Fussball

Hertha BSC - Fortuna Düsseldorf 3:1: Spiel gedreht! Hertha stürzt Fortuna noch tiefer in die Krise

SID
Hertha BSC hat Trainer-Urgestein Friedhelm Funkel das Jubiläum in der Bundesliga gründlich verdorben.

Hertha BSC hat Trainer-Urgestein Friedhelm Funkel das Jubiläum in der Bundesliga gründlich verdorben. In Funkels 500. Spiel an der Seitenlinie besiegten die Berliner am Freitag Fortuna Düsseldorf mit 3:1 (2:1) und verschärften die Krise der Rheinländer. Jene sind seit sechs Spielen ohne Sieg, während die schwach gestarteten Herthaner ihren dritten Dreier in Folge feierten.

Bei der Fortuna war nach dem Spiel die Wut auf Schiedsrichter Martin Petersen groß. In der 82. Minute war ein Handspiel von Niklas Stark im Strafraum nicht geahndet worden. Eine Entscheidung, die Rouwen Hennings nicht nachvollziehen konnte.

"Da kann mir keiner erzählen, dass das angelegter Arm ist. Die mogeln sich das zurecht. Das geht mir völlig auf den Keks. Das ist so schlecht", sagte Hennings bei DAZN. "Die machen eine Regelschulung, die können wir uns schenken. So wie die das erklärt haben, ist das ein glasklarer Elfmeter - aber er wird einfach nicht gegeben. Der guckt es sich nicht einmal an. Ich habe dafür keine Worte."

Funkel fokussierte sich dagegen auf die eigene Leistung. "Unser Zweikampfverhalten war nicht gut. Wir hatten viel zu viele Nachlässigkeiten, an denen wir in der Länderspielpause sehr, sehr hart arbeiten werden", sagte Funkel bei DAZN. "Und dann wird die Mannschaft zurückkommen."

Kapitän Vedad Ibisevic (37.), Flügelflitzer Javairo Dilrosun (44.) und Vladimir Darida (62.) erzielten die Treffer für Berlin, das zunächst durch einen Foulelfmeter von Hennings (32./nach Videobeweis) in Rückstand geraten war.

Der Sieg beendete die schwarze Serie gegen den "Angstgegner" aus Düsseldorf, gegen den zuvor in sieben Spielen kein Sieg gelungen war. Für den Jubilar Funkel, der am 8. Juni 1991 mit Bayer Uerdingen ebenfalls gegen Hertha BSC in der Bundesliga als Trainer debütiert hatte, bedeutet die Niederlage einen weiteren Rückschlag im Rennen um den Klassenerhalt.

VAR bei zwei Elfmeterentscheidungen im Fokus

Vor 37.128 Zuschauern im Olympiastadion brachte Hertha-Trainer Ante Covic Ibisevic als einzigen Neuen im Vergleich zum 4:0 beim 1. FC Köln, wo der Stürmer als Einwechselspieler doppelt getroffen hatte. Der Bosnier war es auch, der gegen die Fortuna die erste Chance hatte, nach fünf Minuten verzog er nach Ecke von Darida knapp über das Tor. Hertha war zum Start agiler, suchte Duelle über außen und ließ den Gästen kaum Raum für Entlastung.

Da die Düsseldorfer erst sehr schleppend in Fahrt kamen, bedurfte es der Hilfe von Schiedsrichter Petersen. Der verweigerte der Fortuna nach einem Foul von Maximilian Mittelstädt (24.) an Lewis Baker und Ansicht des Videobeweises zunächst einen Elfmeter. Sechs Minuten später zeigte er doch auf den Punkt, weil Dedryck Boyata dem Düsseldorfer Oliver Fink auf den Fuß gestiegen war. Wieder bemühte Petersen den VAR, ehe Hennings verwandelte.

Dilrosun dreht das Spiel vor der Pause

Lange brauchte Hertha zur Erholung vom Rückstand jedoch nicht, sie drängte auf den schnellen Ausgleich, den Ibisevic nach starker Hereingabe von Neuzugang Marius Wolf auf Höhe des Elfmeterpunkts in bester Torjägermanier besorgte. Noch vor der Pause drehte Dilrosun das Spiel und veredelte per glänzender Direktabnahme eine Flanke von Darida zur Führung.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich, wie die erste geendet hatte. Berlin kontrollierte das Geschehen, spielte sich in dieser Phase jedoch zu wenige klare Möglichkeiten heraus. Düsseldorf hatte in der Rückwärtsbewegung alle Hände voll zu tun, sodass nach vorne nicht viel ging. Erst nach dem 3:1 für Hertha, das Darida nach Vorlage des eingewechselten Ex-Düsseldorfers Dodi Lukebakio erzielte, spielten die Gäste etwas mutiger nach vorne.

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