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Fussball

VfL Wolfsburg nach Witz-Elfer wütend: "Muss aufpassen, was ich sage"

SID
Ein zweifelhafter Elfmeter hat dem VfL Wolfsburg den Sieg gegen Sevilla gekostet. Mark van Bommel und Co. waren völlig bedient.

Ein zweifelhafter Elfmeter hat dem VfL Wolfsburg den Sieg gegen Sevilla gekostet. Mark van Bommel und Co. waren völlig bedient.

Mark van Bommel schaute finster drein, er konnte es nicht fassen. "Jeder hat gesehen, dass es kein Elfmeter war", sagte der Trainer des VfL Wolfsburg. Als "aggressive leader" von Bayern München hat er große Schlachten geschlagen, mit dem FC Barcelona die Champions League gewonnen - aber so etwas wie beim unglücklichen 1:1 (0:0) seiner Wölfe gegen den FC Sevilla hat van Bommel auch noch nicht erlebt: "Ich weiß nicht, was der Schiedsrichter gesehen hat."

Was van Bommel so aufregte? Sein Team führte in der Königsklasse, doch dann pfiff Referee Georgi Kabakow aus Bulgarien einen "Witz-Strafstoß", wie der kicker schrieb.

Joshua Guilavogui traf in der Szene zwar Erik Lamela am Schienbein, zuvor hatte der Franzose aber den Ball gespielt. Kurios: Kabakow sah sich die Bilder sogar am Spielfeldrand noch einmal an, er entschied nach Videobeweis aber dennoch auf Elfmeter. Und er zeigte Guilavogui sogar noch die Gelb-Rote Karte (85.).

Die Wolfsburger fühlten sich hinterher durch den Schiedsrichter um den Sieg gebracht. "Ich muss aufpassen, was ich sage", meinte Maximilian Arnold: "So etwas darf nicht passieren." Doch es passierte tatsächlich. Der ehemalige Bundesliga-Star Ivan Rakitic (87.) verwandelte sicher, Renato Steffen (48.) hatte den Werksklub in Führung gebracht. Nur 1:1 statt 1:0.

VfL Wolfsburg: "Hätten mehr verdient gehabt"

"Wir hätten es verdient gehabt, zu gewinnen, deshalb bin ich nicht froh über diesen Punkt", sagte van Bommel, der nun sein Team für das Bundesliga-Duell am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr) aufrichten muss.

Die 11.733 Zuschauer in Wolfsburg quittierten die Elfmeter-Entscheidung am späten Mittwochabend mit einem gellenden Pfeifkonzert, van Bommel und Co. fragten Kabakow, warum er auf Strafstoß entschied - sie erhielten nach eigener Aussage aber keine Antwort.

Kabakow wurde anschließend auch im Internet attackiert. "Er stellte seine Liebe für den FC Sevilla beim Spiel am 29. September in Wolfsburg unter Beweis", stand zeitweise in seinem englischen Wikipedia-Eintrag, andere Fans griffen zu Beleidigungen. Der Artikel wurde schließlich gesperrt.

VfL-Torschütze Steffen: "Kann sein Bein ja nicht wegzaubern"

"Sehr ärgerlich, dass uns so zwei Punkte genommen wurden", sagte Torschütze Steffen: "Joshua kann sein Bein ja nicht wegzaubern." Der Schweizer erinnerte aber auch daran, dass Angreifer Wout Weghorst zwei große Chancen (59. und 72.) zum möglichen 2:0 und der damit verbundenen Vorentscheidung liegenließ. Hätte der Niederländer getroffen, gäbe es hinterher "weniger Diskussionen", sagte Steffen.

Nun aber liegt Wolfsburg in der Gruppe G mit zwei Punkten auf Rang drei, anstatt mit vier Zählern gleichauf mit Spitzenreiter RB Salzburg zu sein. "In dieser Gruppe ist alles sehr eng. So wird es wohl bis zum sechsten Spieltag bleiben", sagte van Bommel grimmig: "Das bedeutet: Jeder Punkt ist sehr teuer."

 

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