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Fussball

Shinji Kagawa führt BVB in Runde zwei

Von Fatih Demireli / Maurice Kneissel
Borussia Dortmund steht in der 2. Runde des DFB-Pokals
© Getty

Borussia Dortmund hat souverän die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Der deutsche Meister setzte sich beim Drittigisten SV Sandhausen mit 3:0 (1:0) durch. Robert Lewandowski (10.,89.) und Shinji Kagawa (57.) erzielten vor 10.700 Zuschauern die Tore.

Für den BVB war es der erste Pflichtspiel-Auswärtssieg seit dem 27. Februar 2011, als man den FC Bayern in der Allianz Arena mit 3:1 besiegte.

Reaktion:

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Unsere Tore waren herausragend herausgespielt. Wenn Shinji Kagawa wieder richtig fit, kann er noch viel mehr. Es fehlt ihm nur noch Kraft. Jeder weiß, dass er es noch besser kann. Aber ich war insgesamt schon sehr zufrieden mit ihm und der ganzen Mannschaft."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Beim BVB ersetzt Löwe den verletzten Schmelzer (Knie). Gündogan und Kehl spielen im Zentrum. Lewandowski bekommt den Barrios-Part in der Spitze. Sandhausen im 4-1-4-1-System mit dem Ex-Bundesliga-Profi Dorn als einzige Spitze.

10., 0:1, Lewandowski: Kagawa mit einem überragenden Pass aus der Tiefe. Lewandowski entwischt Pischorn, geht zwei Schritte auf Ischdonat zu und schiebt den Ball gekonnt ins untere linke Eck.

29.: Kagawa flankt von der rechten Seite in den Strafraum. Lewandowski verpasst per Kopf, der Ball landet aber bei Großkreutz. Der legt zurück auf den heranrauschenden Gündogan, der den Ball in die Wolken kloppt.

57. 0:2, Kagawa: Kagawa dringt in den Strafraum ein, spielt zurück auf Gündogan. Der Neuzugang chippt den Ball mit rechts zurück in den Lauf des Japaners. Kagawa nimmt den Ball in der Luft an und schlenzt ihn wunderschön ins lange Eck.

77.: Kagawa in der Mitte frei. Ein Schritt nach rechts, dann zieht er aus 25 Metern ab. Der Ball geht übers Tor.

84.: Pass raus ans Strafraumeck auf Kandziora. Trotz schlechter Position zieht er mit links ab, der Ball geht knapp am rechten Torpfosten vorbei.

90., 0:3, Lewandowski: Perisic dringt über links in den Strafraum ein, passt flach rüber zu Lewandowski. Pischorn tritt über den Ball, so dass der Pole locker einschieben kann.

Fazit: Völlig verdienter Sieg für den BVB, der in allen Belangen überlegen war. Sandhausen sehr diszipliniert, aber ohne Mut im Spiel nach vorne.

Der Star des Spiels: Shinji Kagawa. Die überragende Vorlage zum 1:0 und das tolle 2:0 genügen eigentlich, um seine Nominierung zu begründen. Aber Kagawa spielte auch sonst sehr ansehnlich, bediente Lewandowski oftmals mit tollen Zuspielen und wer selbst sehr beweglich. Auffällig: Sein gutes Zusammenspiel mit dem ebenfalls starken Gündogan.

Der Flop des Spiels: Aykut Öztürk. Der Deutsch-Türke wollte viel - fast zu viel. Der Angreifer probierte es zu oft mit dem Kopf durch die Wand und sorgte so für viele Ballverluste im Aufbauspiel der Gastgeber. Die frühe Gelbe Karte war auch nicht wirklich förderlich.

Der Schiedsrichter: Tobias Christ. Beide Mannschaften machten es dem jungen Schiedsrichter sehr einfach. In der sehr leicht zu leitenden Partie fiel Christ kaum auf und machte keine entscheidenden Fehler.

Analyse: Sandhausen versuchte den Spielfluss des Dortmunder Angriffsquartetts früh zu stören, was dem Außenseiter zu Beginn recht ordentlich gelang. Ulm und Löning ließen sich dabei immer wieder zurückfallen, um mit Danneberg ein Dreierbollwerk zu bilden.

Weil aber schon die erste Unachtsamkeit vom BVB bestraft wurde, war Sandhausen schnell in Rückstand. Der SVS blieb dennoch bei seinem starren Positionsspiel und war so in der Offensive so gut wie nicht existent.

Dortmund fand trotz 75 Prozent Ballbesitz nicht viele Räume. Der starke Kagawa setzte mit guten Pässen zwar immer wieder Nadelstiche, viele Torchancen sprangen aber nicht heraus.

Nach der Pause wurde Sandhausen etwas mutiger. Der eingewechselte Rohracker kurbelte das Spiel über die Außen an, aber Sandhausen blieb mangels Ideen und Durchschlagskraft ungefährlich.

Die Hoffnungen auf die Sensation beendete das starke Zusammenspiel zwischen Gündogan und Kagawa, das zum 2:0 führte. Der Zwei-Klassen-Unterschied machte sich vor allem im Offensivspiel bemerkbar: Sandhausen beendete die Partie ohne echte Torchance. Lewandowski setzte dagegen mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt.

SV Sandhausen - Borussia Dortmund: Alle Daten und Fakten

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