Rijkaard, Totti, Pinola und Co: Die Lamas der Fußball-Geschichte

 
Am 24. Juni vor exakt 30 Jahren spukte der Niederländer Frank Rijkaard beim WM-Achtelfinale (2:1 für Deutschland) seinen Gegenspieler Rudi Völler an. Er avancierte damit zur "Mutter aller Fußball-Lamas". Wer sind seine Nachfolger?
© imago images / Sven Simon
Am 24. Juni vor exakt 30 Jahren spukte der Niederländer Frank Rijkaard beim WM-Achtelfinale (2:1 für Deutschland) seinen Gegenspieler Rudi Völler an. Er avancierte damit zur "Mutter aller Fußball-Lamas". Wer sind seine Nachfolger?
JOSE LUIS CHILAVERT: Nach einem Qualifikationsspiel für die WM 2002 zwischen Paraguay und Brasilien (0:2) will Roberto Carlos dem legendären Keeper die Hand geben – doch der spuckte ihm nur ins Gesicht.
© imago images / Stellan Danielsson
JOSE LUIS CHILAVERT: Nach einem Qualifikationsspiel für die WM 2002 zwischen Paraguay und Brasilien (0:2) will Roberto Carlos dem legendären Keeper die Hand geben – doch der spuckte ihm nur ins Gesicht.
Warum? "Dieser Zwerg hat nach einem Foul zu mir gerufen: 'Steh' auf, Indio!' Und nach ihrem Tor hat er sich zwischen die Beine gegriffen, um mich zu provozieren. Da habe ich mich verteidigt und ihn angespuckt."
© imago images / Laci Perenyi
Warum? "Dieser Zwerg hat nach einem Foul zu mir gerufen: 'Steh' auf, Indio!' Und nach ihrem Tor hat er sich zwischen die Beine gegriffen, um mich zu provozieren. Da habe ich mich verteidigt und ihn angespuckt."
ALEXANDER FREI: Bei der EM 2004 spuckte der Schweizer Alexander Frei seinen Gegenspieler Steven Gerrard an und wurde dafür für drei Spiele gesperrt.
© imago images / Ulmer
ALEXANDER FREI: Bei der EM 2004 spuckte der Schweizer Alexander Frei seinen Gegenspieler Steven Gerrard an und wurde dafür für drei Spiele gesperrt.
FRANCESCO TOTTI: Selbe EM, selbes Vergehen, selbe Strafe. Roma-Legende Totti bespuckte bei Italiens Vorrundenspiel gegen Dänemark Christian Poulsen.
© imago images / Ulmer
FRANCESCO TOTTI: Selbe EM, selbes Vergehen, selbe Strafe. Roma-Legende Totti bespuckte bei Italiens Vorrundenspiel gegen Dänemark Christian Poulsen.
"Ich bin tief betroffen und bitte um Verzeihung. Ich erkenne mich auf diesen Bildern gar nicht wieder, das ist nicht der echte Francesco", sagte Totti danach.
© imago images / Ulmer
"Ich bin tief betroffen und bitte um Verzeihung. Ich erkenne mich auf diesen Bildern gar nicht wieder, das ist nicht der echte Francesco", sagte Totti danach.
JAVIER PINOLA: Bei einem bayerischen Derby im Jahr 2010 zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem FC Bayern München bespuckte Club-Legende Javier Pinola sein Münchner Legenden-Gegenstück Bastian Schweinsteiger.
© imago images / Schiffmann
JAVIER PINOLA: Bei einem bayerischen Derby im Jahr 2010 zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem FC Bayern München bespuckte Club-Legende Javier Pinola sein Münchner Legenden-Gegenstück Bastian Schweinsteiger.
"Sowas Respektloses habe ich noch nie erlebt", verkündete Schweinsteiger nach dem Spiel. Pinola gab sich einsichtig: "Das war der größte Fehler in meiner ganzen Karriere, eine Scheiß-Aktion, für die ich mich sehr schäme."
© imago images / Bernd Müller
"Sowas Respektloses habe ich noch nie erlebt", verkündete Schweinsteiger nach dem Spiel. Pinola gab sich einsichtig: "Das war der größte Fehler in meiner ganzen Karriere, eine Scheiß-Aktion, für die ich mich sehr schäme."
