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Fussball

Mit Eleganz gegen die Maschine

Von Thomas Gaber / Christian Bernhard
© Getty

München - 2001 erfüllte sich Francesco Totti seinen Lebenstraum. Der gebürtige Römer holte mit seiner Roma den Meistertitel.

Seitdem buhlen jedes Jahr große europäische Mannschaften um Tottis Dienste. Milan und Real Madrid boten abwechselnd schwindelerregende Ablösesummen und fürstliche Gehälter für Totti.

Doch der unumstrittene Liebling der Roma-Fans spielt immer noch in der Hauptstadt und will seine Karriere dort auch beenden. "Ich liebe diese Stadt, diesen Verein und diese Fans. Mich zieht hier nichts weg", hat Totti einmal gesagt.

Der vierte Scudetto soll her

Aber auch Totti spielt Fußball, um Trophäen zu sammeln. Nach dem WM-Titel 2006 und dem Gewinn der Coppa Italia in der letzten Saison soll es jetzt wieder der Scudetto sein. Und die Chancen sind so realistisch wie selten.

Nach fünf Spieltagen steht der AS Rom an der Spitze der Serie A und viele Experten trauen der Mannschaft von Trainer Luciano Spalletti den erst vierten Meistertitel nach 1942, 1983 und 2001 zu.

Am 6. Spieltag kann die Roma beweisen, was in ihr steckt. Der Tabellenzweite Inter Mailand macht im Stadio Olimpico seine Aufwartung (18 Uhr im LIVE-Ticker).

Totti und Ibrahimovic im Mittelpunkt

Dabei stehen zwei Spieler im Mittelpunkt. Auf Römer Seite wie immer Totti und bei Inter Zlatan Ibrahimovic. Der Schwede erzielte in den letzten beiden Spielen vier Tore.

Ibrahimovic will von einem Privatduell mit Totti aber nichts wissen. "Das Spiel ist nicht Totti gegen Ibrahimovic, sondern nur Roma gegen Inter, weil große Mannschaften nicht von einem einzigen Spieler abhängig sind."

Sein Trainer sieht das etwas anders. "Ein Geniestreich eines Ausnahmespielers könnte das Spiel entscheiden. Wir wissen alle, was Totti kann. Ibrahimovic kann sich noch in einigen Dingen verbessern", erklärte Alberto Mancini.

Psychospielchen von Mancini

Seine Elf werde in jedem Fall "mit breiter Brust antreten." "Wir denken einfach an die 22 Punkte Vorsprung aus der letzten Saison. Das sollte genügen, um ein gutes Spiel abzuliefern", so Mancini.

Spalletti glaubt ebenfalls, "dass die Psyche eine wichtige Rolle spielen wird."

Der Roma-Coach erwartet ein Inter-Team, das "sehr körperbetont spielen wird. Wir ziehen schnellen Kombinationsfußball vor und ich hoffe, dass das den Ausschlag für uns geben wird."

"Wollen die Fans nicht enttäuschen"

Denn ein Roma-Sieg sei für das eigene Publikum enorm wichtig, so Spalletti. "Wir wollen sie nicht enttäuschen. Die Fans spielen in Rom eine sehr wichtige Rolle."

Zuletzt begeisterte die Roma seine Anhänger, wenn es gegen Inter ging. Im Pokalfinal-Hinspiel schickte der AS die Nerazzurri mit 6:2 zurück in die Lombardei.

Im Supercup-Endspiel Ende August gewann Rom zwar nur 1:0, war aber 90 Minuten spielerisch haushoch überlegen.

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