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Fussball

Die deutschen Gegner im Portät

SID
Das sind die deutschen Gruppengegner bei der EM 2016
© getty

Deutschland trifft bei der EM auf Nordirland, Nachbar Polen und die Ukraine. Während der Underdog von der Insel vom Wunder träumt, hofft man in Polen auf die beste EM aller Zeiten - dank des besten Lewandowskis aller Zeiten. In der Ukraine geht's um mehr als nur Fußball.

Nordirland: "Der Stoff, aus dem Träume sind"

Außenseiter? Ganz egal! Überraschend souverän hat sich Nordirland für die EURO in Frankreich qualifiziert. Und die Erben von George Best wollen weiter für Furore sorgen.

Was verbindet man mit nordirischem Fußball? Richtig! Tugenden wie harte Arbeit, Leidenschaft Kampf, und natürlich den Namen George Best - das sind wohl die ersten Schlagworte, die dem Fußballfan in den Sinn kommen. Doch, und das haben die Erfahrungen der EM-Qualifikation gezeigt, das ist längst nicht mehr alles, was die nordirischen Fußballer zu bieten haben.

Spielerische Leichtigkeit, Dynamik, Nervenstärke - gemischt mit den alten Tugenden: Auf dem Weg zur EURO 2016 in Frankreich hat Nordirland nicht wenige überrascht und sich vollkommen verdient als Sieger der Gruppe F erstmals für eine EM qualifiziert. Vor den stark eingeschätzten Rumänen und Ungarn und mit riesigem Vorsprung auf Ex-Europameister Griechenland. Nur eine Niederlage setzte es in den zehn Quali-Spielen.

"Das ist eine unglaubliche Leistung, ein unglaubliches Ergebnis", sagte Mittelfeldspieler Oliver Nordwood: "Die Jungs können richtig stolz sein." Und sein Teamkollege Steven Davis brachte es auf den Punkt: "Das ist das Stoff, aus dem Träume sind. Wir haben davon geträumt, und die Hoffnungen haben sich erfüllt."

Nordiren als krasser Außenseiter

In Nordirland entfachte das Team eine selten dagewesene Fußball-Euphorie. Die Spieler sind längst Volkshelden, nie gingen mehr grüne Nationaltrikots über den Ladentisch. Alle Quali-Heimspiele waren ausverkauft, und auch der Ansturm auf die Tickets für Frankreich ist riesig.

Bei allem (verständlichen) Enthusiasmus ist klar, dass die Nordiren bei der Endrunde zu den absoluten Außenseitern gehören. Es fehlt an Erfahrung, und es droht eine schwere Gruppe. Kein qualifiziertes Team weist einen schlechteren UEFA-Koeffizienten auf (22,61). Daraus resultiert natürlich Lostopf 4.

Eine Überraschung ist den Nordiren dennoch zuzutrauen, schließlich ist der Teamgeist der große Trumpf von O'Neills Mannschaft. Es gibt keinen herausragenden Namen, keinen Superstar - keinen wie George Best. Noch immer ist der schillernde Ex-ManUnited-Profi ein Volksheld auf der Insel. Seine Leistungen auf und abseits des Platzes sind unvergessen und machten ihn weltberühmt. Am 25. November 2005 verstarb Best im Alter von 59 Jahren an einem Multiorganversagen - an seinem Todestag ehren die Nordiren ihn auch heute noch.

Jüngster Akteur der EM-Geschichte

Übrigens: Einen Eintrag in den Geschichtsbüchern der Fußball-WM haben die Nordiren dank Norman Whiteside schon seit Jahren sicher. Noch immer ist er der jüngste Akteur, der bislang in einem WM-Spiel zum Einsatz gekommen ist. 17 Jahre und 42 Tage war Whiteside alt, als er bei der WM 1982 in Spanien für die Nordiren gegen Jugoslawien auflief.

Auch beim bis dato letzten Auftritt auf der ganz großen Fußball-Bühne bei der WM 1986 in Mexiko war Whiteside dabei. Nun will die neue Generation bei der EM das nächste Kapitel ihrer Historie schreiben, oder wie O'Neill es ausdrückt: "Wir wollen unser Volk stolz machen."

Seite 1: Nordirland: "Der Stoff, aus dem Träume sind"

Seite 2: Polen: Beste EM aller Zeiten dank Lewy?

Seite 3: Ukraine: Jarmolenko und Co. sollen die Ukraine einen

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