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Fussball

DFB rechtfertigt Anreise per Flugzeug: Busfahren? "Für die Regeneration nicht optimal"

Von SPOX
Der DFB reiste mit dem Flugzeug in die Schweiz.

Der Deutsche Fußball-Bund hat die stark kritisierte Anreise zum Nations-League-Spiel in der Schweiz (VIDEO: Hier geht es zu den Highlights) gerechtfertigt.

Die Deutsche Mannschaft reiste samt ihrem Tross vom vergangenen Länderspiel in Stuttgart mit dem Flugzeug nach Basel, anstatt eine Busfahrt von 3 Stunden und 45 Minuten in Kauf zu nehmen. Die Flugzeit ins 180 Kilometer entfernte Basel betrug 45 Minuten.

"Es ist schon ein Unterschied, 3,5 Stunden zu sitzen und 45 Minuten zu sitzen. Das ist für die Regeneration nicht optimal", erklärte Nationalspieler Thilo Kehrer nach dem Spiel.

DFB-Pressesprecher Jens Grittner rechtfertigte die Anreise ebenfalls: "Bahnfahren wäre nur möglich gewesen mit Umsteigen, mit dem Bus hätte die Anreise bis zu 3,5 Stunden gedauert. Das ist unter Regenerationsaspekten nicht ideal für Profisportler." Zuvor hatte der DFB noch auf die Corona-Regeln hingewiesen und erklärt, dass eine Zugfahrt nur schwierig durchführbar gewesen wäre.

Einen Tag nach dem 1:1 gegen die Schweiz meldete sich der DFB in einem Statement zu Wort. "Wir können die kritischen Stimmen nachvollziehen und nehmen die entstandene Diskussion zum Anlass, uns zu hinterfragen, wie wir künftig die wichtigen Aspekte Umwelt und Nachhaltigkeit stärker in unseren Planungen und Entscheidungen berücksichtigen können", wird DFB-Direktor Oliver Bierhoff auf der Verbands-Internetseite zitiert.

"Unter diesen Gesichtspunkten war der Flieger mit einer kurzen Flugzeit eindeutig die bessere Wahl gegenüber einer dreieinhalbstündigen Busfahrt oder der Fahrt mit der Bahn mit Umsteigen." Man habe auch eine Verantwortung den Klubs gegenüber, "damit die Spieler gesund zurückkehren".

Die Anreise am Samstag hatte im Internet für Empörung gesorgt. Viele Fans kritisierten scharf, dass der kurze Charterflug nicht zu dem Nachhaltigkeitskonzept passe, dem sich der DFB öffentlich verschrieben habe. Auch die Erklärung verfing nicht: In anderen Sportarten wie etwa bei der Tour de France seien längere Busfahrten keine Seltenheit, hieß es etwa.

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