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Fussball

Bayer-Schongang vor Spitzenspiel gegen Mainz

SID
Die bessere B-Elf von Bayer holte einen Punkt im Hexenkessel von Saloniki
© Getty

Jupp Heynckes hatte in Saloniki bereits das Spitzenspiel gegen Mainz 05 im Hinterkopf. So herrschte bei Bayer Leverkusen Zufriedenheit über das trostlose 0:0.

Mit der Dienstreise nach Griechenland wollte sich Jupp Heynckes nicht länger als nötig beschäftigen. "Wir haben ein wichtiges Spiel gegen Mainz vor uns. Die haben keine Schwächen und stehen zu Recht da oben. Ich musste ein Risiko eingehen", sagte der Coach von Bayer Leverkusen unmittelbar nach der gähnend langweiligen Nullnummer bei Aris Saloniki in der Europa League und richtete seinen Blick bereits auf das Spitzenspiel gegen den Bundesliga-Zweiten am Sonntag.

Angesichts des kräftezehrenden Programms erlaubte sich Heynckes den Luxus und schickte im Kleanthis-Vikelidis-Stadion eine bessere B-Elf auf den Platz. "Wir haben durch die vielen Ausfälle große Probleme. Da muss man nicht nur rotieren, sondern auch dosieren", erklärte der Fußball-Fachmann und verwies auf das Mammutprogramm von sieben Spielen in 23 Tagen.

Sechs Veränderungen

So hatte Heynckes seine Elf auf sechs Positionen verändert und Spielern wie Domagoj Vida, Burak Kaplan oder Nicolai Jörgensen eine Chance gegeben.

"Wenn sich noch mehr verletzen, müssen sie sowieso ran", ergänzte Heynckes. Wohl wahr, denn die Verletztenliste wird nicht kleiner.

Neben den länger zum Zuschauen verurteilten Stars Michael Ballack, Stefan Kießling, Renato Augusto und Gonzalo Castro hatte sich bereits vor dem Spiel auch Sami Hyypiä mit einer Knöchelverletzung gesellt. Der Einsatz des Finnen im Spiel gegen Mainz ist unwahrscheinlich.

Fußballerisch war denn auch nicht allzu viel zu erwarten von Bayer. Eine Torchance von Michal Kadlec per Freistoß, mehr hatte die Werkself nicht zu bieten. Da auch die Bayer-Defensive ihre Hausaufgaben machte, erlebte Bayer-Sportchef Völler ein derart "langweiliges Spiel, wie ich es schon lange nicht mehr gesehen habe".

Bayer weiter Tabellenführer

Mit der Ausbeute konnte Völler freilich leben. Mit fünf Punkten bleibt Bayer Tabellenführer in Gruppe B. Und mit zwei Auftritten vor heimischer Kulisse in den drei noch ausstehenden Gruppenspielen haben die Rheinländer ihr Schicksal im Europacup selbst in der Hand. "Wir sind weiter ungeschlagen. Wichtig war, dass wir nicht verloren haben", sagte Kapitän Simon Rolfes und brachte es auf den Punkt.

Auch Rolfes war in den Genuss gekommen, erstmals nach seiner langen Verletzungspause wieder von Beginn an spielen zu dürfen. Und seine Aufgabe erledigte der Nationalspieler mit altbekannter Zuverlässigkeit.

Gut möglich, dass er auch gegen Mainz wieder aufläuft. "Ich bin gespannt, wie die Mainzer nach der Niederlage reagieren werden. Das wird auf jeden Fall ein anderes Spiel sein. Da werden wir auch wieder mehr Räume haben", sagte der 28-Jährige.

Aris Saloniki - Bayer Leverkusen: Daten zum Spiel

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