DOUGLAS COSTA: Bei einem 2:1-Sieg gegen US Sassuolo im Herbst 2018 tickte der Ex-Bayer im Trikot von Juventus Turin komplett aus. Zuerst schlug er seinem Gegenspieler Federico di Francesco mit dem Ellenbogen, dann gab er ihm einen Kopfstoß …
© imago images / Giuliano Marchisciano
DOUGLAS COSTA: Bei einem 2:1-Sieg gegen US Sassuolo im Herbst 2018 tickte der Ex-Bayer im Trikot von Juventus Turin komplett aus. Zuerst schlug er seinem Gegenspieler Federico di Francesco mit dem Ellenbogen, dann gab er ihm einen Kopfstoß …
… ehe er den Schiedsrichter anspuckte. Dieser stellte Costa vom Platz, anschließend wurde er für vier Partien gesperrt.
© imago images / Andrea Staccioli
… ehe er den Schiedsrichter anspuckte. Dieser stellte Costa vom Platz, anschließend wurde er für vier Partien gesperrt.
EDIN DZEKO: Ein weiterer ehemaliger Bundesligaspieler, der in Italien zum Lama mutierte und einen Schiedsrichter attackierte. Und zwar Anfang 2019 bei einer 1:7-Pleite seiner AS Roma beim AC Florenz.
© imago images / Andrea Staccioli
EDIN DZEKO: Ein weiterer ehemaliger Bundesligaspieler, der in Italien zum Lama mutierte und einen Schiedsrichter attackierte. Und zwar Anfang 2019 bei einer 1:7-Pleite seiner AS Roma beim AC Florenz.
SANTIAGO ASCACIBAR: Bei einem Spiel gegen Bayer Leverkusen im April 2019 spuckte der heutige Hertha-Spieler, damals noch im Trikot des VfB Stuttgart, in Richtung seines Gegenspielers Kai Havertz.
© imago images / Michael Weber
SANTIAGO ASCACIBAR: Bei einem Spiel gegen Bayer Leverkusen im April 2019 spuckte der heutige Hertha-Spieler, damals noch im Trikot des VfB Stuttgart, in Richtung seines Gegenspielers Kai Havertz.
"Ich habe mich für mein Verhalten beim Verein und der Mannschaft entschuldigt. Natürlich gilt meine Entschuldigung auch meinem Gegenspieler Kai Havertz. Auch wenn ich zuvor provoziert wurde, darf mir so etwas nicht passieren", sagte er.
© imago images / Sportfoto Rudel
"Ich habe mich für mein Verhalten beim Verein und der Mannschaft entschuldigt. Natürlich gilt meine Entschuldigung auch meinem Gegenspieler Kai Havertz. Auch wenn ich zuvor provoziert wurde, darf mir so etwas nicht passieren", sagte er.
AUGUSTINE EJANGUE: Spuck-Attacken sind nicht nur Männer-Sache. Bei der Frauen-WM 2019 spuckte Kameruns Ejangue ihrer englischen Gegenspielern Toni Duggan auf den Arm. Eine Karte gab es dafür nicht.
© imago images / Xinhua
AUGUSTINE EJANGUE: Spuck-Attacken sind nicht nur Männer-Sache. Bei der Frauen-WM 2019 spuckte Kameruns Ejangue ihrer englischen Gegenspielern Toni Duggan auf den Arm. Eine Karte gab es dafür nicht.
Das war übrigens nicht der einzige Aufreger dieses Spiels: Wegen eines vermeintlichen Abseitstores Englands weigerten sich die kamerunischen Damen zwischenzeitlich, weiterzuspielen.
© imago images / Xinhua
Das war übrigens nicht der einzige Aufreger dieses Spiels: Wegen eines vermeintlichen Abseitstores Englands weigerten sich die kamerunischen Damen zwischenzeitlich, weiterzuspielen.
BERNARD LAMA: Er spuckte zwar niemanden an, darf dank seines Nachnamens in dieser Liste jedoch nicht fehlen. Lama stand in den 1990er Jahren im Tor von Paris Saint-Germain und machte 44 Spiele für die französische Nationalelf.
© imago images / Sven Simon
BERNARD LAMA: Er spuckte zwar niemanden an, darf dank seines Nachnamens in dieser Liste jedoch nicht fehlen. Lama stand in den 1990er Jahren im Tor von Paris Saint-Germain und machte 44 Spiele für die französische Nationalelf.
1 / 1
Werbung
Werbung