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Fussball

Völler und Adler: Endspiel das Ziel

SID
Renato Augusto und die Werkself gehen die bevorstehenden Aufgaben mit breiter Brust an
© Getty

Nach dem souveränen 3:1-Sieg im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Energie Cottbus gehen sowohl Spieler als auch Verantwortliche mit breiter Brust an die bevorstehenden Aufgaben. Auch der notgedrungene Umzug in die LTU-Arena in Düsseldorf konnte die überzeugend aufspielenden Leverkusener nicht aufhalten.

Übers Düsseldorfer Exil zum Finale nach Berlin: Kaum hatte Bayer Leverkusen die erste Aufgabe im Ausweichquartier wie im Spaziergang erledigt, riefen Sportchef Rudi Völler und Nationaltorhüter Rene Adler das Endspiel des DFB-Pokals als Ziel aus.

Adler: "Wir wollen nach Berlin"

"Ganz klar: Wir wollen nach Berlin", sagte Adler nach dem nie gefährdeten 3:1 (3:0) im Achtelfinale gegen ein völlig überfordertes und beschämend schwaches Energie Cottbus: "Wir haben eine realistische Chance, und die wollen wir beim Schopfe packen."

Auch Völler hat Bayers drittes Cup-Endspiel nach dem Sieg 1993 und der Niederlage 2002 fest im Visier. "Man braucht ein bisschen Losglück. Hat man das, steht man ganz schnell im Finale", meinte der Weltmeister von 1990.

"Es sind zwar noch schwere Gegner im Topf, aber wenn´s die Bayern werden, ist es auch okay. Aber dann bitte hier in Düsseldorf", ergänzte Völler. Und auch Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser meinte schmunzelnd: "Vor allem zu Hause können wir jeden schlagen."

Werkself bis zum Sommer in Düsseldorf aktiv

Mit der Düsseldorfer Arena, in der Leverkusen wegen Ausbauarbeiten an der heimischen BayArena alle Heimspiele bis zum Sommer austragen muss, hatte sich der Tabellenfünfte schnell angefreundet.

Zwar war der Rasen nicht im besten Zustand und allein die bunten Sitze verklärten ein wenig, dass das Stadion mit 16.000 Zuschauern nicht einmal zu einem Drittel gefüllt war - doch zeigten die jungen Wilden aus Leverkusen zumindest zwischenzeitlich, dass sie im Ausweichquartier genauso schnellen Kombinationsfußball zelebrieren können wie in der Hinrunde des Öfteren in Leverkusen.

"Es ist ein schönes Stadion. Und ich denke, wir haben bei einigen Zuschauern Lust auf mehr gemacht", meinte Kapitän Simon Rolfes. Dies bezog sich vor allem auf das Tor von Renato Augusto (43.), der aus der eigenen Hälfte ein Solo startete und es mit einem unhaltbaren Linksschuss in den Winkel abschloss. Dieses 3:0 war nach den Treffern von Nationalstürmer Patrick Helmes (12.) und dem Tschechen Michal Kadlec (29.) schon die Entscheidung.

Sinkiewicz gibt nach sechs Monaten sein Comeback

Im zweiten Durchgang erkannte Völler dann "Bruder Leichtfuß" und Innenverteidiger Lukas Sinkiewicz, der sechs Monate nach seinem Kreuzbandriss zum Comeback kam, erkannte: "Wenn wir kaltschnäuziger gewesen wären, hätten wir sie abschießen können."

Denn was Cottbus spielte, war trotz des schönen Freistoß-Tores von Ervin Skela (90.+1) eines Bundesligisten unwürdig. Am Offensivspiel schienen die Lausitzer nicht das geringste Interesse zu haben, die sonst oft so kompakte Abwehr glich einem Hühnerhaufen.

Cottbus braucht Leistungssteigerung in der Liga

Sogar im Live-Ticker der vereinseigenen Homepage wurde zur Pause gelästert: "Was auch immer, aber Bojan Prasnikar sollte einen Plan für die zweite Halbzeit haben."

Klar ist: Ohne eine riesengroße Leistungssteigerung wird der Tabellen-15. in der Rückrunde keine Chance auf den Klassenerhalt haben. "So, wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, das geht nicht", meinte Prasnikar, fügte aber entschuldigend an: "Der Gegner war einfach zu stark."

Tremmel: "Wir haben im Kollektiv versagt"

Klarere Worte wählte Torwart Gerhard Tremmel, der sich vor allem angesichts von 18 Torschüssen in den ersten 45 Minuten im Stich gelassen fühlen musste.

"Wir haben vorher viel geredet. Aber reden und machen sind zwei verschiedene Dinge", schimpfte der Keeper: "Wir haben alles vermissen lassen und im Kollektiv versagt."

Rangelov mit Knieprellung

Außerdem müssen die Lausitzer den Ausfall von Vragel da Silva (Knie-OP) verkraften.

Dimitar Rangelow erlitt in Düsseldorf eine Knieprellung.

Ob der Bulgare rechtzeitig zum Liga-Rückrundenauftakt am Samstag (ab 15.15 Uhr im LIVE-TICKER) bei Tabellenführer und Herbstmeister 1899 Hoffenheim fit wird, ist fraglich.

Die Ergebnisse des DFB-Pokal-Achtelfinals im Überblick

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