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Fussball

Gefestigt, aber nicht sorgenfrei

Von SPOX
Mario Gomez (M.) erzielte das 2:0 gegen Kasachstan
© Getty

Die deutsche Nationalmannschaft hat auch die Hürde Kasachstan mehr oder weniger problemlos genommen und darf bereits nach vier Spieltagen an die EM 2012 denken. Ein Problem hat Bundestrainer Joachim Löw allerdings, für das es derzeit nur zwei Lösungen zu geben scheint.

Reaktionen:

Bundestrainer Joachim Löw: "Wir haben die Aufgabe mit einem Sieg gelöst. Wir haben drei Punkte geholt und mit zwölf Punkten eine glänzende Bilanz. Das stellt mich zufrieden. Natürlich hätten wir in einigen Situationen schneller umschalten können, aber man kann nicht immer eine Gala erwarten. Es ist sensationell, was die Mannschaft in diesem Jahr geleistet hat. Wir haben nun eine komfortable Ausgangssituation, müssen aber noch ein paar Spiele gewinnen."

Bernd Storck (Trainer Kasachstan): "Was meine Mannschaft besonders in der ersten Halbzeit geleistet hat, war unglaublich. In der zweiten Halbzeit hatte ich große Bedenken, dass die Kräfte nachlassen, aber meine Spieler sind über sich hinausgewachsen. Die Tore haben die individuelle Klasse der Deutschen gezeigt. Wir sind auf einem guten Weg. Was mit mir passiert, wird die Zukunft zeigen."

Sami Khedira: "Wir haben in der ersten Halbzeit gesehen, dass Kasachstan keine schlechte Mannschaft hat. Aber wir haben sie nicht unterschätzt, stattdessen haben wir das Tempo hochgehalten und in der zweiten Halbzeit unsere Chancen genutzt. Ich denke, wir haben verdient gewonnen."

Mario Gomez: "Ich habe mich über das Tor sehr gefreut. Es war sicherlich nicht der Gegner, bei dem es sehr schwer ist, ein Tor zu erzielen. Aber es war ein wichtiges Tor. Danach hatten wir Ruhe. Für mich war es ein schönes Erlebnis."

Philipp Lahm: "Wichtig war, dass wir heute drei Punkte eingefahren haben - egal wie. Zwölf Punkte nach vier Spielen, besser geht's nicht. Es ist schwierig gegen Kasachstan, weil sie alle verteidigen."

Lukas Podolski: "Wir haben uns schwer getan, ein paar Möglichkeiten ausgelassen. Aber in der zweiten Hälfte haben wir Gas gegeben. Es zählen nur die Punkte, jetzt sind wir erstmal vorne weg. Das Ziel waren zwölf Punkte aus vier Spielen. Das haben wir geschafft."

Nachbetrachtung:

Das deutsche Team hat die Pflichtnummer in Kasachstan mehr oder weniger souverän gelöst und darf sich bereits nach nur vier Spielen ernsthaft mit der EM 2012 beschäftigen. Zum einen liegt das an der deutschen Stärke, zum anderen aber auch an der Schwäche der Konkurrenz: So leistete sich der vermeintlich stärkste Gruppengegner Türkei eine 0:1-Blamage in Aserbaidschan.

Allerdings muss sich das DFB-Team in der aktuellen Verfassung auch nicht unbedingt an der Konkurrenz orientieren. Obwohl sich die Löw-Elf gegen Kasachstan phasenweise schwer tat, hatte man nie das Gefühl, dass etwas anbrennen könnte.

Mittlerweile macht die deutsche Mannschaft einen ungemein gefestigten Eindruck, wovon auch der eine oder andere Akteur profitiert, der im Klub momentan seiner Form hinterherläuft. So überzeugte Bayerns Toni Kroos als Schweinsteiger-Vertreter ebenso wie seine Vereinskameraden Miroslav Klose und Mario Gomez, der hinterher betonte: "Ich fühle mich im Moment richtig gut."

Schwachstelle hinten links

Einen erneut schwachen Tag erwischte dagegen Heiko Westermann. Der Hamburger, der im Klub mittlerweile ausschließlich zentral in der Viererkette agiert, kommt auf der linken Seite einfach nicht zurecht. Momentan ist die Linksverteidigerposition die einzige Schwachstelle der deutschen Mannschaft.

Der Bundestrainer wird sich dort Gedanken machen müssen. Da Westermann nun schon zum wiederholten Male enttäuschte, Badstuber zentral gebraucht wird, Boateng ebenfalls auf anderen Positionen zuhause ist und Jansen seine Stärken weiter vorne hat, könnte Dortmunds Marcel Schmelzer schon bald eine Alternative sein - oder eine Rückversetzung von Lahm von rechts nach links anstehen.

Kasachstan - Deutschland: Westermann enttäuscht erneut

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