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Fussball

Dortmund spaziert in die K.o.-Runde

Gegen Qäbälä durften Aubameyang & Co. nach Belieben zaubern
© getty

Borussia Dortmund hat am 4. Spieltag der Europa League den Einzug ins Sechzehntelfinale unter Dach und Fach gebracht. Gegen den FK Qäbälä siegte die Truppe von Thomas Tuchel mühelos mit 4:0 (2:0).

Vor 57.009 Zuschauern im Signal Iduna Park sorgte Marco Reus nach einer knappen halben Stunde für die verdiente Führung der drückend überlegenen Dortmunder (28.). Pierre-Emerick Aubameyang sorgte mit dem Halbzeitpfiff für die frühe Vorentscheidung (45.).

Ein Eigentor von Sergei Zenjov (67.) und ein Traumtor von Henrikh Mkhitaryan (68.) stellten den 4:0-Endstand her.

Marco Reus musste mit Leistenbeschwerden zur Pause in der Kabine bleiben.

Mit dem Dreier thront der BVB weiterhin an der Spitze der Gruppe C und steht nach dem Sieg von Krasnodar gegen PAOK mit zehn Zählern auf jeden Fall im Sechzehntelfinale.

Die Reaktionen:

Thomas Tuchel (Trainer Dortmund) zum Spiel: "Trotz des Spiels gegen Schalke haben wir die Einstellung gefunden, um mit der nötigen Aufmerksamkeit und dem nötigen Respekt aufzutreten. Sicherlich war die Anspannung eine andere als im Derby, aber es war wichtig, angesichts der Konstellation Leistung zu bringen. Und das haben wir geschafft."

Tuchel zu Reus' Verletzung: "Es besteht Anlass zur Sorge. Es ist nicht selbstverständlich, dass es bis Sonntag klappt."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Nach dem 3:1 gegen Werder Bremen in der Liga würfelt Thomas Tuchel den BVB auf fünf Positionen durch. Für den gesperrten Sokratis, Park, Gündogan und Kagawa beginnen Piszczek, Bender, Schmelzer und Castro. Im Tor macht Bürki Platz für Weidenfeller.

Qäbälä-Coach Roman Grygorchuk muss im Vergleich zum Hinspiel auf den am Fuß verletzten Stammkeeper Bezotosnyi verzichten, für den Pietrzkiewicz zwischen den Pfosten steht. Santos ersetzt zudem Pereyra.

11.: Starker Angriff der Borussia über links. Castro schickt Schmelzer an die Grundlinie, die Flanke des Außenverteidigers kann Qäbälä-Keeper Pietrzkiewicz nur in den Rückraum boxen. Mkhitaryan nimmt die hoppelnde Kugel direkt, semmelt das Leder aber aus 14 Metern übers Tor.

16.: Wieder leitet Castro einen Angriff ein, dieses Mal bedient er Aubameyang, der auf der rechten Seite durchlaufen und sich frei vor dem Keeper aus zehn Metern versuchen darf. Pietrzkiewicz wehrt den unpräzisen Schuss aber ab, den Nachschuss setzt Castro neben das Gehäuse.

28., 1:0, Reus: Doppelpass Reus und Mkhitaryan auf der linken Seite. Reus macht sich mit einer Körpertäuschung am Sechzehner Platz, geht noch zwei Schritte und trifft eiskalt links unten. Keine Chance für Pietrzkiewicz!

44.: Der BVB legt sich die Gäste zurecht, ehe Piszczek nach einer ewigen Passstafette eine scharfe Hereingabe von rechts vor den Kasten bringt. Mkhitaryan scheitert aus wenigen Metern an einer Fußabwehr von Pietrzkiewicz, im zweiten Anlauf schießt Ginter den Ball aus aussichtsreicher Position aus dem Stadion.

45., 2:0, Aubameyang: Qäbälä kommt, verliert den Ball - und der BVB nutzt den Platz! Santos trabt schuljungenmäßig neben Aubameyang her, der links in den Sechzehner geht und mit Hilfe des Innenpfostens ins kurze Eck trifft.

56.: Schmelzer bringt die Kugel von links an den kurzen Pfosten, wo Mkhitaryan dazwischen geht und die Pille aus kurzer Distanz ans Aluminium setzt.

67., 3:0, Zenjov (Eigentor): Der eingewechselte Januzaj bringt eine Ecke von rechts an den ersten Pfosten, wo Zenjov unglücklich in die Kugel springt und selbige im eigenen Kasten unterbringt

68., 4:0, Mkhitaryan: Wusch! Piszczek steckt halbrechts zu Mkhitaryan durch, der Armenier trifft mit voller Gewalt sehenswert per Unterkante Latte!

Fazit: Müheloser Sieg des BVB gegen einen Gegner, der keiner war.

Der Star des Spiels: Henrikh Mkhitaryan war der auffälligste Offensivakteur des BVB. Legte zwei Buden auf, traf selbst und hatte zudem zwei Pfostentreffer.

Der Flop des Spiels: Dawid Pietrzkiewicz rutschte ob einer Fußverletzung des Stammkeepers ins Team, strahlte aber zu keiner Zeit Sicherheit aus. Ließ beinahe jeden Schuss prallen und verursachte so mehrere gute Chancen für den BVB. Sah zudem beim vorentscheidenden 0:2 ganz schlecht aus.

Der Schiedsrichter: Sebastien Delferiere (Belgien) ohne Fehl und Tadel in einer Partie ohne Aufreger.

Das fiel auf:

  • Die Gäste vom Anpfiff weg in allen Belangen hoffnungslos unterlegen. Dem BVB musste sich kein Bein ausreißen, um Qäbälä zu jeder Zeit des Spiels zu kontrollieren. 70 Prozent Ballbesitz, 60 Prozent Zweikämpfe und 19:2 Torschüsse alleine in Hälfte eins sprechen eine deutliche Sprache.
  • Sobald sich der BVB ohne Ball in der Offensive gut bewegte, kam der Gast aus Aserbaidschan ins Schwimmen. Trotz zeitweise fünf Mann in letzter Linie und einer weiteren Defensivreihe davor taten sich für die Borussen immer wieder gefährliche Räume auf, die Schwarzgelb mit guten Kombinationsspiel auch nutzen konnte.
  • In der Defensive überraschte Thomas Tuchel mit der Maßnahme, Bender in der Grundformation als Innenverteidiger in der Viererkette aufzustellen und dafür Ginter ins defensive Mittelfeld zu beordern. Bei Ballbesitz BVB schoben die Außenverteidiger Piszczek und Schmelzer allerdings extrem weit nach vorne, so dass in der Verteidigung eine Dreierkette, bestehend aus Hummels, Bender und Ginter entstand.
  • Nach der Pause drückte der BVB weiter aufs Tempo und verlor auch nach mehreren Wechseln nicht den Faden. Mit einer besseren Chancenverwertung hätte Dortmund noch wesentlich höher gewinnen können.

Borussia Dortmund - FC Qäbälä: Die Statistik zum Spiel

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