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Fussball

TSG Hoffenheim - SC Freiburg 3:4: Freiburgs Champions-League-Teilnahme rückt näher

Von SID
Freiburgs Lucas Höler jubelt über sein Tor für den SC Freiburg beim 4:3 bei der TSG Hoffenheim.

Der SC Freiburg hat nach einer weiteren fulminanten Vorstellung die erstmalige Teilnahme an der Champions League im Visier. Der Pokalfinalist gewann am 32. Spieltag der Bundesliga 4:3 (1:1) bei der TSG Hoffenheim. Damit haben die Breisgauer zumindest vorübergehend den vierten Platz erobert.

Christian Streich herzte jeden seiner Schützlinge, dann entließ er sie zur Mega-Party vor den 4000 mitgereisten und völlig euphorisierten Freiburger Fans. Während in der Kurve vom DFB-Pokal und der deutschen Meisterschaft gesungen wurde, stapfte der SC-Trainer nach dem 4:3 (1:1) im aufreibenden badischen Duell bei der TSG Hoffenheim entspannt und zufrieden vom Platz - der Klub aus dem Breisgau darf von der Champions League träumen.

Nur Streich bremste beim Blick auf die Tabelle. "Das hat keine Relevanz, da am Montag noch Spiele sind", sagte der SC-Coach bei Sky. Seine Schützlinge genossen derweil den Augenblick. "Hier zu gewinnen, ist unglaublich. Es gibt für uns nichts Schöneres", sagte Kapitän Christian Günter: "Der Druck war schon ein Stückweit da, deswegen ist es umso schöner. Wir arbeiten darauf hin, in Leverkusen am letzten Spieltag ein Endspiel zu haben. Wenn du so eine Saison spielst dann muss es unser Ziel sein, den größtmöglichen Erfolg zu haben."

Durch den Erfolg erobern die Breisgauer zumindest vorübergehend den wichtigen vierten Platz. Das stellte auch Lucas Höler zufrieden: "Es war sehr emotional, zum Glück haben wir es über die Zeit gebracht. Insgesamt sind wir der verdiente Sieger."

Roland Sallai (23.), Günter (50.), Höler (70.) und Woo-Yeong Jeong (73.) trafen für die Freiburger, die einen Punkt vor RB Leipzig liegen. Der Fünfte muss am Montag bei Borussia Mönchengladbach ran. Die TSG ist weiter auf Talfahrt und hat nach sieben Partien ohne Sieg den Europacup endgültig aus den Augen verloren. Daran änderten auch die Tore von Andrej Kramaric (32.), Angelo Stiller (49.) und Sebastian Rudy (84.) nichts.

Vor 23.627 Zuschauern in Sinsheim bestimmten die Hoffenheimer die Anfangsphase. Nach einem Fehler des Freiburger Verteidigers Manuel Gulde vertändelte TSG-Stürmerstar Kramaric die erste Gelegenheit (7.).

Die Freiburger, die ohne Yannik Keitel, Kevin Schade und Noah Weißhaupt auskommen mussten, kamen nur mühsam in die Partie. Im Spiel nach vorne brachten die Breisgauer kaum etwas zustande, die sonst so starken Außenspieler kamen nicht nur Geltung. Auch die Dreierreihe in der Abwehr funktionierte nicht richtig gut.

Trotz der Probleme in allen Bereichen ging die Mannschaft von Trainer Christian Streich durch die erste gelungene Offensivaktion in Führung. Nach Vorarbeit von Höler ließ der Ungar Sallai dem früheren SC-Torwart Oliver Baumann keine Chance.

SC Freiburg dreht das Spiel

Im Anschluss an die Führung übernahmen die Gäste kurzzeitig das Kommando, den Treffer markierten aber die Hoffenheimer. Nach einer Flanke von Nationalspieler David Raum war der kroatische Vize-Weltmeister Kramaric zur Stelle. Es war erst das fünfte Saisontor des Angreifers, der in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten war.

In der 39. Minute vergab der Österreicher Christoph Baumgartner die Möglichkeit zum zweiten Treffer für die Gastgeber, bei denen Ermin Bicakcic, Benjamin Hübner, Marco John, Havard Nordtveit, Stefan Posch und Chris Richards fehlten.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs stellte Streich von einer Dreier- auf eine Vierer-Abwehrkette um und brachte seinen Superjoker Nils Petersen. Die Maßnahme ging zunächst nach hinten los. Nach Vorarbeit von Kramaric traf Stiller. Der SC war allerdings nur wenige Sekunden geschockt, Kapitän Günter erzielte postwendend den Ausgleich.

Nach den beiden frühen Toren in der zweiten Hälfte nahm die Begegnung richtig Fahrt auf. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier auf Sieg. Die beste Chance in dieser Phase vergab Höler (62.).

Kurz darauf hatte der Hoffenheimer Diadie Samassekou großes Glück, dass er nicht die Gelb-Rote Karte sah (69.). Den fälligen Freistoß verwerte Höler per Kopf. Es war bereits das 24. Standardtor der Freiburger, die damit die Liga anführen. Kurz darauf erhöhte der gerade eingewechselte Südkoreaner Jeong. Rudy sorgte noch einmal für Spannung.

TSG Hoffenheim - SC Freiburg: Die Stimmen

Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim): "Ich habe viele gute Dinge gesehen. Ich habe Mut und Leidenschaft gesehen. Aber wenn du vier Gegentore kassierst, wird es schwer zu punkten. Das 2:2 war der Knackpunkt. Es ist extrem bitter und tut weh."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Hoffenheim hat mit der Viererkette überrascht. Sie haben sehr gut gespielt am Anfang. Aber unsere Jungs sind ruhig geblieben. Die Mannschaft hat mich mit ihrer Mentalität begeistert."

TSG Hoffenheim - SC Freiburg: Die Aufstellungen

Hoffenheim: Baumann - Kaderabek (89. Bruun Larsen), Akpoguma (89. Adams), Vogt, Raum - Samassekou (72. Skov) - Baumgartner (65. Rudy), Stiller - Bebou, Dabbur (65. Rutter), Kramaric. - Trainer: Hoeneß

Freiburg: Flekken - Gulde (46. Petersen), Lienhart, Schlotterbeck - Kübler (90.+4 Sildillia), Maximilian Eggestein, Höfler, Günter - Sallai (71. Jeong), Höler (71. Demirovic), Grifo (88. Schmid). - Trainer: Streich

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

Tore: 0:1 Sallai (23.), 1:1 Kramaric (32.), 2:1 Stiller (49.), 2:2 Günter (50.), 2:3 Höler (70.), 2:4 Jeong (73.), 3:4 Rudy (84.)

Zuschauer: 23.627

Gelbe Karte: Samassekou (6) -

 

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