Fussball

Siege im Gepäck, Skepsis in den Köpfen - Europa-League-Trio spürt Druck

SID
Eintracht Frankfurt gewann das Hinspiel gegen Salzburg mit 4:1.

Mit Heimsiegen im Gepäck sind Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg zu den Rückspielen in der Europa-League-Zwischenrunde (live auf DAZN) unterwegs. Aber nicht einmal die Hessen, die vor einer Woche RB Salzburg mit 4:1 überrannten, gehen sorgenfrei auf den Platz

Drei Heimsiege im Gepäck und trotzdem Skepsis in den Köpfen: Das deutsche Trio in der Europa League mit Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg will und muss sich am Donnerstag den Einzug ins Achtelfinale hart erkämpfen. Selbst die Hessen, die im Hinspiel RB Salzburg deutlich mit 4:1 bezwangen, wollen sich vor der Partie in Österreich (21.00 Uhr live auf DAZN) bloß nicht zu früh freuen.

"Warnen muss man immer. Wenn wir so wie in der ersten Halbzeit gegen Union Berlin spielen, wird es ganz schwer", sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter. Und der Österreicher muss es am besten wissen, denn der Coach war schon selbst als Spieler und Trainer für die Salzburger tätig.

Rudi Völler: "2:1 ist ein gefährliches Ergebnis"

Und der ehemalige Nationalspieler ist mit seiner Skepsis nicht allein, die 1:2-Heimniederlage des letztjährigen Halbfinalisten am Montag gegen Liganeuling Union Berlin hat Verunsicherung bei den Profis hinterlassen. Routinier Makoto Hasebe: "Uns fehlt die Konstanz. Wir sind noch nicht durch, die Sache ist noch nicht entschieden."

Was natürlich auch für die Situation in Leverkusen gilt. Denn der 2:1-Hinspielsieg gegen den Porto ist gegen den Champions-League-Sieger von 2004 alles andere als eine sichere Bank für das Erreichen der nächsten Runde. In der Liga gewannen die Portugiesen zehn von elf Heimspielen und kassierten dabei nur fünf Gegentore.

"2:1 ist ein gefährliches Ergebnis, es wird einen offenen Schlagabtausch geben", prophezeit Bayer-Sportgeschäftsführer Rudi Völler vor dem Match (18.55 Uhr live auf DAZN). Nur auf die Defensive zu setzen, ist auch für Sven Bender keine ernsthafte Option.

"Auf ein 0:0 zu spielen wäre schwachsinnig. Wir spielen ganz klar auf Sieg", kündigte der erfahrene Innenverteidiger an. Allerdings fehlen in Porto Angreifer Kevin Volland (Syndesmose-OP) und der grippekranke chilenische Mittelfeldstar Charles Aranguiz.

Wolfsburg fürchtet die hitzige Atmosphäre

Fast mehr als den Gegner Malmö FF fürchtet man beim VfL Wolfsburg vor dem Gastspiel in Schweden (18.55 Uhr live auf DAZN) die zu erwartende hitzige Atmosphäre im mit 20.500 Zuschauern ausverkauften Eleda Stadion, in dem schon Papst Franziskus eine Messe zelebrierte. "Es wird intensiv, robust und laut werden", sagte VfL-Sportchef Jörg Schmadtke dem Sportbuzzer.

Malmös deutscher Ex-Trainer Uwe Rösler, mittlerweile bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag, erwartet ebenso eine schwierige Atmosphäre für die Gäste: "Der Kessel wird kochen." Ganz anders beim 2:1-Hinspielerfolg der Niedersachsen, bei dem 13.801 Besucher die Volkswagen-Arena nicht einmal zur Hälfte füllten.

Gar keine Zuschauer sind wegen des in Italien grassierenden Coronavirus im Giuseppe-Meazza-Stadion zwischen Inter Mailand und Ludogorez Rasgrad zugelassen. Das Hinspiel hatten die Lombarden in Bulgarien mit 2:0 gewonnen. Alle weiteren 15 Begegnungen unterliegen keinerlei Publikumseinschränkungen.

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