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Fussball

Cluj verteilt Gastgeschenke an Bayern

Von Für SPOX in der Allianz Arena: Florian Bogner / Falk Landahl
Der FC Bayern München und CFR Cluj lieferten sich eine turbulente Partie
© Getty

Der FC Bayern München ist in der Champions League klar auf Achtelfinal-Kurs. Am 3. Spieltag der Gruppe E siegte der letztjährige Finalist gegen Außenseiter CFR Cluj mit 3:2 (2:1). Auch wenn der FCB dabei nicht wirklich überzeugte, war es saisonübergreifend bereits der sechste Heimsieg in Folge in der Königsklasse.

Die ersten beiden Bayern-Tore erzielten allerdings die Gäste: Nach der Cluj-Führung durch Cadu (29.) schoss selbiger per Eigentor den Ausgleich (32.), bevor Cristian Panin die Bayern durch ein weiteres Eigentor auf die Siegerstraße brachte (37.). Auch beim 3:1 durch Mario Gomez (77.) half Cluj tatkräftig mit. Juan Culio gelang nur noch das 2:3 (86.).

Zur Halbzeit der Gruppenphase führt der FCB die Gruppe E damit mit neun Punkten unangefochten an. Am 3. November steht das Rückspiel in Rumänien auf dem Plan.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Der FC Bayern im Vergleich zum 3:0-Heimsieg gegen Hannover mit einer Änderung - Schweinsteiger spielt für Braafheid. Pranjic rückt aus dem Zentrum auf die linke Abwehrseite, Schweinsteiger übernimmt seine gewohnte Position. Kroos spielt diesmal zentral. Auf der Bank hat der FCB wieder nur vier Feldspieler (u.a. Demichelis).

Cluj im Vergleich zum letzten CL-Auftritt in Rom (1:2) mit drei neuen Spielern: Torwart Stancioiu hat mittlerweile Nuno Claro verdrängt, dazu spielen Rafael Bastos und De Zerbi für Alcantara und Hora.

21.: De Zerbi flankt nach einer Ecke von rechts in die Mitte. Am langen Pfosten lauert Piccolo, löffelt den Ball aber drüber.

28., 0:1, Cadu: Fast eine Kopie der Chance eben. Diesmal Freistoß De Zerbi von rechts, diesmal Cadu am langen Pfosten völlig blank. Butt diesmal machtlos.

32., 1:1, Cadu (Eigentor): Schweinsteiger zieht aus 20 Metern ab. Abgefälscht landet der Ball am Fünfereck bei Kroos. Der will Gomez einsetzen, Cadu springt der Ball an den Unterschenkel - Eigentor.

37., 2:1, Panin (Eigentor): Ecke von rechts, Badstuber. Panin tropft der Ball am Fünfer im Kopfballduell mit Schweinsteiger auf die Brust, Stancioiu greift daneben - Führung Bayern.

45.+1: De Zerbi schickt Traore steil. Tymoschtschuk grätscht, erwischt den Ball aber nicht richtig. Traore ist frei durch, trifft aber nur den rechten Pfosten.

71.: Konter der Gäste. Der eingewechselte Hora zieht vom rechten Sechzehnereck ab - Butt pariert stark zur Ecke.

77., 3:1, Gomez: Stancioiu lässt einen Kroos-Schuss nach vorne prallen. Cadu ist schneller als Gomez, schießt aber das Bein des Stürmers an. Durch die Beine des Keepers rollt der Ball über die Linie.

86., 3:2, Culio: Bayern verteidigt links sehr naiv. Pass in die Mitte, Tymoschtschuk und Lahm gucken nur zu. Culio macht den Ball mit Hilfe des rechten Innenpfostens rein.

Fazit: Ein bisschen Glück, ein Haufen Naivität bei Cluj - Hauptsache gewonnen, wird man auf Bayern-Seite sagen.

Der Star des Spiels: Bastian Schweinsteiger, wenn auch eher ein Sternchen. In Abwesenheit der verletzten Kapitäns van Bommel war er der Chef auf dem Platz, verteilte die Bälle gut und überzeugte mit ordentlichen Zweikampfwerten. Aus einer durchschnittlichen Bayern-Elf stach er damit schon raus. Die Formkurve des zuletzt am Knöchel verletzten Nationalspielers zeigt nach oben.

Die Gurke des Spiels: Danijel Pranjic. In Abwesenheit des verletzten Contento enttäuschte der Kroate erneut auf der von ihm nicht unbedingt geliebten Verteidigerposition. Pranjic konnte sich auf links kaum mal durchsetzen, hinterlief Müller kein einziges Mal und spielte meist nur Alibi-Pässe. Zu wenig für einen, der nur wenige Bewährungschancen bekommt. Zudem symptomatisch: Pranjic trug blaue Schuhe - ein Makel, der bei den Fans des 1860-Rivalen gar nicht gut ankommt.

Die Pfeife des Spiels: Martin Atkinson (England) pfiff sehr gut. Hatte die Partie jederzeit im Griff, war in den persönlichen Strafen tadellos und ließ nie einen Zweifel daran aufkommen, dass er hier der Chef im Ring ist. Sogar das Foul von Tymoschtschuk vor dem 0:1, dass die Bayern-Fans anders sahen, konnte man so geben.

Analyse: Bayern in der ersten Halbzeit mit 65 Prozent Ballbesitz, aber ohne Druck. Cluj stand nicht mal besonders tief, die Hausherren machten sich jedoch das Leben durch fehlende Laufbereitschaft, Fehlpässe und Stockfehler selbst unnötig schwer.

Kroos wurde im Zentrum zu selten angespielt, Gomez hing vorne in der Luft. Wurde über Außen gespielt, dann über rechts - hier schoben aber Ottl und Lahm meist nicht richtig nach. Die Flanken des bemühten Altintop waren zudem gruselig. So mussten schon zwei kuriose Eigentore für eine etwas schmeichelhafte Halbzeitführung herhalten.

Den Gästen fiel offensiv eher wenig ein - das reichte jedoch, um die FCB-Defensive in der ersten Stunde einige Male auf dem falschen Fuß zu erwischen.

Meistens ging es hoch und weit auf den kantigen Traore, mit dem Tymoschtschuk alle Hände voll zu tun hatte. Dazu nervte De Zerbi mit Zuspielen in die Tiefe und durch Standards.

Erst nach knapp einer Stunde bekamen die Münchner das Spiel besser in den Griff, bei Cluj schwanden die Kräfte. Schweinsteiger nahm das Heft endlich in die Hand, Müller riss die Defensive durch viele Positionswechsel auf und der bis dato sehr naive Kroos war mehr am Spiel beteiligt. Mit Gomez' 3:1 war die Partie entschieden, auch wenn Cluj noch mal ran kam.

Bayern München - CFR Cluj: Daten zum Spiel

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