschaft bei der WM in Deutschland sei "die beste Nationalmannschaft aller Zeiten" gewesen, "aber wir waren nicht konzentriert genug". Brasilien schied damals im Viertelfinale gegen Frankreich aus.

 

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