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Fussball

1. FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach 2:3: Wildes Hin und Her! Gladbach verschärft Mainzer Krise

SID
Lars Stindl brachte Borussia Mönchengladbach in Führung.

Borussia Mönchengladbach dreht bei weiter punktlosen Mainzern das Spiel und darf mit Selbstvertrauen gegen Real Madrid antreten.

Marco Rose klopfte seinen betrübten Mainzer Freunden entschuldigend auf die Schultern, dann feierte der Gladbacher Trainer mit seinen abgekämpften Helden den bestandenen Charaktertest zwischen Mailand und Madrid: Mit einem 3:2 (1:2) beim weiterhin punktlosen Schlusslicht (die Highlights im Video!) hat die Borussia eine gelungene Generalprobe für das Champions-League-Highlight gegen Real am Dienstag abgeliefert.

"Wir haben nie nachgelassen, nie aufgegeben. Das zeigt den Charakter der Mannschaft, dass wir auch nach einem Rückstand an uns glauben", sagte Jonas Hofmann bei Sky. Der kurz zuvor eingewechselte Mönchengladbacher Nationalspieler hatte mit seinem 2:2 (76., Handelfmeter) die Wende eingeleitet, die Matthias Ginter (83.) vollendete und Roses langjährigen Klub ganz tief im Schlamassel hinterließ.

"Wir hätten heute mindestens einen Punkt verdient gehabt und stehen wieder mit null Punkten da, das pisst mich an", schimpfte der Mainzer Danny Latza. Sein Kapitän Daniel Brosinski empfand "nur noch Enttäuschung. Wir haben 90 Minuten lang alles rausgehauen".

Mateta-Doppelpack lässt Mainz auf Puntke hoffen

Der eiskalte Jean-Philippe Mateta (23./36.) hatte die Mainzer zuvor mit seinen Saisontreffern zwei und drei vom ersten Saisonsieg träumen lassen, nachdem Kapitän Lars Stindl (15.) Gladbach in Führung gebracht hatte. Doch dann kämpfte sich Gladbach drei Tage vor dem königlichen Leckerbissen ins Spiel - und Mainz bleibt das einzige punktlose Team der Liga. "Wir sind einfach nur froh, heute gewonnen zu haben", sagte Gladbachs Patrick Herrmann: "Das war ein ganz hartes Stück Arbeit."

An dem auch die "Reihe 1b" beteiligt war: Nach dem 2:2 in der Champions League bei Inter Mailand rotierte Rose, der als Profi 158 Pflichtspiele für Mainz bestritten hatte, gleich auf fünf Positionen - so kam der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler Rocco Reitz zu seinem Bundesligadebüt, die beiden Offensivstars Alassane Plea und Marcus Thuram saßen zunächst nur auf der Bank.

Mainz begann vor nur hundert ausgewählten Zuschauern mutig, wurde aber kalt erwischt: Nach einer Kopfballvorlage von Breel Embolo traf Stindl nach einer Viertelstunde per Dropkick zur Führung.

Hofmann und Ginter führen Gladbach zum Sieg

Kurz darauf vergab erst Jean-Paul Boetius (19.) die große Chance zum Ausgleich kläglich, vier Minuten später erzielte Mateta nach einem Pfostentreffer von Robin Quaison das verdiente 1:1. Herrmann traf noch die Latte (31.), auf der Gegenseite zielte erneut Mateta besser.

Die Borussia wirkte durch den Rückschlag geschockt, Mainz spielte sich hingegen in einen Rausch. Eine höhere Pausenführung wäre drin gewesen, auch wenn Herrmann eine weitere dicke Chance liegen ließ (45.+1) - das rächte sich: Nach einem Handspiel von Moussa Niakhate entschied Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück) auf Elfmeter, den der eingewechselte Hofmann sicher verwandelte. Nach einem Eckball versetzte Ginter den Mainzern per Kopf den K.o.

1. FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach: Die Aufstellungen

Mainz: Zentner - St. Juste, Kilian, Niakhate, Brosinski - Latza (80. Ji), Kunde Malong (65. Barreiro) - Öztunali (64. Fernandes), Boetius, Quaison (68. Burkardt) - Mateta.

Mönchengladbach: Sommer - Ginter, Elvedi, Jantschke (54. Plea) - Reitz (60. Hofmann), Kramer (60. Neuhaus) - Lainer, Stindl (53. Thuram), Wendt - Herrmann, Embolo (72. Wolf).

FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach: Die Reaktionen der Trainer

Jan-Moritz Lichte (Trainer FSV Mainz 05): "Wir sind wütend, dass es so ausgegangen ist und wir uns nicht belohnt haben. Es ist eine Situation, mit der wir absolut nicht zufrieden sind. Nach dem 2:2 hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass die Köpfe runtergehen und die Angst beginnt, dass wir das Spiel noch verlieren können. Das sind Dinge, an denen wir arbeiten müssen. Unsere Spiele werden besser. Man sieht, dass wir nah dran sind."

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Ein wichtiger Sieg für uns in einem erwartet schwierigen Spiel. Mainz hat das gut gemacht. Hintenraus war das viel Qualität und Mentalität von meiner Mannschaft. Nach einer solchen Woche so zurückzukommen, spricht für meine Jungs. Wir wussten, was an Kampf aber auch an Spielstärke auf uns zukommt. Wir sind gut reingekommen und haben dann auf ein paar Situationen zu inkonsequent reagiert. Und Mainz hat gezeigt, was sie aus Inkonsequenz entstehen lassen können - nämlich Tore."

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