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Fussball

Leipzig lacht vor City-Kracher: "Vielleicht nicht bereit, aber egal"

SID

Und jetzt auch noch Manchester City! Auf RB Leipzig wartet nach dem unglücklichen Ligastart die größtmögliche Herausforderung in der Königsklasse.

Krise? Welche Krise? Trainer Jesse Marsch und die Fehlstarter von RB Leipzig lachten den Bundesliga-Blues locker weg. Beim Abschlusstraining vor dem Champions-League-Kracher bei Manchester City wurde am Cottaweg nach Herzenslust gefeixt und gerangelt, Marsch beobachtete das Treiben grinsend von der Seite.

Die 1:4-Heimpleite gegen Bayern München ist abgehakt, wie Marsch es befohlen hatte. "Vielleicht ist es nicht fair jetzt, dass wir solche großen Tests wie gegen Bayern und auswärts gegen ManCity haben", sagte Marsch vor dem Auftakt der Gruppenphase am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN): "Vielleicht sind wir nicht bereit für eine solch große Herausforderung. Aber egal!"

Auch vor dem Abflug am Dienstag, die Maschine ENT580 hob um 14.17 Uhr in Leipzig ab, gaben sich die Spieler beim Check-in gelöst und optimistisch. Zweifel können sie sich trotz drei Niederlagen aus vier Ligaspielen nicht erlauben. Denn die Partie bei City setzt den Ton für die kommenden Wochen.

Ja, verlieren darf man bei Teammanager Pep Guardiola und seiner Weltauswahl. Eine Klatsche würde jedoch massiv am Selbstvertrauen nagen. Zumal die Leipziger in Gruppe A auch noch auf Paris St. Germain um Lionel Messi und Neymar treffen - und natürlich auf den FC Brügge.

"Das schwerste Spiel ist das erste jetzt in Manchester", stellte Marsch im kicker klar: "City ist im Vergleich zu PSG das vielleicht homogenere Team, und ich hatte gehofft, dass wir später gegen sie spielen, weil wir noch mitten in unserem Prozess sind." Was der 47-Jährige damit meint, war gegen die Bayern am Samstag deutlich zu beobachten.

RB vs. City: Marsch wünscht sich "mehr Klarheit"

War den Leipzigern in Sachen Einsatz und Intensität gegen den Ball wenig vorzuwerfen, krankte die Offensive. Dabei geht es um die Entscheidungsfindung im letzten Drittel, um den berühmten tödlichen Pass. Mittelfeldspieler Kevin Kampl vermisste das "Durchsetzungsvermögen, unbedingt dieses Tor schießen zu wollen", und Marsch wünschte sich "mehr Klarheit".

In Manchester wird es die brauchen, ist Guardiolas Team mit seinem Positionsspiel doch ein Beispiel für das Filetieren von Abwehrreihen. Oder anders: City, das sich in der abgelaufenen Premier-League-Saison überlegen zum Meister gekrönt hatte, fand seine Identität vor Jahren. Leipzig ist jedoch gerade erst dabei, sie wiederzuentdecken.

Und dies geht "nicht von heute auf morgen", wie Torwart Peter Gulacsi sagte. Marsch lehrt eher die ursprüngliche RB-Idee, die stark auf Umschaltspiel setzt. Indessen hatte Julian Nagelsmann die Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren stark auf Ballbesitz gepolt. Auch Zugänge wie Stürmer Andre Silva sind noch nicht komplett eingebunden.

All das braucht Zeit, die im Fußball-Business niemand hat. Das wissen sie in Leipzig natürlich, weshalb Rückschläge einkalkuliert sind. Auch am Mittwoch. "Wir werden gegen City alles reinlegen, alles versuchen", sagte Kampl: "Und auch da werden wir, egal wie das Spiel ausgeht, unseren Kopf nicht hängen lassen."

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