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Fussball

Wiese: "Larifari-Gekicke muss ein Ende haben"

SID
Die Bremer bejubelten den frühzeitigen Einzug in die K.o.-Runde
© Getty

Werder Bremen hat derzeit einen Lauf. Mit 2:0 besiegten die Bremer in der Europa League Austria Wien und ziehen vorzeitig in die K.o.-Phase ein. Tim Wiese ist trotzdem unzufrieden.

"Matchwinner" sehen eigentlich anders aus. Aber Tim Wiese war nach dem 2:0 (0:0)-Sieg von Werder Bremen über Austria Wien, der dem deutschen Pokalsieger den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Phase der neuen Europa League bescherte, alles andere als zufrieden.

"Das Larifari-Gekicke muss endlich wieder ein Ende haben. Wir müssen wieder abgeklärter und nicht mehr so offen spielen", maulte der Werder-Keeper und verzog missmutig das Gesicht. Hätte der Schlussmann des Bundesliga-Zweiten nicht fast ein halbes Dutzend Mal glänzend reagiert, die Platzherren hätten gegen die biederen Österreicher durchaus eine böse Überraschung erleben können.

Trotz schwacher Vorstellung Sieg

So aber reichten nach schwacher Vorstellung der Hanseaten zwei späte Tore von Tim Borowski in der 81. und Hugo Almeida in der 84. Minute zum schmeichelhaften Erfolg. Etwas dezenter formuliert, sparte auch Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs nicht mit Kritik an den Grün-Weißen, die den lange enttäuschten 25.121 Zuschauern im Weserstadion einen Fußball anboten, der an zahlreiche Leichtsinnsspiele aus der vergangenen Saison erinnerte:

"Das war wahrlich kein Abend für Künstler und Fußball-Ästheten. Einige Male haben wir viel Glück gebraucht." Auch Trainer Thomas Schaaf, der mehreren Spielern aus dem zweiten Glied eine Bewährungschance gab oder geben musste, musste emotionslos registrieren, dass Mannschaftskapitän Torsten Frings und Torjäger Claudio Pizarro wichtiger denn je für das Gesamtpaket Werder sind.

Ohne den Antreiber im Mittelfeld fehlte den Gastgebern "der letzte Schuss Entschlossenheit", wie der Coach anmerkte. Und mit dem verletzten Peruaner auf dem Platz wäre wohl auch die eine oder andere Torchance schon früher verwertet worden.

Mertesacker: "Müssen an Leistungsgrenze gehen"

Doch nun könnte Schaaf angesichts des dicht gedrängten Terminkalenders in den beiden noch ausstehenden Spielen gegen CD Nacional Funchal aus Portugal und beim spanischen Pokalfinalisten Athletic Bilbao dem einen oder anderen Leistungsträger eine Pause gönnen: "Wir werden von Partie zu Partie die Personalsituation immer wieder neu ausrichten."

Zu verschenken hat der 48-Jährige aber auch dann nichts: "Das sind keine Testspiele für uns."

Eine nachlässig gespielte Partie wie gegen Wien soll sich auf keinen Fall wiederholen, schon gar nicht am Sonntag (ab 17.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY) in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund.

"Anders als gegen Austria müssen wir dann wieder ganz an die Leistungsgrenze herangehen", forderte Ersatz-Kapitän Per Mertesacker.

Werder dank Borowski und Almeida weiter

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