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Fussball

DFB-Team: Hansi Flick hielt Ilkay Gündogan offenbar vom Nationalmannschafts-Rücktritt ab

Von Jonas Rütten
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Bundestrainer Hansi Flick kann in der Nationalmannschaft offenbar weiter auf Ilkay Gündogan bauen, obwohl dieser wohl offen mit Rücktrittsgedanken vor der EM im Sommer gespielt hatte. Das berichtet die Bild-Zeitung.

Demnach habe Flick den 30 Jahre alten Mittelfeldspieler in Diensten von Manchester City unmittelbar nach dem EM-Aus kontaktiert und betont, dass er mit Gündogan auch für die Zukunft planen wolle. Der Ex-Dortmunder soll sich jedoch Bedenkzeit erbeten haben, um im Urlaub zu einer Entscheidung zu kommen.

Mit Flick soll es dann in der vergangenen Woche ein Gespräch gegeben haben, in dessen Verlauf Gündogan dem neuen Bundestrainer mitteilte, ihm weiter in der Nationalmannschaft zur Verfügung zu stehen.

Grund dafür soll laut Bild auch die bittere Historie Gündogans in der Nationalmannschaft gewesen sein. Die WM und den Titelgewinn 2014 verpasste er aufgrund einer langwierigen Rückenverletzung, die EM 2016 aufgrund einer Knieverletzung. Beim desaströsen WM-Debakel 2018 stand er nicht nur aufgrund eines Fotos im Vorfeld des Turniers mit dem umstrittenen türkischen Präsidenten Erdogan in der Kritik, sondern auch nur magere 58 Minuten auf dem Platz.

Bei der Europameisterschaft 2021 verpasste er das Achtelfinale aufgrund einer Schädelprellung und saß gegen England 90 Minuten nur auf der Bank, nachdem er zuvor in allen drei Gruppenspielen in der Startelf gestanden hatte. Mit dieser traurigen Historie habe Gündogan seine Nationalmannschaftskarriere nicht beenden wollen, heißt es in dem Bild-Bericht.

Flick-Debüt als Bundestrainer: DFB-Team zum Siegen verdammt

Somit bleibt Toni Kroos aktuell der einzige deutsche Nationalspieler, der nach dem EM-Aus seinen Rücktritt bekanntgegeben hat. "Das ist eine Entscheidung für die Familie und für mich, weil es mir auch gut tut, dass ich mehr bei der Familie bin. Ich will auch als Ehemann und Papa da sein und gebraucht werden", erklärte Kroos diesen Schritt.

Die ersten Länderspiele unter Flicks Leitung als Bundestrainer stehen Anfang September an. In der WM-Qualifikation tritt Deutschland gegen Liechtenstein (2.9.), Armenien (5.9.) und Island (8.9.) an. Nach der 1:2-Niederlage gegen Nordmazedonien belegt das DFB-Team in der Quali-Gruppe J aktuell lediglich den dritten Rang und ist bei Flicks Feuertaufen zum Siegen verdammt.

PlatzMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Armenien33006:249
2Nordmazedonien32019:456
3Deutschland32015:236
4Rumänien31025:6-13
5Island31024:6-23
6Liechtenstein30031:10-90

 

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