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Fussball

DFB-Team - Schlechte Nachrichten für drei Weltmeister: Die ersten Gewinner und Verlierer unter Flick

Die ersten drei Länderspiele des DFB-Teams unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick sind vorüber. Wer konnte Eigenwerbung betreiben? Für wen verlief die Abstellungsperiode eher unglücklich? Die Gewinner und Verlierer.

 

Die Gewinner

  • Thilo Kehrer

Der Defensiv-Allrounder von Paris Saint-Germain zeigte eine starke Reaktion auf seine Nicht-Nominierung für die EM und kam in allen drei Spielen über 90 Minuten zum Einsatz - mal als Innen-, mal als Linksverteidiger. Flick sprach Kehrer nach dem Island-Spiel ein großes Lob aus. "Ich kann auch mal einen herausheben, das mache ich gerne", sagte Flick über den Ex-Schalker. "Thilo ist flexibel einsetzbar, topfit, sehr selbstbewusst."

  • Niklas Süle

Bei der EM auch wegen spürbarer Fitnessprobleme in der Rolle des Bankspielers gefangen, blüht Süle unter Flick wieder auf. Dass er sich auf dem aufsteigenden Ast befindet, stellte der 26 Jahre alte Innenverteidiger zuletzt auch schon beim FC Bayern unter Beweis. In dieser Form - gerade in puncto Physis - mittlerweile längst wieder ein Kandidat für eine Vertragsverlängerung in München.

  • Jonas Hofmann

Der Profi von Borussia Mönchengladbach lässt sich vom Außenstürmer zum Außenverteidiger umschulen. Gerade gegen Armenien entpuppte sich Hofmann als zuverlässige Alternative für die Rolle des rechten Schienenspielers und verdrängte sogar den von vielen Experten und Fans geforderten Ridle Baku. Hinzu kam sein sehenswerter erster Länderspieltreffer kurz nach der Halbzeitpause gegen Armenien.

  • Joshua Kimmich

Unter Flick darf Kimmich endlich unangefochten im Mittelfeld ran, wo er viel mehr Einfluss als Taktgeber und Lautsprecher auf das deutsche Spiel nehmen kann als auf der rechten Seite. Besonders überzeugend: seine Leistung gegen Island. Kimmich leitete nicht nur die ersten beiden Tore maßgeblich ein, er gewann auch fast jeden seiner Zweikämpfe.

  • Marco Reus

Der DFB-Rückkehrer verpasste das letzte Spiel in Island zwar aufgrund von Knieproblemen, wusste dafür aber gegen Liechtenstein und Armenien Pluspunkte beim neuen Bundestrainer zu sammeln. "Ich bin sehr zufrieden mit Marco", sagte Flick über den BVB-Kapitän, der "einer der besten Spieler im letzten Drittel" sei. Reus drehte insbesondere beim 6:0 gegen Armenien auf und belohnte sich mit einem Tor.

  • Leroy Sane

In allen drei Spielen von Anfang an eingesetzt, tankte Sane über die vergangenen eineinhalb Wochen mit Toren, Vorlagen und sogar starker Defensivarbeit enorm viel Selbstvertrauen. Sein Vorteil: Er durfte auf der linken Offensivseite spielen, die er beim FC Bayern bislang eher selten einnahm - und wirkte plötzlich wie ausgewechselt. Flick: "Leroy hat seine Qualität gezeigt. Die Leichtigkeit, mit der er unterwegs ist, ist beeindruckend. Er ist auf einem richtig guten Weg."

  • Serge Gnabry

Wie Sane kommt auch Gnabry langsam wieder in Fahrt. Die schwache letzte Saison mit vergleichsweise wenigen Torbeteiligungen? Abgeschüttelt. Anders als unter Joachim Löw turnte er in den ersten Flick-Spielen auch nicht planlos im Zentrum herum, sondern agierte als klarer rechter offensiver Außenspieler. Diese Rolle kam ihm zugute, er glänzte mit drei Toren. Seine beeindruckende Bilanz im DFB-Trikot: 19 Treffer und sechs Vorlagen in 29 Einsätzen.

  • Timo Werner

Unter Löw zuletzt nur Joker, unter Flick bis dato unverzichtbar als Nummer neun. Werner versemmelte gegen Island zwar eine Hundertprozentige, traf in drei Spielen aber auch dreimal. "Wir brauchen ihn in der Box drin, weil er dort seine Qualitäten hat", so Flick. "Die vergebene Chance war für ihn ärgerlich, aber das kann passieren."

  • Der Offensiv-Nachwuchs

Mit Florian Wirtz (17/Bayer Leverkusen), Jamal Musiala (18/FC Bayern) und Karim Adeyemi (19/Red Bull Salzburg) ließ Flick endlich drei Talente von der Leine, die unter Löw wenig bis gar keine Spielanteile bekommen hatten. Wirtz zeigte in 47 Joker-Minuten gute Ansätze, Musiala bereitete ein Werner-Tor in Liechtenstein vor und Adeyemi avancierte in seinem ersten Länderspiel zum jüngsten DFB-Torschützen seit Mario Götze 2011. "Wir werden viel Freude an den Jungs haben", so Flick.

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