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Fussball

Per Mertesacker über das Champions-League-Finale auf DAZN: "Der einzige, der nicht eiskalt ist, ist Neymar"

Von SPOX

Per Mertesacker wird am Sonntag das Champions-League-Finale als Co-Kommentator begleiten (ab 21 Uhr live auf DAZN und im LIVETICKER). Der ehemalige Nationalspieler spricht vor dem Duell des FC Bayern München gegen PSG bei DAZN und SPOX über die mögliche taktische Herangehensweise des FCB, Serge Gnabrys mit vielen Fragezeichen versehene Zeit in England und einen der wichtigsten Spieler bei Paris Saint-Germain.

Per Mertesacker über ...

... die beiden besten Teams im Finale:

"Das muss man ganz klar so sagen. Aufgrund der neu gewonnenen Stärke der Bayern in dieser Saison, auch mit der Qualität, die sie in diesem neuen Turniermodus gebracht haben. Auch wie Paris mit Rückschlägen umgegangen ist, besonders gegen Atalanta, das war schon beeindruckend. Und jetzt die klaren Siege in den Halbfinals. Es sind die beiden Mannschaften, die am meisten beeindruckt haben."

... die hochstehenden Bayern als Vorbild für die Konkurrenz:

"Nur bedingt. Bayern hat eine unglaubliche Geschwindigkeit in der letzten Reihe. Ohne diese kannst du das natürlich nicht spielen. Das als Revolution darzustellen, ist schwierig. Andere Mannschaften fühlen sich so hochstehend überhaupt nicht wohl und brauchen mehr Absicherung. Die Bayern fühlen sich relativ wohl, aber wenn es mal schiefgeht und man ein, zwei Gegentore kassiert, wird man auch als Spieler direkt ein bisschen nervös und geht automatisch drei, vier Schritte zurück. Wenn man Mbappe sieht, Neymar, Di Maria: Das sind alles schnelle Spieler mit schneller Umschaltbewegung, die eher hinter die Ketten gehen und auch präzise Bälle aus dem Mittelfeld spielen können. Deshalb denke ich, dass Bayern am Sonntag ein bisschen konservativer an die Sache herangehen wird."

... Bayerns riskantes Spiel in der Defensive:

"Fehler wie gegen Lyon werden in einem Finale auch schnell bestraft. Deswegen muss sich Bayern genau überlegen: Wie gehen wir damit um? Ob über links gegen Kimmich oder durch die Mitte: Mbappe ist brandgefährlich und kann bei einem solchen Konter mehrere Meter zwischen sich und den Gegner bringen - dann hat er mehr Zeit, sich auf den Abschluss zu konzentrieren. Bei Memphis Depay waren Jerome Boateng und David Alaba direkt dran. Wenn Mbappe einmal antritt, sind zwei, drei Meter dazwischen. Dann kann er sich Manuel Neuer quasi "zurechtlegen". Die Bayern müssen vorsichtig sein und die richtige Abstimmung zwischen hoher Linie, mutigem Spiel und der richtigen Absicherung finden."

... Hansi Flicks Ansagen an die Abwehr:

"Er sagt schon, dass die Innenverteidiger schnell rausschieben und die ganze Kette schnell hochschieben soll. Wichtig ist natürlich der Druck auf den Ball, und als Bayern gegen Lyon den Ball schnell verloren hat, war kein Druck da - da muss man vielleicht den einen oder anderen Meter zurückweichen. Wenn Druck auf dem Ball ist, ist eine hohe Linie kein Problem. Ohne Druck wird es schwierig. Die Pariser sind unbedrängt gut genug, den Ball hinter die Kette zu spielen - das hätte ich wahrscheinlich auch noch hinbekommen."

... Flicks Ansprachen an das Team:

"Ihm wird wichtig sein, dass er die Taktik schon einen Tag vorher geklärt und das Spiel und die eigenen Fehler analysiert hat. Am Sonntag wird es darum gehen, die Mannschaft mitzunehmen und zu sensibilisieren auf dieses große Spiel. Hansi Flick wird sich von Jogi Löws Reden in der Nationalmannschaft einiges abgeguckt haben: Wir haben uns von Löw immer sehr abgeholt gefühlt und waren immer motiviert und auf den Punkt fit, um Topleistungen zu bringen. Aber er wird seinen eigenen Stil entwickeln."

... Hansi Flick als Persönlichkeit:

"Man weiß, dass Hansi ein ruhiger Genosse ist, der seine Punkte aber auch klar rüberbringen möchte. Trotzdem ist er jemand, dem man sehr gut zuhören und dem man sehr gut folgen kann. Ich habe ihn in einer direkten Ansprache als Cheftrainer nicht erlebt. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass es den Jungs guttut, einen ruhigen, entspannten Trainer zu haben. Er wird der Mannschaft am Spieltag Raum geben: Es gibt genug Führungsspieler in der Mannschaft, die vorangehen und den Ton vor dem Spiel hochfahren werden."

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