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Fussball

VfB Stuttgart - Arminia Bielefeld 0:1: Erster Sieg seit Mai - Okugawa erlöst Kramer und Bielefeld

Von SID
Okugawa erzielte in Stuttgart das Tor des Tages.

Erlösung nach dem Treueschwur: Arminia Bielefeld hat mit Trainer Frank Kramer den ersten Saisonsieg eingefahren.

Frank Kramer riss völlig losgelöst die Fäuste in die Luft und setzte zu einem kleinen Freudenhüpfer an, dann versank er erleichtert in den Armen seiner Mitstreiter. Nach 168 langen Tagen und dank Masaya Okugawa hat der Trainer mit Arminia Bielefeld endlich wieder einen Bundesligasieg gelandet.

Der Japaner (19.) sicherte den Arminen, die zudem dreimal (!) Aluminium trafen, mit dem 1:0 (1:0) beim VfB Stuttgart den ersten Dreier seit dem 22. Mai an gleicher Stelle. Bei der spontanen Fan-Party vor dem Gästeblock hielt sich Kramer, dem die Bosse unter der Woche ihre Treue geschworen hatten, dezent im Hintergrund.

"Die Erleichterung ist groß, sehr groß", sagte Bielefelds Kapitän Fabian Klos bei Sky, die lange Wartezeit auf den ersehnten Sieg habe "das Trainerteam, die Mannschaft und den gesamten Verein ein bisschen belastet", gab er zu: "Alle wissen, wie schwer es ist, die Klasse nochmal zu halten. Aber wir geben alles dafür."

Die Arminia ließ spielerisch zwar einiges vermissen, überzeugte aber mit großem Einsatz. Joker Andres Andrade köpfte zudem an den Pfosten (71.), Amos Pieper (83.) und der ebenfalls eingewechselte Janni Serra (86.) trafen die Latte.

VfB Stuttgart gerät in Abstiegsnöte

Beim arg verletzungsgeplagten VfB, der nur eines der jüngsten elf Pflichtspiele gewann, werden die Sorgen dagegen größer - die Schwaben liegen nur noch zwei Zähler vor dem Vorletzten Bielefeld. Von der Cannstatter Kurve gab es nach Schlusspfiff böse Pfiffe.

"Wir sehen zu, dass wir in der Länderspielpause so viele Spieler wie möglich und mehr Durchschlagskraft vorne dazugewinnen, wir haben eine sehr schwere Aufgabe bei meinem alten Arbeitgeber", sagte Sportdirektor Sven Mislintat mit Blick auf die Reise zu Pokalsieger Borussia Dortmund.

Um an vergangene Erfolg anzuknüpfen, hatte Kramer gleich sechs Spieler ausgetauscht. Dennoch bestimmte zunächst der VfB, dem zehn (!) Spieler verletzt oder krank fehlten, das Geschehen. Und das, obwohl Trainer Pellegrino Matarazzo sich angesichts der Personalnot gezwungen sah, auf das nicht eingespielte Offensivduo Daniel Didavi und Roberto Massimo zu setzen. Nach einer Kombination der beiden klärte Pieper den Schuss von Massimo in höchster Not (15.).

Kurz darauf schlug der Ball völlig unerwartet auf der anderen Seite ein. Nach einem Geistesblitz von Patrick Wimmer und dessen Steilpass tauchte Okugawa allein vor Stuttgarts Ersatztorwart Fabian Bredlow auf und schob aus 15 Metern eiskalt ein. "Wir haben die erste Chance genutzt - und hinten raus gnadenlos als Mannschaft verteidigt", sagte Klos.

Didavi (37.) hatte den Ausgleich auf dem Fuß, doch Jacob Laursen lenkte seinen Schuss noch ab. In der zweiten Hälfte wechselte Matarazzo seine verbliebenen Angreifer ein, doch die Arminia war dem zweiten Tor deutlich näher als Stuttgart dem Ausgleich. "Ich habe zu unserem Co-Trainer gesagt: Das ist halt Bielefeld", meinte Klos zur Alu-Allergie, "aber ich fange jetzt nicht an zu meckern."

VfB Stuttgart - Arminia Bielefeld: Die Stimmen

Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Wir haben eine ordentliche erste Halbzeit von uns gesehen, wo der letzte Punch gefehlt hat. Wir haben ein unnötiges Gegentor kassiert. Im Laufe der zweiten Hälfte haben wir den Faden verloren, am Schluss hatten wir kaum mehr Struktur. Die Jungs wollten, in Sachen Leidenschaft und Wille kann man ihnen nichts vorwerfen, aber leider hat es nicht gereicht."

Frank Kramer (Trainer Arminia Bielefeld): "Die Erleichterung ist riesengroß. Wir sind extrem happy und sehr froh, dass wir den Sieg einfahren konnten. Da schwingt eine Menge mit an positiven Reaktionen. Die Mannschaft hat eine richtig, richtig tolle Leistung geboten, ist unheimlich viel marschiert. Es war beeindruckend, wie sie ihr Herz auf den Platz geschmissen hat."

VfB Stuttgart - Arminia Bielefeld: Die Aufstellungen

Stuttgart: Bredlow - Anton, Ito, Mola (61. Faghir) - Karazor - Sosa, Mangala (61. Klimowicz), Endo (72. Klement), Nartey (85. Maglica) - Didavi - Massimo (72. Coulibaly). - Trainer: Matarazzo

Bielefeld: Ortega - Brunner, Pieper, Nilsson (60. Andrade), Laursen - Prietl, Vasiliadis (60. Schöpf) - Wimmer (81. Fernandes), Krüger (81. Kunze), Okugawa (81. Serra) - Klos. - Trainer: Kramer

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