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Fussball

BVB - SC Freiburg 5:1: Borussia Dortmund vergoldet Aufholjagd von Frankfurt

Borussia Dortmund, SC Freiburg

Borussia Dortmund hat den Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern München zumindest für eine Nacht auf drei Punkte verkürzt. Der BVB gewann zum Auftakt des 19. Spieltags zu Hause mit 5:1 (3:0) gegen den SC Freiburg. Die Tore schossen Thomas Meunier und Erling Haaland jeweils per Doppelpack sowie Mahmoud Dahoud, für den SCF traf Ermedin Demirovic.

"Wir haben heute viel richtig und gut gemacht. Die erste Halbzeit war in allen Spielphasen top, mit guten Balleroberungen und einem richtig guten Positionsspiel. Wir haben die Räume gut eng gemacht, sind mit zwei oder drei Spielern dazu gekommen und hatten immer wieder gute Balleroberungen", sagte BVB-Trainer Marco Rose nach dem Spiel bei DAZN.

Trotz nur drei Punkten Rückstand auf die Bayern wollte Rose aber den Ball flach halten. "Wir sagen immer, dass wir da vorne dabei sein und die Schale mal wieder nach Dortmund holen wollen. Aber die Bayern schenken wenig her und wir sind in vielen Spielen zu inkonstant gewesen. Deshalb geht's nur darum, dass wir uns um uns kümmern."

Ganz anders war die Stimmungslage bei den Gästen. "Das war viel zu wenig, einfach ein schlechtes Spiel von uns. Das ist extrem enttäuschend, dass wir so auftreten", sagte ein sichtlich angefressener Christian Streich. "Es war klar, dass man Frustrationstoleranz braucht gegen Dortmund - einige Spieler hatten das offenbar nicht. Und wenn wir nicht richtig gut drauf sind, haben wir mit Borussia Dortmund nichts zu tun. Das hat man heute gesehen."

BVB gegen SC Freiburg: Die Analyse

Der BVB mit der besten Halbzeit der gesamten Saison! Die Hausherren, die stets knapp unter 70 Prozent Ballbesitz hatten, waren durchgehend aktiv und klar in ihren Aktionen - mit und ohne Ball. Ging die Kugel verloren, griff ein überragendes Gegenpressing, das Freiburg kaum Raumgewinn erlaubte. Und dann trafen die Schwarzgelben, deren Passspiel stets scharf und zielstrebig war, völlig unüblich auch noch zweimal per Kopf nach einer Ecke.

Die Gäste standen in ihrem 4-4-2 gegen den Ball recht tief und waren vor allem passiv in den Zweikämpfen, so dass die Borussia häufig auf beiden Flügeln den Raum hinter den SC-Außenverteidigern fand. Die Breisgauer kamen mit Ball am Fuß kaum hinten raus, diese Bälle waren genauso schnell weg. Am Ende stand nicht eine echte Torchance.

Freiburg jedoch mit der Hereinnahme von Demirovic als klarem Neuner und dem agilen Schade allein in den ersten fünf Minuten des zweiten Durchgangs gefährlicher als im gesamten ersten. Die Mannschaftsteile waren nun besser miteinander verbunden, die Abstände geringer. So umschiffte das Passspiel des SCF häufiger das Dortmunder Gegenpressing und man fand besser in die Zwischenräume.

Die deutliche Dominanz des BVB nahm ab, die Partie gestaltete sich ausgeglichener. Nach Freiburgs Treffer zum 1:3 hatten beide Teams Möglichkeiten für den nächsten Treffer - nicht die erste klare Führung der Borussia, die plötzlich unsicherer wurde. Einen leichten Ballverlust der Gäste nutzte Dortmund schließlich zur Entscheidung.

BVB gegen SC Freiburg: Die Aufstellungen

Dortmund: Kobel - Meunier (76. Wolf), Can (46. Akanji), Hummels, Guerreiro (71. Schulz) - Dahoud - Brandt, Bellingham (85. Witsel) - Reus (71. Hazard), Malen - Haaland .

Freiburg: Uphoff - Kübler, Lienhart, Gulde, Günter - Haberer (65. Keitel), Höfler - Sallai (65. Weißhaupt), Jeong (46. Demirovic), Grifo (46. Schade) - Höler (81. Petersen).

BVB gegen SC Freiburg: Die Daten des Spiels

Tore: 1:0, 2:0 Meunier (14., 29.), 3:0 Haaland (45.+1), 3:1 Demirovic (61.), 4:1 Haaland (75.), 5:1 Dahoud (86.)

  • Erling Haaland traf in jedem seiner letzten acht Bundesliga-Heimspiele (14 Tore). Nur Pierre-Emerick Aubameyang traf zwischen 2015 und 2016 in mehr Heimspielen (11).
  • Dortmund verlor nur eins der 22 Bundesliga-Heimspiele gegen Freiburg (18 Siege, 3 Remis): mit 0:2 im Oktober 2001. Seitdem holte der BVB in 14 BL-Heimduellen 13 Siege und ein Remis - gegen kein anderes aktuelles BL-Team ist die Borussia zu Hause so lange unbesiegt.

  • Dortmund traf in dieser Bundesliga-Saison 31-mal nach der Pause - kein Team öfter.
  • Das 4:1 durch Haaland war das 2000. Heimtor des BVB.
  • Julian Brandt kassierte seine erste Gelbe Karte seit April 2014. Es war erst die zweite Gelbe in seinem insgesamt 245. BL-Spiel.

Der Star des Spiels: Thomas Meunier (BVB)

Der in dieser Saison stark formverbesserte Belgier bereitete mit seinen beiden Kopfballtoren den Weg zum Dortmunder Sieg. Auch defensiv mit einer ordentlichen Vorstellung.

Der Flop des Spiels: Jeong Woo-Yeong (SC Freiburg)

Der Offensivspieler war wie viele seiner Kollegen vollkommen inexistent und musste nach 45 schwachen Minuten zur Pause in der Kabine bleiben. Sieben seiner 14 Pässe spielte er zum Gegner, auch in den Zweikämpfen meist zweiter Sieger.

Der Schiedsrichter: Florian Badstübner

Hatte mit seinem 18. Bundesligaspiel nicht den Hauch eines Problems.

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