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Fussball

Erkenntnisse nach ManCitys Sieg: Dieses Atletico musste bestraft werden

Diego Simeone, Pep Guardiola

Manchester City hat beim 1:0 gegen Atletico Madrid die Tür zum Halbfinale der Champions League im wahrsten Sinne des Wortes aufgestoßen. Die Erkenntnisse zum Spiel.

Dieses Atletico musste bestraft werden

Man darf einen Trainer nicht dafür verteufeln, wenn er einen wenig ansehnlichen Plan gefunden hat, um seine Spiele zu gewinnen, wenn der Plan oft genug aufgeht und die Gegner keine Lösung finden. Solange die Vorgehensweise von Klub und Mannschaft angenommen wird, stellt sie für diesen Trainer auch kein Problem dar.

Dennoch ist es legitim, kein Fan davon zu sein, wenn eine Mannschaft auf höchstem Niveau so ziemlich alles zerstört, was ein Fußballspiel so schön machen kann. Geht das Duell zwischen Manchester City und Atletico Madrid torlos aus, würde es viele Ergebnisexperten geben, die einen Ansatz zum Lob für diesen Auftritt Atleticos finden.

Aber bei allem Respekt für Defensivfußball: Wenn eine hochkarätig besetzte Champions-League-Mannschaft, die als amtierender Meister Spaniens die Farben der Primera Division vertritt, es über 90 Minuten nicht schafft, einen einzigen Torschuss hinzubekommen, endet die Akzeptanz. Und dann ist es okay, dass diese Mannschaft das Spiel verliert.

Es ehrt Griezmann und Co., dass sie dieses Spiel mitmachen

Atletico verteidigte im Etihad-Stadion so intensiv, dass Trainer Diego Simeone nur noch in zwei Reihen spielen ließ. "Sie haben im 5-5-0 gespielt", sagte Kevin De Bruyne und sprach über die Schwierigkeit, die Madrider Wand zu durchbrechen.

Joao Felix und Antoine Griezmann, offiziell aufgestellt als Stürmer, wichen auf die Außenpositionen im Mittelfeld, um die Räume eng zu machen.

Es verblüfft manchmal, dass die Atletico-Angreifer dieses Spiel mitmachen. Und oft verblüfft es noch mehr, dass Atletico überhaupt so viel Geld in die Hand nimmt, um Offensivspieler zu kaufen, wenn sie eine Nebenrolle in ihrer eigentlichen Aufgabe spielen. Es ehrt sie, dass sie das Spiel ihres Trainers beherzigen.

So oder so: Dieses Atletico Madrid, das erstmals unter Simeone ohne eigenen Torschuss blieb, musste bestraft werden und wurde mit der Niederlage bestraft.

Wie es geht, gut zu verteidigen, ohne so bieder zu spielen, beweist auf der anderen Seite ManCity. In der laufenden Saison hat City weniger Tore kassiert als Atletico und auch bei der direkten Begegnung hatte Atletico zwar keine Lust auf Angriff, aber die zarten Kontermöglichkeiten wurden auch im Keim erstickt.

Ist Pep vielleicht ein besserer Simeone?

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