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Europa League: Basaksehir - Borussia Mönchengladbach 1:1: Herrmann rettet Fohlen späten Punkt in Istanbul

SID
Dank des eingewechselten Patrick Herrmann sicherte sich die Borussia einen Punkt in Istanbul.

Borussia Mönchengladbach hat dank Joker Patrick Herrmann im zweiten Gruppenspiel der Europa League eine weitere Blamage vermieden. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose kam beim türkischen Vizemeister Istanbul Basaksehir nach dem Last-Minute-Treffer des eingewechselten Flügelspielers (90.+1) zumindest zu einem 1:1 (0:0), steht in der Gruppe J aber bereits gehörig unter Zugzwang. Die so erhoffte Wiedergutmachung für das peinliche 0:4 gegen den Wolfsberger AC zum Auftakt blieb aus.

Edin Visca (55.) brachte Basaksehir, dem Lieblingsklub des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, in Führung, ehe Herrmann kurz vor Schluss noch zum Ausgleich traf.

Damit haben die Gladbacher nach zwei Partien nur einen mageren Punkt auf dem Konto, bevor nun die beiden schweren Spiele gegen Gruppenfavorit AS Rom warten. Der regierungsnahe Klub aus Istanbul war vor zwei Wochen in der italienischen Hauptstadt ebenfalls mit 0:4 untergegangen.

"Wir müssen anfangen zu punkten", hatte Rose vor dem 100. Spiel der Rheinländer in der Europa League (bzw. im UEFA-Cup) noch gefordert, um das Ziel "international überwintern" zu erreichen. Mut schöpfte der 43-Jährige aus der jüngsten Erfolgsserie in der Bundesliga, wo die Gladbacher zuletzt drei Siege feierten und auswärts noch ohne Punkteverlust sind. In Istanbul vertraute Rose seiner Startelf vom 3:0-Erfolg am vergangenen Samstag bei der TSG Hoffenheim.

Vor schwacher Kulisse im Fatih-Terim-Stadion, das im relativ neuen Stadtteil Basaksehir liegt, entwickelte sich bei sommerlichen Temperaturen ein Spiel auf Augenhöhe. Marcus Thuram (20.) hatte per Kopf die größte Borussia-Chance in der ersten Hälfte, kurz zuvor hätte es nach einem Handspiel von Ponck zudem Elfmeter für die Rose-Elf geben müssen.

Herrmann trifft in der Nachspielzeit zum Gladbacher Remis

Die Führung auf dem Fuß hatten zunächst allerdings die Türken: Erst scheiterte Visca (24.) völlig freistehend an Fohlen-Torhüter Yann Sommer, dann zwang ein Schuss von Irfan Kahveci (36.) den Schweizer zu einer weiteren Parade.

Der zweite Durchgang begann ohne Stürmer Alassane Plea, der verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Basaksehir setzte weiter auf schnell vorgetragene Angriffe - und Visca machte es im zweiten Versuch besser: Der 29-Jährige lief nach einem weiteren Konter erneut auf Sommer zu, behielt die Nerven und traf eiskalt ins rechte Eck.

Die Gladbacher taten sich in der Folge weiter schwer und agierten fehlerhaft, das zuletzt gewohnte Offensivpressing in der Bundesliga kam kaum zur Geltung.

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