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Fussball

FC Bayern - Borussia Mönchengladbach 6:0: Lewy-Dreierpack! FCB feiert Titelgewinn mit Gala-Auftritt

Nachdem Borussia Dortmund den FC Bayern München mit dem Sieg gegen RB Leipzig am 32. Spieltag der Bundesliga vorzeitig zum Meister gemacht hat, zeigte die Mannschaft von Trainer Hansi Flick gegen Borussia Mönchengladbach einen Gala-Auftritt und gewann mit 6:0 (4:0). Robert Lewandowski erzielte dabei einen Dreierpack (die Highlights im Video).

Für den FC Bayern ist es der 31. Titelgewinn insgesamt und der neunte hintereinander, womit der Rekord in Europas Top-5-Ligen von Juventus Turin eingestellt wurde. Fünf Spieler der aktuellen Mannschaft waren bei allen Triumphen dabei: Alaba, Müller, Neuer, Martinez und Boateng. Müller und Alaba holten sogar ihren jeweils zehnten Titel und stellten damit einen neuen Rekord auf.

"Wir wollten zeigen, wer der wahre deutsche Meister ist", sagte Kapitän Manuel Neuer. Robert Lewandowski ergänzte: "Für uns war es am wichtigsten, dass wir auf dem Platz zeigen, dass wir deutscher Meister sind. Das heute war ein klasse Spiel, wir haben von der ersten Minute an super gespielt und viele Tore geschossen."

Lewandowski kam dem Bundesliga-Rekord von Gerd Müller für die meisten Tore pro Saison (40, Saison 1971/72) ganz nahe. Nach seinem Dreierpack (2., 34. und 66.) gegen Gladbach steht er nun bei 39. Saisontoren.

Die übrigen Treffer des FC Bayern erzielten Thomas Müller (23.), Kingsley Coman (44.) und Leroy Sane (86.). Der kurz davor eingewechselte Tanguy Nianzou sah nach einer Notbremse die Rote Karte (75.).

FC Bayern München - Borussia M'gladbach: Die Trainer-Stimmen

Hansi Flick (Trainer FC Bayern): "Es war heute eines Meisters würdig. Das war ganz hohes Niveau, was unsere Mannschaft gezeigt hat. Man hat heute gesehen, dass alle Robert Lewandowski unterstützen. Gerd Müller war mein Idol in der Jugend. Was Gerd Müller in meiner Jugend war, ist heute Lewandowski. Wenn er den Rekord schafft, hat er es mehr als verdient."

Marco Rose (Trainer Gladbach): "Erstmal herzlichen Glückwunsch an den FC Bayern zur verdienten Meisterschaft. Wir haben und das hier tatsächlich anders vorgestellt. Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass wir Überzeugung haben müssen in allem, was wir tun, dass wir intensiv sein müssen. Die Intensität haben wir über 90 Minuten nicht gezeigt. Und die Überzeugung haben wir nach dem ersten Gegentor und dann nach und nach verloren, das war hinten raus eine Leistung, die man fast als Stromausfall bezeichnen konnte."

FC Bayern München - Borussia M'gladbach: Die Analyse

Der FC Bayern, mit Hernandez und Musiala statt Goretzka und Sane, präsentierte sich nach der zweiwöchigen Spielpause äußerst ausgeruht und spielfreudig. Mit einem hohen Pressing und vielen frühen Ballgewinnen schnürten die Gastgeber Gladbach von Beginn weg an deren Strafraum ein.

Gefährlich wurde es meist nach überraschenden Dribblings von Coman oder klugen Pässen von Müller und Musiala. Trotz einiger vergebener Chancen führte der FC Bayern dank Treffern von Lewandowski (2. und 34.), Müller (23.) und Coman (44.) zur Pause völlig verdient mit 4:0. Sehenswert war vor allem Lewandowskis Seitfallzieher zum 3:0.

Gladbach hatte kaum Zeit für ein geordnetes Aufbauspiel und blieb oft schon an der ersten Pressing-Linie des FC Bayern hängen. Die vereinzelten Konter spielten die Gäste nicht zielstrebig genug zu Ende. Immerhin versprühten sie nach Standards einen Hauch Torgefahr.

Zur Pause reagierte Gladbach-Trainer Rose und wechselte mit Wolf und Plea zwei neue Offensivspieler ein, die das Spiel der Gäste tatsächlich belebten. Der FC Bayern war zwar weiterhin dominant, Gladbach konnte sich nun aber immer öfter aus der Umklammerung befreien.

Flick brachte in der 60. Sane, Gnabry und Goretzka und durfte kurz darauf Lewandowskis drittes Tor per Handelfmeter bejubeln (66.). In der 75. sah der kurz davor eingewechselte Nianzou wegen einer Notbremse die Rote Karte, woraufhin der ebenfalls eingewechselte Martinez in die Innenverteidigung rückte. Den späten Schlusspunkt zum 6:0 setzte Sane (86.).

FC Bayern München - Borussia M'gladbach: Die Aufstellungen

FC Bayern: Neuer - Pavard, Jerome Boateng (71. Martinez), Hernandez, Davies - Kimmich, Alaba (60. Goretzka, 69. Nianzou) - Coman (60. Leroy Sane), Thomas Müller, Musiala (60. Gnabry) - Lewandowski.

Gladbach: Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi, Bensebaini (69. Wendt) - Zakaria, Neuhaus - Lazaro (46. Wolf), Hofmann (69. Stindl) - Thuram (46. Plea), Embolo (84. Herrmann).

Die Daten des Spiels FC Bayern München - Borussia M'gladbach

  • Tore: 1:0 Lewandowski (2.), 2:0 Müller (23.), 3:0 Lewandowski (34.), 4:0 Coman (44.), 5:0 Lewandowski (66., Handelfmeter), 6:0 Sane (86.)
  • Rote Karte: Nianzou (75., FC Bayern)

  • Mit seinem 327. Pflichtspiel für den FC Bayern zog Lewandowski mit Claudio Pizarro gleich. Nur drei ausländische Spieler absolvierten mehr Pflichtspiele für den FC Bayern.
  • Müller und Coman beendeten ihre jeweils zehn Bundesligaspiele andauernde Torflaute.
  • Das 0:6 war Gladbachs höchste Niederlage in der Bundesliga seit einem 0:7 in Stuttgart im September 2010.

Der Star des Spiels: Robert Lewandowski (FC Bayern München)

Nach seinem Dreierpack fehlt Lewandowski für die Einstellung des 40-Tore-Rekords von Gerd Müller nur noch ein Treffer. Beachtlich: Vor Comans 3:0 schoss er trotz potenzieller Abschlussposition nicht selbst, sondern legte den Ball seinem besser postierten Mitspieler auf.

Der Flop des Spiels: Stefan Lainer (Borussia M'gladbach)

Sowohl defensiv, als auch offensiv von der Rolle. Rechtsverteidiger Lainer segelte vor Lewandowskis 3:0 unter einer Flanke durch und leistete sich vor Comans 4:0 den entscheidenden Ballverlust. Nach vorne setzte er kaum Impulse und fiel vor allem mit ungenauem Passspiel auf. Kein Spieler verlor mehr Bälle als Lainer.

Der Schiedsrichter: Tobias Stieler

Stieler hatte mit dem fair geführten Spiel lange keine Mühe, ehe es nach der Pause zweimal knifflig wurde. Bei Neuhaus' Handspiel auf Elfmeter für den FC Bayern zu entscheiden, war zwar hart aber vertretbar. Das gleiche Urteil gilt für Nianzous' Platzverweis nach einer Notbremse.

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