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Fussball

BVB - Erkenntnisse nach dem Champions-League-Heimsieg gegen Sporting: Der alte Witsel ist wieder da!

Borussia Dortmund hat im zweiten Spiel den zweiten Sieg in der Champions League eingefahren - und nach 53 Tagen mal wieder zu Null gespielt. Die Erkenntnisse zum 1:0-Sieg des BVB gegen Sporting.

 

BVB-Erkenntnisse: Der alte Axel Witsel ist wieder da!

Es ist durchaus beachtlich, wie das Jahr 2021 für Axel Witsel bislang lief. Im Januar zog er sich in der Bundesliga beim Spiel in Leipzig einen Achillessehnenriss zu - eine der schlimmsten Verletzungen, die sich ein Fußballer einfangen kann. Dennoch reichten ihm rekordverdächtige vier Monate, ehe er bei der EM für Belgien wieder auf dem Feld stand.

Trotz der Belastung bei der Europameisterschaft ging es für den 32-Jährigen nach nur wenig Urlaub direkt wieder im Verein weiter. Witsel stand in allen zehn Pflichtspielen des BVB auf dem Feld, seine 752 Minuten Einsatzzeit bedeuten derzeit den fünftbesten Wert in der Mannschaft.

Dabei waren die Aussichten auf einen Stammplatz rund um den Saisonstart gar nicht so rosig für ihn. Doch Witsel musste aufgrund der sich durch die Saison ziehenden Personalprobleme bei der Borussia in der Innenverteidigung aushelfen. Da sah man ihm an, dass er dort nicht ausgebildet wurde, seine Sache machte er allenfalls solide.

Witsels Problem, das sich auch jetzt weiterhin nicht in Luft aufgelöst hat: Im System von Trainer Marco Rose mit nur einem defensiven Mittelfeldspieler hatte sich Mahmoud Dahoud auf Witsels angestammter Position etabliert. Der Routinier muss sich also strecken, erst recht nach seinen finalen Leistungen unter Lucien Favre, die längst nicht mehr so gut waren wie in seiner Anfangszeit in Dortmund.

BVB: Axel Witsel mit den meisten Balleroberungen

Gegen Sporting hat Witsel nun sein mit Abstand bestes Spiel dieser Saison gemacht und auch sein bestes im BVB-Trikot seit längerer Zeit - als alleiniger Sechser. Die Position vor der Abwehr spielte er zuletzt fünf Mal in Folge. Auch das hat mit den zahlreichen Verletzungen bei den Westfalen zu tun, das Team stellt sich Spiel für Spiel beinahe von alleine auf.

Es ist also noch längst nicht entschieden, wer den Großteil der Spielzeit auf der Sechs bekommen wird. Witsels Bewerbungsschreiben gegen die Portugiesen wird Rose sicher nicht übersehen haben. Mit einer Passquote von fast 97 Prozent, nur drei Ballverlusten und zwölf Balleroberungen - den meisten auf dem Feld - war am Dienstagabend wieder der "alte" Witsel zu sehen.

Viel wichtiger für eine gute Perspektive in Roses Fußball war jedoch, dass der Belgier nicht nur seine gewohnte Ruhe und Übersicht am Ball einbrachte. Witsel stach im starken Gegenpressing des BVB aufgrund der bloßen Anzahl seiner Balleroberungen hervor, er agierte aber auch gegen den Ball sehr aktiv und dynamisch, bewies eine gute Antizipation, ging aggressiv zu Werke und war auch in der Luft präsent in den Zweikämpfen.

Mit solchen Leistungen kann Witsel Anspruch auf einen Stammplatz anmelden, zumal seine Qualitäten als Führungsfigur der jungen Mannschaft stets guttun. Auch ihm selbst würden mehr Highlights in seinen Darbietungen helfen, Witsels Vertrag läuft am Saisonende nämlich aus.

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