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Amerell wirft Zwanziger Vetternwirtschaft vor

SID
Manfred Amerell erhebt schwere Vorwürfe gegen Theo Zwanziger
© Getty

Ex-Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell hat DFB-Präsident Theo Zwanziger Vetternwirtschaft vorgeworfen. Amerell will juristisch gegen Zwanziger vorgehen und bezeichnet ihn als "ausgesprochenen Lügner."

Der ehemalige Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell hat DFB-Präsident Theo Zwanziger Vetternwirtschaft vorgeworfen und will an etlichen Fronten juristisch gegen den Verbandsboss vorgehen.

Amerell hat beim Landgericht Augsburg bereits eine einstweilige Verfügung beantragt, da Zwanziger zu Wochenbeginn in einem Interview behauptet hatte, der ehemalige Bundesliga-Referee habe über Jahre hinweg seine Amtspflichten verletzt.

Zudem kündigte Amerell an, Zwanziger wegen der Aussage bei der Staatsanwaltschaft Augsburg und beim DFB-Kontrollausschuss anzuzeigen.

"Das wird geschehen und ist konkret in der Bearbeitung. Anfang kommender Woche werden die Unterlagen rausgehen", bestätigte Amerell-Anwalt Jürgen Langer am Freitag: "Es soll ein Signal an Zwanziger sein, dass er endlich Ruhe geben soll."

Bezug auf DFB-Insider

Im Interview mit dem Kölner "Express" fuhr Amerell schweres Geschütz gegen Zwanziger auf, der am Freitag auf dem DFB-Bundestag in Essen vor der Wiederwahl stand. Amerell berichtete, dass ihm bereits im März ein Schreiben zugegangen sei. Dessen Inhalt deute darauf hin, dass es von einem DFB-Insider stamme.

"Darin heißt es unter anderem, dass Theo Zwanziger viele Prozesse des DFB von seiner Anwaltssozietät in Altendiez beziehungsweise Gera abwickeln lässt beziehungsweise ließ", berichtete Amerell.

Er stellte daher Fragen: "Hat Herr Zwanziger in seiner Zeit als Präsident Rechtsfälle vom DFB zugespielt bekommen oder diese von seiner Kanzlei oder von Familien-Angehörigen abwickeln lassen? Hat er die gleichen Fälle auch in seiner Zeit als Schatzmeister bekommen?"

Amerell beschimpft Zwanziger

Amerell bezeichnete Zwanziger als "ausgesprochenen Lügner", der die Delegierten beim außerordentlichen Bundestag am 9. April schamlos belogen hätte. Damals hatte Zwanziger gesagt, Michael Kempter könne wieder pfeifen, alles sei in Ordnung.

Der ehemalige DFB-Schiedsrichterbeobachter Amerell wird von Ex-FIFA-Referee Kempter und drei weiteren Kollegen der sexuellen Nötigung beschuldigt.

Der 63-jährige Amerell bestreitet die Vorwürfe vehement und attackiert jetzt erneut Zwanziger.

"Mich beschäftigt die Frage, was den DFB-Präsidenten bewegt, sich so vor Michael Kempter zu stellen und ihn so zu verteidigen", sagte Amerell: "Mich würde interessieren, wer die anwaltliche Vertretung von Herrn Kempter bezahlt? Da drängt sich bei mir die Frage auf, ob das der DFB als gemeinnütziger Verband macht. Und wenn ja, ob das vom Präsidium beschlossen wurde?"

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