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Borussia Dortmund - Slavia Prag 2:1: Dank Bürki, Brandt und Barca! BVB steht im Achtelfinale

Partystimmung beim BVB: Das Achtelfinale ist geschafft!

Borussia Dortmund hat das Achtelfinale der Champions League erreicht. Die Mannschaft von Lucien Favre setzte sich vor 65.079 Zuschauern im heimischen Signal Iduna Park mit 2:1 (1:1) gegen Slavia Prag durch, während Inter Mailand im Parallelspiel dem FC Barcelona mit 1:2 (1:1) unterlag.

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Die K.o.-Runde der Königsklasse wird am 16. Dezember ausgelost. Die Hinspiele des Achtelfinals finden zwischen dem 18. und 26. Februar statt, die Rückspiele zwischen dem 10. und 18. März.

"Heute hat vieles funktioniert. Am Ende wurde es nochmal knapp, aber wir haben gut dagegengehalten. Wir mussten unsere Hausaufgaben machen und dann haben wir noch das nötige Glück gehabt, weil auf dem anderen Platz die Dinge so gelaufen sind, wie wir sie uns vorgestellt haben", sagte Siegtorschütze Julian Brandt bei DAZN.

Mats Hummels hob indes die "perfekte Leistung" von Keeper Roman Bürki hervor, der den BVB mit mehreren Glanztaten im Spiel hielt. "Das waren sechs, sieben Weltklasse-Paraden", sagte der Abwehrchef und kam auch auf die taktische Umstellung von Trainer Favre auf das 3-4-3 zu sprechen, in der BVB erstmals vor zwei Wochen gegen Hertha BSC agierte. "Wir haben drei nicht immer überzeugende, aber gute Spiele gemacht. Wir kommen besser ins Pressing und haben eine bessere Spielanlage", befand Hummels.

Borussia Dortmund - Slavia Prag: Die Analyse

Für das Duell mit dem Spitzenreiter der tschechischen Liga baute Favre seine Elf gegenüber dem 5:0 gegen Düsseldorf am Samstag auf zwei Positionen um: Hummels kehrte nach seiner Sperre für Piszczek zurück, Weigl startete anstelle des verletzten Witsel im defensiven Mittelfeld.

An dem neu bewährten 3-4-3 mit Zagadou als zusätzlichem Innenverteidiger neben Akanji und Hummels sowie Brandt als spielfreudigem Element auf der Doppelsechs änderte sich nichts - was in Durchgang eins Segen und Fluch zugleich aus Dortmunder Sicht war.

Segen, weil sich das ballsichere Mittelfeld sehr kreativ präsentierte und es immer wieder schaffte, die rochierenden Offensivspieler Sancho, Reus und Hazard in Szene zu setzen - wie beim frühen 1:0 durch Sancho, der nach starkem Zusammenspiel zwischen Brandt und Reus aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste (10.).

Fluch, weil sich die im 4-5-1 agierenden Gäste aus Prag nicht versteckten und das mittlere Platzdrittel oft viel zu ungestört überbrückten. Dortmunds Torhüter Bürki parierte allein in der ersten halben Stunde vier aussichtsreiche Abschlüsse der Tschechen. Beim fünften war er schließlich machtlos, weil Zagadou das Abseits aufhob und Soucek den Ball nach einer am Ende etwas glücklichen Koproduktion zwischen Masopusts rechtem Fuß und Skodas Brust über die Linie drückte (43.).

Nach der Halbzeit schalteten die Hausherren im Spiel nach vorne aber zwei Gänge höher und erarbeiten sich gegen die oft sehr weit aufgerückten Prager mehrere Tormöglichkeiten. Als allmählich das Gefühl aufkam, die Mannschaft von Favre sterbe vor des Gegners Gehäuse einmal mehr in Schönheit, traf der spielfreudige Brandt nach Vorarbeit von Sancho aus spitzem Winkel zur erneuten Führung (61.).

Diese hatte bis zum Schluss Bestand, obwohl Weigl eine knappe Viertelstunde vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz flog und Slavia - auch wegen Bürki - noch einige Hochkaräter ausließ. Weil Gruppenkontrahent Inter im Parallelspiel an einer besseren B-Elf des bereits als Gruppensieger qualifizierten Barcelona verzweifelte, sicherte sich der BVB das Ticket für die K.o.-Runde.

Borussia Dortmund - Slavia Prag: Die Daten des Spiels

Tore: 1:0 Sancho (10.), 1:1 Soucek (43.), 2:1 Brandt (61.)

Gelb-Rote Karte: Weigl (77.)

  • Mit 25 Jahren und 60 Tagen schickte Favre seine jüngste Startelf der CL-Saison aufs Feld.
  • Dortmund spielte seit vier CL-Partien nicht zu null - das gab es zuletzt von April bis Dezember 2017.
  • Guerreiro absolvierte sein 100. Pflichtspiel für den BVB.

Star des Spiels: Roman Bürki (Borussia Dortmund)

Ließ die Gäste aus Prag mit insgesamt sieben Glanzparaden verzweifeln. Besonders stark: seine Tat in der 34. Minute, als er einen abgefälschten Schuss von Masopusts sensationell über die Latte lenkte. Brandt, der die frühe Führung mit seinem perfekt getimten Pass in die Tiefe auf Reus erst möglich machte und das 2:1 selbst erzielte, wusste beim BVB ebenfalls zu gefallen. Aufseiten der Gäste war Soucek mit vier Torschüssen, von denen einer sein Ziel fand, der auffälligste Akteur.

Flop des Spiels: Marco Reus (Borussia Dortmund)

Sicherte sich den Assist zum 1:0, hätte mit seiner vergebenen Großchance im Eins-gegen-Eins mit Prag-Torwart Kolar in der 23. Minute aber schon früh für einen entspannteren Abend aus BVB-Sicht sorgen können. Fand danach praktisch nicht mehr statt und beendete die Partie letztlich mit einer Zweikampfquote von nur 28 Prozent. Ebenfalls schwach: Hazard, dessen Entscheidungsfindung im letzten Drittel teilweise unterirdisch war.

Der Schiedsrichter: Sergey Karasev (Russland)

Reiste mit der Erfahrung von 23 Champions-League-Einsätzen nach Dortmund und hatte keine Probleme, die weitgehend fair geführte Begegnung zu leiten. Sein Videoassistent brauchte beim 1:1 durch Soucek aber gefühlt ein wenig zu lange, um zu ermitteln, dass Skoda nicht im Abseits stand. Zeigte Weigl zurecht zweimal Gelb.

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